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Photo:
Daisuke Schneider
Assad,
der erste Sohn von Ansata Halim Shah

So
werden nach dem feingliedrigen Assad im Laufe des Jahres 1985 in
folgender Reihenfolge die Hengstfohlen El Thay Maheer aus der El
Thay Maheera, El Thay Kayed aus der 19 Kayed, K.E.N. Mashari Ibn
Halim Shah aus der K.E.N. Malaka, Motassem aus der Messaouda, Orayan
aus der Ora, El Thay Ibn Halim Shah aus der Mahameh, Maysoun aus
der Maysouna, Amoun aus der Ashraff, Sindibad aus der Sabah, Neshan
aus der Noha und schließlich Salaa El Dine aus der Hanan geboren.

Photo:
Kerstin Anders
Salaa
El Dine kurz vor der Körung im Jahr 1987
Im Jahr 1986 bringt die Stute El Thay Maheera noch ein zweites Hengstfohlen
von Ansata Halim Shah zur Welt, es ist El Thay Mansour und die braune
Bushra schenkt im März 1986 Ibn Bushra das Leben.
Es soll sich zeigen dass alle Anpaarungen mit Ansata Halim Shah,
egal ob mit farbigen oder mit Schimmelstuten, ausschließlich
Schimmel hervorbringen. Besondere Beachtung allerdings findet die
Tatsache, dass Ansata Halim Shah an alle seine Kinder die erhoffte
Typausstrahlung gibt und auch ansonsten die größte Hoffnungen
der Züchter erfüllt.
Leider
müssen die Züchter von Orayan miterleben wie er bereits
im sehr frühen Fohlenalter stirb. Ibn Bushra verlässt
noch gemeinsam mit seiner Mutter Deutschland in Richtung USA. Alle
anderen Hengstfohlen wachsen in ihren heimatlichen Stallungen zu
vielversprechenden Junghengsten heran.
So ist es kein Wunder das bereits zwei Jahre später die ersten
von ihnen auf der Deutschen Hengstkörung wiederzufinden sind.
Dieses sind Assad, El Thay Ibn Halim Shah, Maysoun, Salaa El Dine,
El Thay Maheer und K.E.N. Mashari Ibn Halim Shah.
Drei dieser Junghengste werden sogar prämiert, das heißt
"von der Körkommission besonders zur Zucht empfohlen".
Es sind Salaa El Dine, El Thay Ibn Halim Shah und Maysoun.

Photo:
Irene Hohe
Maysoun
im Alter von drei Jahren
Während der kräftigste unter ihnen, El Thay Ibn Halim
Shah, bereits mit einem Stockmaß von 153 cm versehen ist,
zeigen sich Maysoun und Salaa El Dine noch in unreifer wirkendem
Erscheinungsbild. Besonders Salaa El Dine, der jüngste des
gesamten Jahrganges, wirkt trotz seines Stockmaßes von immerhin
150 cm und einem Röhrbein von 18 cm in diesem jugendlichen
Alter von nur zwei Jahren alles in allem noch besonders unfertig.
Der ein Zentimeter größere, ansonsten aber exakt mit
den gleichen Maßen ausgestattete Maysoun wird an der Hand
seines mit Recht stolzen Züchters und Besitzers, Günter
Maiworm, zum Siegerhengst der gesamten Körung ernannt.

Photo:
privat
Maysoun als zweieinhalbjähriger Jüngling
einige Monate vor der Körung
Nun, die Zeit vergeht und es sind inzwischen viele Jahre ins Land
gegangen. Jahre in denen aus allen noch verbliebenen Hengstfohlen
Vatertiere wurden. Etliche von ihnen wurden im Laufe der Jahre ins
Ausland exportiert, und für einige andere hatte das Schicksal
leider kein sehr langes Leben vorgesehen. Sie alle jedoch sind bis
heute unvergessen in den Herzen derer, die sie in ihrer Heimat kannten
und liebten.
Allein
zwei aus der einstigen Hengstfohlen-Riege von damals leben noch
heute genau an dem Ort, wo sie vor fast 20 Jahren das Licht der
Welt erblickten. Es sind Salaa El Dine und Maysoun,
jene unreifen Jünglinge der Körung 1987. Sie beide sollten
in diesen langen Jahren zu im In- und Ausland hochgeschätzten
Zuchthengsten heranwachsen. Ihre Kinder und Kindeskinder finden
sich heute in den renommiertesten Zuchtstätten vieler Länder.

Photo:
Erwin Escher
Maysoun als ausgereifter Hengst unter dem
Sattel
Aus Maysouns erstem Zuchteinsatz als Zweijähriger gingen drei
Fohlen hervor, darunter Orashaan (aus der Orasha), der ebenfalls
noch heute neben seinem Vater auf dem Gestüt Maiworm zu Hause
ist.
Im
darauffolgenden Jahr wurden 15 Fohlen von Maysoun geboren, unter
ihnen waren Shahil (aus der Shahila) und Madheen El Shah (aus der
Mesoudah M). Noch während des Zuchtjahres 1991 kam Maysouns
fünfzigstes Fohlen zur Welt, bereits 1994 wird das hundertste
Fohlen von ihm geboren, und 1999 werden es sogar schon zweihundert.
Jahrelang führte Maysoun die jährlichen Deckliststen des
VZAP als der Hengst mit den meisten Bedeckungen an.

Photo:
Stuart Vesty
Shahil
(Maysoun x Shahila) ist zur Zeit in die USA
verpachtet
Er gewann u.a. das Reserve-Championat des Egyptian Events 2004
Maysoun
ist beliebt bei erfahrenen und auch bei unerfahrenen Züchtern,
die sich nur einmal ein selbstgezogenes, schönes Fohlen zur
eigenen Freude wünschen. Er ist bekannt dafür gerne "Farbe"
zu bringen. Füchse, Braune und auch Rappen sind neben Schimmeln
nicht selten. Es ist eine Mitgift, die ihm seine Mutter gab, die
leuchtend fuchsfarbene Maysouna, die selbst einer Vater-Tochter
Anpaarung auf Ibn Galal entstammt und deren Mutterlinie noch dazu
von der Fuchsfarbe beherrscht wird. In Anpaarung mit noch einmal
Ibn Galal-Blut führenden Stuten mag Maysoun hin und wieder
ein wenig weiß in die Augen der Fohlen bringen, es sind jedoch
Fohlen mit besten Körperproportionen und besonders viel Gang.
Im Übrigen sind Maysouns Kinder im Fohlenalter sehr häufig
mit einer starken Stirnwölbung versehen, die sich später
zu einer schönen breiten Stirn ausformt. Gerne zeichnen sie
sich ansonsten durch große Harmonie in den Proportionen aus.
Eine sehr gut angesetzte Halsung, kleine Ohren und eine sehr hohe
Schweifhaltung tragen dazu bei ein bezaubernd exotisches Charisma
und ihren Adel zu unterstreichen. Ganz, ganz häufig ist ihnen
wirklich allerfeinster Charakter zu eigen. Sie sind bevorzugt Ein-Mann-Pferde.
Für den Menschen ihres Verrauens sind sie bereit alles zu geben.

Photo:
Carola Toischel
Orashaan,
Maysouns erster Sohn
Wer
die Möglichkeit hat den am 25. April 1985 geborenen Maysoun
heute einmal in seinem Zuhause
zu besuchen, der wird ihn ausgeglichen, liebenswürdig und auch
einwenig majestätisch in seinem äußerst großräumigen
Stall-Separee residierend vorfinden. Günter Maiworm hatte zeit
seines Lebens das Bestreben seine Pferde möglichst komfortabel,
doch zweckmäßig und natürlich auch artgerecht zu
halten. So war es für ihn selbstverständlich besonders
seinem geliebten Freund Maysoun eine bestmögliche Herberge
zu schaffen.
Der
Hengst führt in seinem Heimatgestüt ein erfülltes
und doch ruhiges Leben inmitten seiner Lieben, stets aber im eigenen
Reich. Eine Fensterfront bietet ihm Licht und Luft und natürlich
Aussicht auf Weiden, Wald und auch andere Pferde. So ist es kein
Wunder, dass Maysoun ein ausgeglichenes Pferd ist. Das Gestüt
Maiworm ist bei den Züchtern übrigens auch dafür
bekannt, hier Gaststuten in ganz außergewöhnlich gute
Obhut geben zu können. Karin Maiworm hat eine besondere Hand
und viel Herz für Tiere und so nimmt sie sich liebevoll auch
der schwierigsten Problemfälle an.

Photo:
Gigi Grasso
Hamasa
Nafila (Maysoun x Hamasa Bint Nafteta)
lebt heute im "Arabian Horse Center" in Kuwait
Günter
Mayworm hatte ein ganz spezielles Verhältnis zu seinem Hengst.
Bereits im Jährlingsalter nahm er Maysoun häufig an die
Hand und unternahm mit ihm ausgedehnte Spaziergänge durch Wald
und Wiesen. Wie ganz nebenbei brachte er dem jungen Tier spielerisch
kleine Kunststücke bei. So konnte Maysoun sich zum Beispiel
auf Wunsch verneigen und manchmal sogar zählen...
Ende der achtziger Jahre waren Maysoun und Günter Maiworm in
so manchem Schauring zu beobachten und wer sie hier einmal sah,
der wird sich gerne an dieses sehr erfolgreiche Paar erinnern. Herr
Maiworm, keine "fünfundzwanzig" mehr, führte
seinen jungen, prächtigen Schimmel diszipliniert und doch unkompliziert
den Richtergremien vor. Und Maysoun lief stets so stolz, mit enormem
Schwung, einer sagenhaften Kraft und doch rücksichtsvoll neben
seinem Menschen her, dass man mit Freude aber auch etwas
Wehmut an jene Zeit denken mag.

Photo:
Bert van Lent
Maysoun
auf der Koppel seines Heimatgestütes

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