Von Susanne Bösche 

Marie Luise und ihr Mann Dr. Johann van Wyk züchten 200 km westlich
von Johannesburg auf ihrem Gestüt "Johrhemar" Vollblutaraber, die in ganz 
Südafrika für ihren Typ, aber vor allem für korrekte Fundamente und 
unbedingten Leistungswillen bekannt und begehrt sind. Der Zuchtbestand gründete 
sich ursprünglich auf englische Linien, später wurden aus Deutschland Ägypter 
(Hamasa El Fagr & Hamasa Ibn Kaisoon), spanisch-ägyptische Pferde 
(Gazella Bint Masri) und Araber russisch-deutscher Blutführung 
importiert (Machelka). Ziel war und ist das korrekte, typvolle und reitbare 
arabische Pferd. Susanne Bösche befragte Marie Luise van Wyk
zum aktuellen Schaugeschehen.


Photo: Rik van Lent jr.
Hamasa Ibn Kaisoon 
(Kaisoon x Menha)
Aus Deutschland nach Südafrika importierter Championhengst

Wann und wieso haben Sie beschlossen, auf Araberschauen zu richten?
Wir züchten seit den späten siebziger Jahren arabische Pferde und ich qualifizierte mich in den späten Achtzigern als Richterin. Es schien mir ein selbstverständlicher Weg, um meinen Hunger nach mehr Wissen über das arabische Pferd zu befriedigen. Wo sollte ich einen besseren Ort finden als den Schauring. Dort konnte ich lernen und mich hippologisch weiterbilden, indem ich die besten Vertreter der Zucht miteinander verglich.

Auf welcher Schau richteten Sie das erste Mal?
Die erste Schau, die ich richtete, war eine kleine lokale Schau. In Südafrika werden Richter anfangs auf kleinen Schauen eingesetzt und erst allmählich aufgebaut, um später bei größeren Schauen zu richten. Wir haben pro Jahr allerdings nicht so viele Schauen wie in Europa und den USA, so dass wir wenig Gelegenheit haben Erfahrungen zu sammeln. Glücklicherweise wurde ich mehrfach nach Europa eingeladen, um dort zu richten, zum Beispiel beim Nations Cup in Aachen oder der Interpferd in Österreich. Außerdem versuche ich in jedem Jahr einige internationale Schauen zu besuchen, um nicht hinter dem internationalen Trend zurückzubleiben.


Photo: Rik van Lent jr.
Gazella Bint Masri 
(Masri x Bint El Gazella)
Supreme-Championesse von Südafrika 1992, im Besitz von Johrhemar

Erklären Sie uns bitte, was sich auf Schauen speziell in den letzten Jahren verändert hat?
Seit ich das erste Mal richtete haben sich Schauen dramatisch verändert. Einiges hat sich zum guten, einiges leider zum schlechteren gewandelt. Alles ist professioneller geworden, was nicht automatisch schlecht sein muss, aber das "Übertrainieren" eines Pferdes macht es meines Erachtens schwierig das Pferd an sich zu beurteilen. Die Schauen heute sind nichts für Angsthasen oder für das Hinterhofpferd, das einmal jährlich von seinem liebenden Besitzer in den Anhänger geladen wird, um an der Nationalschau teilzunehmen! Die künstliche Verschönerung von Pferden zeigt ihre hässlichen Folgen weltweit auf Schauen. Erfreulicherweise gibt es viele Wege und Initiativen, diese Fehlentwicklung einzudämmen. Leider wurde etlichen Pferden schon großer Schaden zugefügt, sie leiden heute an den Folgen von Drogenmissbrauch etc. Diese Umstände bereiten mir persönlich große Sorgen, da ich für die Zukunft der Rasse schwarz sehe, wenn auf diese Art und Weise weitergemacht wird.


Photo: Gigi Grasso
Simeon Sadik 
(Asfour x Simeon Safanad)
"Er ist die pure Schönheit und Typ."

Sie reisen viel in Sachen Vollblutaraber. Gibt es Ihrer Meinung nach Unterschiede zwischen den Schauen in den USA und Europa?
In den USA sind Schauen sicherlich extravaganter und glamouröser als in Europa. Der Schwerpunkt liegt auf dem "Showmanship" und der Präsentation im Stile Hollywoods, weniger auf dem besten Pferd im Schauring. In den USA hängt es auch davon ab, welche Pferde vor der Schau überschwänglich in Anzeigen angepriesen worden sind.
Die Trainer, die in den USA sehr oft auch Richter sind, haben lange Zeit die Schauszene dominiert, wobei es sich zu einer Art "aufeinander aufpassen" entwickelte, denn im Laufe eines Jahres stand jeder einmal als Richter im Ring!
Ein wirklicher Grund zur Besorgnis ist der Trend, Schaupferde eher nach ihrer "Trainierbarkeit" zu beurteilen als den besten Vertreter der Zucht zu wählen. Dies kann nicht von Interesse sein, wenn man die wahren Merkmale der Rasse erhalten möchte. In vielen Fällen führt das zu Fehlentwicklungen und als Ergebnis davon leidet nur einer - das arabische Pferd. Missbrauch ist heute im Schauring in den USA weitverbreitet. Es ist nicht ungewöhnlich eine hübsche Stute zu sehen, die vor ihrem Vorführer zittert oder junge Pferde, deren Köpfe durch die Halfterkette rüde herumgezerrt werden - und zwar vor den Besitzern, Ringstewards und Richtern. Es gibt selbstverständlich Regeln dagegen, doch in der Praxis werden sie nicht durchgesetzt.
Ich bevorzuge die Schauen in Europa und England, weil es dort dank der Ringstewards und Disziplinarkomitees gewisse Kontrollen gibt. Die Schauen drehen sich außerdem mehr um das Pferd, weniger um den Glamour. Schauen in England und Europa sind sicherlich emotionaler und kämpfen um den schmalen Grad zwischen übertrieben glamourös und zu seriös und langweilig. Viel guter Geschmack und viel Sensibilität gepaart mit einem Großteil Intellekt sind bei diesen Schauen noch klar erkennbar.


Photo: Rik van Lent jr.
Essteem
(Fame VF x Espressa)
"Ein mächtiger Hengst, der auf sich aufmerksam macht."


Sehen Sie hinsichtlich des Richtens irgendwelche Unterschiede zwischen den USA und Europa?
Wie ich zuvor schon sagte, sind in den USA zu viele Trainer auch Richter, was unglücklicherweise zu weitverbreiteter Korruption führte. In Europa werden vorwiegend Richter eingeladen, die namhafte Züchter sind und dementsprechend den besten Vertreter der Zucht aussuchen und weniger danach urteilen, ob ein Pferd bestimmte Leistungen bringen kann. Ich bin der Meinung, dass ein ausgezeichneter Repräsentant der Rasse in jedem Fall auch ein gutes Leistungspferd sein wird.
Die verschiedenen Richtsysteme sind ein weiterer Punkt. Jeder Richter, der weiß, wie ein System funktioniert, kann diese besondere Methode zu einem Erfolg oder einem Misserfolg, je nach seiner/ihrer Integrität, machen. Kein Richtsystem ist perfekt, aber ich persönlich bevorzuge das ECAHO-System, das bei Schau wie dem All Nations Cup benutzt wird. Die Punkte werden sofort bekannt gegeben und jeder Richter fällt sofort unangenehm auf, wenn er abweicht. Die Zuschauer in Europa sind außerdem wie große Thermometer, denn sie machen kein Geheimnis daraus, wenn sie der Meinung sind, dass ein Richter aus der Reihe tanzt. Diese Beteilung des Publikums ist ein integraler Teil von Schauen und sollte nie verloren gehen.

Bitte beschreiben Sie, wie Sie als Richterin arbeiten? Die Klasse wird aufgerufen, die Pferde betreten den Schauring - was tun Sie?
Ich beurteile ein Pferd in der Minute, in der es den Schauring betritt - unabhängig davon, ob es im Schritt oder Trab hereinkommt. Zuerst versuche ich mir ein Bild von der gesamten Gruppe zu machen, da treffe ich schon meine Auswahl. Erst wenn das Pferd in der Einzelvorstellung vor mir steht, fange ich an die einzelnen Punkte wie Kopf und Hals, Körper, Oberlinie etc. zu beurteilen. Bewegungen haben die größte Bedeutung, denn sie sind Teil des arabischen Typs. Ein Pferd mit durchschnittlichen Bewegungen und einem schlecht getragenen Schweif kann beispielsweise nicht typisch arabisch sein, egal wie schön es ansonsten ist. Der Schritt ist ebenso wichtig, denn er sagt viel über die Aufrichtung eines Pferdes aus. Viele Vorführer bestehen heute darauf mehr zu "joggen" als zu gehen, um Fehler zu verschleiern - das kann für einen Richter sehr frustrierend sein. Traurigerweise spielen viele Vorführer heute lieber mit dem Publikum, anstatt ein Pferd korrekt vor den Richtern zu zeigen.

Welche Teilnote ist am schwersten zu vergeben?
Ohne Zweifel die Noten für die Beine, da es so viele Variablen und Interpretationen gibt. Schlechte Beine hasse ich regelrecht, daher neige ich dazu, Fundamente sehr streng zu beurteilen. Es ist erstaunlich, wie viele Stellungsfehler heute im Schauring ignoriert werden.


Photo: Rik van Lent jr.
Hier und im Titel:
Hamasa El Fagr
(Farag x Menha)
Er war Hauptbeschäler von Johrhemar, dreimaliger National-Champion von Südafrika und Sieger der Reitklasse der National-Schau im Jahr 1988

Einige Leute glauben, dass wir nicht genug Richter haben. Wie ist Ihre Meinung?
Ich weiß nicht, ob wir zu viele oder zu wenig Richter haben, aber ich glaube, dass frisches Blut immer eine gute Sache ist. Keiner von uns will wahrhaben, dass wir alt werden, aber es ist leider eine Tatsache und irgendwann wird es an uns sein zur Seite zu treten, um neuen Richtern Platz zu machen. Wie Sie wahrscheinlich bemerkt haben, beunruhigen mich die vielen Trainer unter den Richtern, selbstverständlich sind nicht alle von ihnen bestechlich, aber ich bevorzuge einen Richter, der auch Züchter ist. Außerdem glaube ich, dass ein Züchter ein Pferd mit Blick auf die Zucht beurteilt.

Wenn Sie auswählen sollten, was wären Ihre Anforderungen an einen Richter?
Der wichtigste Punkt ist für mich absolute Integrität, ohne die können Sie kein guter Richter sein. Integrität bedeutet, ein gewisses Niveau nicht zu unterschreiben und völlig ehrlich zu sein. Selbstverständlich benötigten Sie ein umfangreiches Wissen über die Rasse und über die internationalen Kriterien der Zucht. Ich würde es auch vorziehen, wenn Richter mehrere Jahre Araber gezüchtet und selbst Pferde vorgestellt haben.


Photo: Gigi Grasso
Pikieta
(Probat x Platyna)
"Sie ist der Inbegriff einer arabischen Stute."


Haben Sie Ideen oder Wünsche in bezug auf eine umfassende Ausbildung der Richter?
Richter sollten eine strenge Ausbildung durchlaufen, die verschiedene Aspekte der Araberzucht umfasst, zum Beispiel den historischen Hintergrund. Anhand von schriftlichen und mündlichen Prüfungen sollten die Fähigkeiten des neuen Richters geprüft werden. Kann er/sie Vollblutaraber beurteilen und wie ist sein/ihr Wissen über die Zucht? Ohne diese Vorbereitung fürchte ich, wird sich ein Richter sehr verloren fühlen, sobald er/sie einen internationalen Schauring betritt. Außerdem sollte ein Richter anfangs auf mindestens fünf Schauen zusammen mit einem erfahrenen Richter arbeiten, bevor er/sie eigenständig richtet.

Lassen Sie uns über die Pferde reden! Es gibt immer wieder Diskussionen um den Typ. Gibt es Ihrer Meinung nach irgendwelche Unterschiede im Typ, wenn Sie Schauen in den USA, Europa und dem Mittleren Osten vergleichen?
Es gibt sicherlich einen Unterschied. In den USA liegt die Betonung neuerdings mehr auf Leistungspferden als auf dem besten Repräsentanten der Zucht. Wohingegen ich in Europa oft erlebt habe, dass der klassische, korrekte, typvolle Vollblutaraber immer noch das Pferd ist, das an die Spitze kommt. Der Mittlere Osten ist in dieser Hinsicht von Europa sehr beeinflusst worden (ECAHO).
Ja, "Typ" ist etwas, was die meisten Leute nur schwer erklären können. Für mich war das schwierig, denn ich suche nach einem arabischen Pferd wie es in uralten Lithografien und Gemälden dargestellt wurde. So sollte ein typisches arabisches Pferd aussehen, nicht wie das langhalsige Leistungspferd mit der hohen Knieaktion, wie sich das einige Leute heute wünschen. Für diese Bedürfnisse gibt es Amerikanische Saddlebreds und Französische Traber! Zum Glück gibt es Züchter in den USA, Europa und im Mittleren Osten, die noch glauben, dass der Arber nicht verändert werden muss und die das arabische Pferd in der Form lieben, in der es anfänglich geschaffen wurde!

Bitte nennen Sie uns fünf Pferde, die Sie auf europäischen Schau beeindruckt haben.
Wenn ich diese fünf Pferd nenne, heißt das nicht, dass alle anderen Pferde mich nicht beeindruckten - fünf sind wirklich sehr wenig! Wenn Sie nichts dagegen haben, werde ich fünf Hengste und fünf Stuten nennen.


Photo: Javan
ZT Shak Fantasy 
(El Shaklan x RH Light Fantasy)
"Der Inbegriff von Typ."

ZT Shakfantasy (El Shaklan x RH Light Fantasy) ist für mich der Inbegriff für Typ, ein Traum von einem arabischen Hengst.
Essteem (Fame VF x Espressa) ist ein mächtiger Hengst, der auf sich aufmerksam macht.
Simeon Sadik (Asfour x Simeon Safanad) ist die pure Schönheit und Typ mit dem schönsten Gesicht.
Plakat (Aswan x Pchelka) liebte ich für seine wunderbare Persönlichkeit und die unvergesslichen Bewegungen.
Balaton (Menes x Panagia) steht für Typ, kräftigen Körper und großartige Beine.


Photo: Rik van Lent jr.
Plakat 
(Aswan x Pchelka)
"Ich liebte ihn für seine unvergesslichen Bewegungen."


Pikieta (Probat x Platyna) liebe ich für ihre absolute Schönheit. Sie ist der Inbegriff einer arabischen Stute.
Psyche's Amber Gem (Padrons Psyche x Zabiya) richte ich beim All Nations Cup. Ich bewunderte diese Stute einfach. Es ist tragisch, dass sie wegen ungültiger Papiere disqualifiziert werden musste. Sie bleibt dennoch eine Schönheit!
Bint Sylvan Lass (El Zahra x Sylvan Lass) ist eine typische Wüstenkönigin mit altem arabischen Typ.


Photo: van der Poorten
Mangani
(Nuri Shalan x Metelica)
"Ihre makellose Eleganz und Schönheit stahlen mein Herz."


Die makellose Eleganz und Schönheit von Mangani (Nuri Schalan x Metelica) stahlen einfach mein Herz, so sehr, dass ich auf die Suche ging, um eine ihrer Töchter zu finden. Ich erwarb Machelka (von Plakat) und importierte sie für unser Gestüt nach Südafrika.
El Masra (Shaker el Masri x Estasha) ist die Verkörperung einer typvollen Zuchtstute.

Wie wichtig sind Ihrer Meinung nach Reitklassen (Reitwettbewerbe) innerhalb der Araberschauen?
Reitklassen sind ein Teil der Schauszene und sehr wichtig für die Zucht, denn sie zeigen die Vielseitigkeit des arabischen Pferdes. In Südafrika sind bei unseren Schauen Reitklassen wichtiger geworden als die Zuchtklassen, und ich bin traurig das sagen zu müssen. Wir als Züchter protestieren dagegen und hoffen auf eine Änderung. Die Zuchtklassen sind von größter Wichtigkeit bei unseren Zuchtschauen! Wir hatten in der jüngsten Vergangenheit außerdem mehrere Richter aus den USA, die ein Pferd in der Zuchtklasse danach beurteilten, wie "trainierbar" es ist, anstatt das beste Pferd seiner Rasse zu wählen. Dies schadet der Zucht an sich und es lässt junge Züchter glauben, dass das arabische Pferd eher wie ein kleines Warmblutpferd aussehen soll und nicht wie ein typvolles, klassisches arabisches Pferd.


Photo: Rik van Lent jr.
Machelka 
(Plakat x Mangani)

Nationale Senioren-Championesse von Südafrika 1992

Was ist Ihrer Ansicht nach der Zweck einer Schau?
Eine Schau sollte das Schaufenster der Zucht sein - die Besten der Rasse sollten dort vorgestellt werden. Sie sind integraler Bestandteil der Araberszene und ein Ort, um neue Impulse im Hinblick auf die eigene Zucht zu erhalten oder festzustellen, dass man mit dem eigenen Zuchtkonzept zufrieden sein kann. Schauen bieten die Gelegenheit, sich einen Überblick zu verschaffen. Eine Schau ist auch der Ort, neue Züchter und alte Freunde zu treffen, um Informationen und neue Nachrichten und Trends auszutauschen.


Photo: Rik van Lent jr.
Gazella Bint Masri 
(Masri x Bint El Gazella)

Was ist die wichtigste Eigenschaft eines arabischen Pferdes?
Meines Erachtens ist das arabische Pferd der Inbegriff des Pferdes, wie es vor so vielen Jahrtausenden geschaffen wurde. Kein anderes Pferd hat seine Fähigkeiten in einem unbarmherzigen Lebensraum zu überleben, alleine dafür bewundere ich diese Rasse. Ihre Intelligenz und Schönheit üben sogar noch nach diesen langen Jahren ihre besondere Wirkung auf mich. Es gibt nichts Schöneres, als ein arabisches Pferd in vollem Galopp über ein freies Feld dahinfliegen zu sehen - als könne es durch nichts aufgehalten werden! Seine Vielseitigkeit ist weltberühmt. Jedes Mal wenn eine Stute auf unserem Gestüt fohlt, habe ich das Gefühl, ein neues Wunder wäre geschehen. Für mich gibt es kein wichtiges oder weniger wichtiges Merkmal - es ist das ganze Pferd, das wichtig ist. Fehlt eine der Eigenschaften, ist das Pferd unvollkommen und gefällt mir nicht mehr. Darum züchten wir Araber: Um diese "Vervollkommnung" zu finden, die wir alle suchen!


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