Teil II

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Photo: Escher

Die rein ägyptische Stute Ibn Galal I-8 aus Bábolna

  Zwei Ausnahmen gab es allerdings: Die Vollschwestern Gahari und Al Harimba (Abha Harim x Ibn Galal I-8) des österreichischen Züchters Gerhard Huber/Gestüt Al Hambra. "Wenn man eine spanische Stute mit einem ägyptischen Hengst anpaart, dann ist das der 'Golden Cross'. Allen Kritikern zum Trotz drehte ich die Sache um und belegte meine ägyptischen Stuten mit dem spanischen Hengst Abha Harim", sagt Gerhard Huber. "Den Augenblick als unser erstes Fohlen – Gahari – geboren wurde, werde ich nie vergessen."

 
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Die Stute Al Harimba (Abha Harim x Ibn Galal I-8)

1991 kam ihre Vollschwester Al Harimba zur Welt. Beide siegten auf internationalen Schauen, und Al Harimba krönte 1994 ihre Karriere mit dem Reserve-Junioren-Titel beim Weltchampionat in Paris. "Im Schauring sah Al Harimba wie die Verkörperung von Anmut und Typ aus und heute ist sie eine liebevolle Mutter, die ihr sanftes Wesen am die nächste Generation der Al Hambra-Fohlen weitergibt."

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Klicken Sie hier, um Nil Tariks  Eltern zu sehen!

 Zu Beginn der neunziger Jahre tauchten noch einige andere "verkehrte" Pferde auf Schauen auf. Sie trabten wie die Teufel, waren außergewöhnlich typvoll und kamen alle aus dem Gestüt der Familie Aeschbacher in der Schweiz. Rita und Toni Aeschbacher waren langjährige Ägypterzüchter. Doch sie waren an einem Wendepunkt angelangt. Sie fühlten, dass sie den Typ ihrer Pferde nicht mehr würden verbessern können. Und wer wollte ihnen widersprechen – mit Stuten wie Tiffaha (Jamil x Taghreed), Nil Tahar (Ansata Halim Shah x Tiffaha), Nil Najada (Ansata Halim Shah x Naya) oder Nil Nafiza (Jamil x Naya) in der Herde? Doch Aeschbachers wünschten sich Pferde mit mehr Aktion. Nach reiflicher Überlegung brachten sie ihre Stuten zu den russischen Hengsten Gips, Versal und Almaz. Und es funktionierte! Die Fohlen behielten den faszinierenden Typ ihrer Mütter und erbten die kraftvolle Aktion und die längeren Linien der Väter. Und das Sahnehäubchen: Sie gewannen buchstäblich auf jeder Schau (und etliche Rennen!) in der Schweiz! Nil Nubia, Nil Krushan, Nil Tarik oder Nil Nura standen regelmäßig auf dem Siegerpodest. Und sie vererbten ihre Qualitäten. Nil Tarik (Gips x Nil Tahar) gilt heute als einer der erfolgreichsten Vererber in der Schweiz.

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Nil Nubia (Versal x Nil Najada von Ansata Halim Shah x Naya)

 Doch Familie Aeschbacher wurde wie Fahnenflüchtige behandelt. Andere Züchter rein ägyptischer Pferde konnten ihre Motive nicht verstehen. "Die wollen doch nur Schausieger züchten!", war ein oft gehörter Vorwurf. Doch er traf nicht ins Schwarze, denn Schausieger hatten sie bereits im Stall. Aeschbachers versuchten ganz einfach ihre Pferde in einigen bestimmten Punkten  zu verbessern. Sie hatten Erfolg – und ebneten damit den Weg für ein Gestüt mit ähnlichen Zielen.

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Nil Nubias Vater Versal (Naftalian x Pernataia)

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