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2. - 4. März 2002 Von Oliver Wibihal Wenn Sie partout keine arabischen Pferde sehen wollen, etwas gegen romantische Sonnenuntergänge in der Wüste haben, das klare Wasser des Persischen Golfs und die unglaubliche Gastfreundschaft der Qataris nicht kennenlernen wollen, dann ist es wirklich besser Sie bleiben zu hause. Für alle anderen führt im März kein Weg an Doha vorbei. In jedem Jahr im Frühling veranstaltet der "Racing und Equestrian Club" unter der Schirmherrschaft des Emirs die Internationale Schau von Qatar.
Pferde
aus verschiedenen arabischen Ländern nehmen an der Schau teil und
Richter aus aller Welt werden eingeflogen. Auf den Tribünen sitzen
Menschen verschiedener Religion und Hautfarbe friedlich zusammen und diskutieren
über Blutlinien, interessante Hengste oder neugeborene Fohlen. Sie
alle haben etwas gemeinsam: die universale Liebe zum arabischen Pferd.
Es herrscht ein babylonisches Stimmengewirr - Sie hören Wortfetzen
in Englisch, Arabisch, Spanisch, Französisch und Spanisch und zwischendurch
auch ein paar unidentifizierbare Geräusche. Wenn Sie Ihr Gegenüber
einmal nicht verstehen sollten, kein Problem - Körpersprache ersetzt
fehlende Vokabeln. Die Leidenschaft für das arabische Pferd kennt
keine sprachlichen Grenzen. EINIGE
VERTRAUTE GESICHTER VON QATAR -
AL
AADEED AL SHAQAB (Ansata Halim
Shah x Sundar Alisayyah) Er trägt den Ehrentitel "König von Al Shaqab". "Er ist wie ein Sohn für mich", erklärt Scheich Hamad. "Ich bin sehr stolz auf dieses Pferd!" Vom Tag seiner Geburt an stand fest, dass aus ihm etwas Großes werden würde. Die, die an ihn glaubten, wurden nicht enttäuscht. Scheich Hamad war einer von ihnen. "Er schafft es immer wieder mich zu beeindrucken", meint er. Seit seiner Jugend hat Al Aadeed zahlreiche Championate gewonnen. Nur einmal wurde er geschlagen - von seinem Stallnachbarn Gazal Al Shaqab, dem amtierenden Welt-Champion von Paris. Keine Schande! Dieses Jahr stand Al Aadeed bei der Siegerehrung nicht allein - seine Tochter Amira Al Shaqab gewann das Senioren Championat der Stuten.
ASHHAL
AL RAYYAN (Safir x Ansata Majesta)
Ashhal Al Rayyan ist der Thronerbe seines bekannten Vaters. Seine ersten Fohlen konkurrierten ebenfalls auf der Schau und schnitten sehr gut ab. In den letzten zwei Jahren war Ashhal an Dr. Nagel verpachtet und bekam einige der besten rein ägyptischen Stuten Deutschlands zugeführt. Der selbst gezogene Hengst ist einer der großen Favoriten des Scheichs.
SCHEICH ABDULAZIZ BIN KHALID AL THANI Scheich Abdulaziz steht nicht nur dem "Racing & Equestrian Club" vor, er ist ein passionierter Züchter ägyptischer Araber. Seinen Grundstock legte er mit Pferden aus Ägypten, Amerika und Deutschland. Im Laufe der Jahre stellte er sich eine Zuchtstutenherde zusammen, die ihresgleichen sucht. Am beeindruckendsten: Es gelingt ihm mit jedem Fohlenjahrgang eine Verbesserung der vorhergehenden Generation. Gegen den Rat einiger Experten importierte er den Hengst Alidaar (Shaikh Al Badi x Bint Magidaa) nach Qatar und deckte seine besten Stuten mit ihm. Die Resultate sprechen für sich - die Fohlen behielten den Typ der Mütter, entwickelten aber einen größeren Rahmen und längere Linien. Ein Züchter geht seinen Weg!
SAFIR (Salaa El Dine x Aisha) Dieser Hengst gehört zu den führenden Vererbern in Qatar. Er steht dem Al Rayyan-Gestüt als Hauptbeschäler vor und ist im gesamten Mittleren Osten für seine Schönheit und seinen Adel bekannt. Er selbst hat nie einen Schauring betreten - er überläßt das Siegen seinen Nachkommen. Selbstbewusst und stolz trabt er seine Runden: Safir, der unbestrittene "King" des Gestüts. Seine Eltern stammen beide von Ansata Halim Shah und gehen auf Hanan zurück, der großen Dame der europäischen Ägypterzucht.
AMIRA
AL SHAQAB (Al Aadeed Al Shaqab
x Imperial Phanilah) "Paare Bestes mit Bestem, um das Beste zu bekommen!" Keine schlechte Idee. Dachte sich auch Scheich Hamad und führte Imperial Phanilah, einer der gewinnreichsten Stuten des Gestüts, seinem neuen Star Al Aadeed zu. Das Resultat ist die "Lady in Weiß", Amira Al Shaqab. Keine Unbekannte im Schauring, gewann sie doch bereits als Juniorin zahlreiche Schauen. Nun hat sie ihrer Bilanz einen weiteren Titel hinzugefügt. Ihr Vollbruder Shahem Al Shaqab war übrigens Dritter seiner Klasse. Schönheit liegt in der Familie.
ANSATA
NEFER ISIS (Prince Fa Moniet
x Ansata Nefertiti) Ansata Nefer Isis ist die Stute mit dem größten und lautstärksten Fanclub in Qatar. Obwohl klein und zart, benimmt sie sich "auf der Bühne" wie ein Hengst: Sie schnaubt und tänzelt auf der Stelle, wirft sich in die Brust und steigt. Für Europäer ist sie keine Fremde, gehörte sie vor ihrem Export nach Qatar doch dem Gestüt "La Frasera" in Italien und gewann unter ihren alten Besitzern einst das Reserve Europa Championat.
SCHEICH HAMAD BIN ALI AL THANI Zählen Sie die witzigsten Menschen auf, die Sie kennen. Einer von ihnen (neben Charlie Chaplin) ist mit Sicherheit Scheich Hamad, der Gestütsleiter von Al Shaqab. Er ist bekannt für seinen Humor und sein ansteckendes Lachen. Als internationaler Richter reist er viel und sah einige der schönsten Araber der Welt. Der größte Triumph als Züchter kam für ihn im Dezember 2001: Die beiden selbst gezogenen Hengste Gazal und Marwan Al Shaqab gewannen das Junioren und Senioren Championat von Paris. Vater und Sohn zusammen auf dem Siegerpodest - das gab es noch nie! Scheich Hamad war überglücklich. Nun, einige sagen, dass Siegen nicht alles ist. Offensichtlich haben sie noch nie gewonnen...
RN FARIDA (Salaa El Dine x Noha) Sie ist der Stolz des Al Rayyan-Gestüts - die Stute RN Farida. Scheich Abdulaziz pachtete ihre Mutter Noha von Marbach an, um sie mit Dr. Nagels Salaa El Dine anzupaaren. Obwohl Noha ein paar Jahre keine Fohlen bekommen hatte, nahm sie auf und belohnte den Scheich mit einem zauberhaften Stutfohlen. Es sollte Nohas letztes Fohlen bleiben. RN Farida gewann viele Championate und krönte ihre Schaukarriere im letzten Jahr mit dem Titel einer Internationalen Championesse von Qatar. Nun ist sie von allem Schaurummel befreit und widmet sich ihrer neuen Rolle als Mutter. Ihr erstes Fohlen bekam sie von Alidaar - ein charmanter kleiner Hengst!
BART VAN BUGGENHOUT Bart ist Trainer und Stallmeister von Al Rayyan und auf jeder Qatar-Schau als Vorführer im Einsatz. Die Al-Rayyan-Stuten gelten als fast unschlagbar und Jahr für Jahr gelingt es Bart eine weitere unwiderstehliche Schönheit zu zeigen. Sein Geheimnis? "Er backt sie sich", grinst ein ausländischer Trainer. Eine von Barts Favoritinnen ist die Stute RN Ajeeba (Ruminaja Ali x Bint Amal). Sie gewann noch nie ein Championat (aber immerhin ein Reserve-Championat), doch sie steht ihm näher als viele andere. Wahre Liebe fragt nicht nach Championaten...
ANSATA
SELMAN (Ansata Hejazi x G Shafaria)
Ansata Selman wurde als Junghengst vom Ansata-Gestüt angekauft, um ihn später als Deckhengst auf Al Rayyan einzusetzen. Zusammen mit seiner Mutter G Shafaria reiste er nach Qatar. Beide traten erfolgreich auf Schauen an. Ansata Selman geht in seiner Mutterlinie auf die erfolgreiche Fuchsstute Ansata Samatha zurück, die für ihre "Apfelaugen" bekannt war. Ansata Selmans erste Fohlen werden im nächsten Jahr erwartet.
JANDEH
AL NAIF (Ansata Shalim x Ansata
Nile Gypsy) Man muss kein Wahrsager sein, um diesem Hengst eine erfolgreiche Zukunft zu prophezeien! Er gewann seine Klasse gegen starke Konkurrenz und war mit Abstand der typvollste Hengst seines Jahrgangs. Einer, der überall auf der Welt gewinnen kann. Seine Mutter Ansata Nile Gypsy ist einer der schönsten Stuten des Al Naif-Gestüts und hat gerade in Anpaarung mit Jandehs Vater exzellente Nachkommen gebracht. Wenn alles klappt, wird Jandeh in diesem Sommer die Reise nach Europa antreten und hier an Schauen teilnehmen. Jungs, nehmt Euch in acht!
GLENN JACOBS Erkennen Sie dieses Lachen? Es gehört zu Glenn Jacobs (Trainer des Gestüts Al Naif), dem Mann mit dem breitesten Grinsen von Qatar. Dieses Jahr hatte er allen Grund zu lächeln: Die vom Gestüt Al Naif gezogenen Pferde Al Johara Al Naif und Jandeh Al Naif gewannen das Junioren Championat der Stuten und das Reserve Junioren Championat der Hengste. Beide wurden von Glenn Jacobs exzellent vorgestellt, der es sogar noch schaffte zu lachen während er schneller als Speedy Gonzales neben seinen Pferden herlief!
JOHARA
AL NAIF (Ansata Shalim x Al
Johara) Dieser Jungstute steht "Qualität" auf der Stirn geschrieben. Von ihren kleinen Ohren bis zu den Hufen verkörpert sie arabische Perfektion. Richter und Zuschauer liebten die charmante kleine Lady gleichermaßen. Es war ihre erste internationale Schau und interessanterweise stammt Johara aus einer Linie erfolgreicher Debütanten: Ihre Mutter Al Johara (v. Prince Fa Moniet) ist die erste Tochter von Qatars erster Junioren Championesse Ansata Majesta. Man darf auf Johara Al Naifs erstes Fohlen gespannt sein - aber das hat sicher noch etwas Zeit.
HATHFA
AL SHAQAB (Al Aadeed Al Shaqab
x Kajora) Hathfa ist ein weiteres Juwel in Kajoras Krone. Die frühere amerikanische National Championesse Kajora (Kaborr x Edjora) ist eine der zuverlässigsten Zuchtstuten von Al Shaqab und bringt mit den verschiedensten ägyptischen Hengsten (Anaza El Farid, Safir, Al Aadeed Al Shaqab) hervorragende Nachkommen. Denken Sie nur an den schon erwähnten Gazal Al Shaqab! Hathfa bildet keine Ausnahme.
ANSATA NILE ECHO (Ansata Hejazi x Ansata White Nile) Schönheit in der Bewegung! Ansata Nile Echo ist ein ägyptischer Bewegungskünstler. In Qatar nennt man ihn bereits "Mr. Trot". Er ist der Hengst der Wahl, wenn es darum geht den Fohlen mehr Bewegung und Athletik zu verleihen. Als Junior hat er bereits das Championat von Qatar gewonnen und bei der letzten Nationalschau konnte er das Reserve-Championat für sich entscheiden. Nun muss er sich als Zuchthengst beweisen. Zusammen mit Ansata Shalim und Ansata Haisam wird er auf Al Naif eingesetzt. Einige seiner Fohlen zeigen großes Potential und werden in Kürze auf Schauen zu sehen sein. Im Auge behalten - es lohnt sich!
JUDITH FORBIS Für viele Freunde des ägyptischen Arabers gehört Judith Forbis zu den wichtigsten Züchtern des letzten Jahrhunderts. Ihr Ansata-Gestüt versorgte (und versorgt auch heute noch) zahllose Gestüte in aller Welt mit Stammpferden. Der Einfluss des Ansata-Zuchtprogramms in Qatar ist geradezu übermächtig, da Al Shaqab, Al Rayyan und Al Naif ihre Gestüte auf diesen Blutlinien aufbauten. Der "Ansata-Typ" ist allgegenwärtig und eindrucksvoller Beweis für Judith Forbis' züchterische Brillanz. Sie sandte einige ihrer besten Pferde zurück in die Wüste - wie Ansata Halim Shah, Ansata Majesta, Ansata Selman oder Ansata Nile Echo, um nur einige wenige zu nennen. Aber Judith Forbis gab mehr als nur ihre Pferde. Sie teilte ihr Wissen über die Zucht arabischer Pferde, das sie in über vierzig Jahren erworben hatte. Heute befinden sich all ihre Bücher und Fotografien in Qatar, um den Grundstock zu einer Bibliothek zu legen. Zur Zeit arbeitet Judith Forbis gerade an einem neuen Buch über Ansata.
MUJAHID (Maysoun x Imperial Sanama) Mujahid
gehört dem Nasser-Gestüt von Scheich Nawaf Bin Nasser Al Thani.
Ein begabtes Reitpferd und sehr beliebt bei den Reitern von Qatar, macht
er vor allem durch sein Temperament und seine Intelligenz von sich reden.
Als Deckhengt wird er zur Zeit wenig eingesetzt. Seine Mutter wurde auf
dem Imperial-Gestüt geboren und reiste seinerzeit nach Deutschland,
um von Familie Maiworms Maysoun gedeckt zu werden. Das Ergebnis sehen
Sie hier. Jahr für Jahr Mujahid unter dem Sattel vor die Richter
- eine Ausnahme, die Beachtung verdient.
MOHAMED SHARIFF Dieser Mann ist sein Gewicht in Gold wert! Jeder, der schon einmal nach Qatar gereist ist, kennt und schätzt ihn. Er ist immer zur Stelle, wenn man ihn braucht. Immer ruhig und hervorragend organisiert, ist er der Garant für einen reibungslosen Aufenthalt. Nichts geht schief, solange Mohamed Shariff in der Nähe ist. Schukran!
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