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straightegyptians

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> Fohlengeburten Im Dezember, Sinn oder Irrsinn?
abayyan
post Jan 2 2009, 09:05 AM
Post #16


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Euch allen erst einmal ein Frohes Neues Jahr!!

Da unsere Pferde im Offenstall leben, möchten wir unsere Fohlen in der "wärmeren" Jahreszeit haben. Für uns ist Mai/Juni die beste Abfohlzeit. So können die Stuten bei tollem Wetter auch draußen im Herdenverband fohlen, wenn das eben wettermäßig möglich ist.

Wir hatten schon August-Fohlen, die sich auch im Winter toll entwickelt haben. Wir haben sie schon schlafend unter einer Schneedecke gefunden, anstatt im gestreuten Offenstall biggrin.gif . Erkältungskrankheiten sind uns diesbezüglich fremd.

Wichtig für Fohlen ist viel frische Luft, viel Bewegung und vernünftiges Aufzuchtfutter. Für mich ist auch wichtig, dass die Stalltemperatur innen wie außen fast gleich ist. Geschützt müssen die Fohlen (wie alle Pferde) vor Zugluft. Ansonsten haben in meinen Augen Sommer- wie Winterfohlen in einer artgerechten Haltung die gleichen Chancen.

Verpönen tue ich Ställe, in denen Pferde aus Kommerzgründen im Winter abfohlen müssen und die ganz jungen Fohlen dann unter Wärmelampen leben müssen ohne die Chance auf einen Winterpelz zu erhalten, weil sie eben (zumindest im Kopf-Halsbereich) gleich "geschoren" werden, damit der Extremlook bewundert werden kann. Ist aber eben nur meine Meinung!
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Bibi
post Jan 2 2009, 09:47 AM
Post #17


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In meinen Augen wird sich die Natur etwas dabei gedacht haben, das Fohlen erst im Frühjahr / Sommer auf die Welt kommen sollen...

Man weiß von der Wirkung frischen Grases auf die Milchproduktion.

Die Lichteinstrahlung ist doch viel länger im Sommern und UV Licht so wichtig für die Vitamin D Bildung und das gesamte Wachstum.

Desweiteren ist UV-Licht das "Desinfektionsmittel" ... und eine Weide im Sommer ein "sauberer" Ort. (Reithalle staubig)

Stuten auch erst im Frühjahr erst richtig in Rosse kommen, auch das hat doch seine Bewandnis.

In meinen Augen ist es natürlicher sich der Wachstumsperiode der Natur anzupassen und das Fohlen mit und nach der Milch saftiges Gras fressen kann (sicherlich kann man alles mit guten Futter ausgleichen...)
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Andrea Klein1
post Jan 2 2009, 10:03 AM
Post #18


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Hallo Bibi,

ja so sehe ich das auch!

Leider hat mir immer noch keiner von Euch die bevorzugt ab Dezember die Fohlen bekommen sagen können, wo der Vorteil für die Fohlen oder auch für die Stute ist.

Als ich heute morgen im Stall war, hatten wir so minus 7 Grad. Das ist für saarländische Verhältnisse schon sehr, sehr kalt. Habe mir versucht vorzustellen, dass ich heute auf ein Fohlen warten täte. Alleine der Gedanke bei dieser Kälte nachts im Stall, nee Danke.

Meiner Meinung nach gibt es für das Pferd kein Vorteil.
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El Sabu
post Jan 2 2009, 11:04 AM
Post #19


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Wir haben bisher nur wenige Fohlen gezogen, daher sind unsere Erfahrungswerte diesbzgl. nicht sehr groß und sicher auch kein Maßstab, aber jedes zu einer anderen Jahreszeit -> der 1. im März, bei Minusgraden, was hat der Kerl gezittert als er aus seiner Mama kam und wir auch. dry.gif Es war nicht möglich ihn mit der Mutter lange draußen zu halten, weil es bei uns im Frühjahr sehr nass und kalt ist, der Kleine legte sich oft hin, so dass er mit der Stute immer nur kurze Zeit raus konnte. Dazu kam -> die Mutter hatte kaum Milch, trotz Zuchtstutenfutter, aber kein Gras. Wir mussten ihn mit der Flasche aufziehen. Aber er war sehr robust und schnell relativ groß.

Das nächste Fohlen kam erst im August, war ein Weideunfall. Für den war das natürlich prima, denn die Außentemperatur war fast so, wie im Bauch seiner Mutter. Er konnte von Beginn an raus und toben, es gab genügend Gras. Aber im Herbst bekam er ganz furchtbaren Husten, der Monate andauerte. Der behandelnde Tierarzt meinte, das käme daher, dass das Immunsystem der Kleinen ca. 3 Monate bräuchte, bis es sich voll entwickelt hätte.

Unser letztes Fohlen kam im April und das war eigentlich der beste Zeitpunkt. Wir hatten Glück mit dem Wetter, so dass Stute und Fohlen auf der Weide bleiben konnten, genügend Gras, Wärme, Licht. Hier gibt es keinerlei Nachteile zu berichten. Aufgrund unserer Erfahrungen erscheint auch uns April/Mai als die beste und natürlichste Zeit für die Fohlengeburt.
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najiibarabians
post Jan 3 2009, 09:59 AM
Post #20


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Moin,
natürlich ist es schön,wenn die Fohlen Frühjahr geboren werden.Das Wetter wird besser,die Grassaison geht los usw.

Ich persönlich sehe jedoch keinen Nachteil darin,wenn Fohlen im Winter zur Welt kommen.Wie Gudrun schon erwähnt hat sollte man optimale Haltungsmöglichkeiten haben.Das ist bei uns der Fall,jedoch planen wir auch keine Winterfohlen ein.Es hat sich so ergeben.
Einmal haben wir eine tragende Stute gekauft,die ein Dezemberfohlen bekommen sollte und nun haben wir wieder ene tragende Stute bekommen,die ein Januarfohlen erwartet.
Wir haben davor eine Angst und wissen,wie wir damit umzugehen haben,um einen optimalen Start ins Leben zu gewährleisten.Dazu gehört für uns:

auch der Kontakt zur Grupppe,denn Winterfohlen müßen nicht isoliert aufwachsen
frische Luft und Auslauf
ständige Möglichkeit,sich unterzustellen und ins Stroh zu legen in einem separten Bereich,in den die Mutterstute auch dann geht.
Ausserdem haben wir selbst ganz tolle Fohlendecken nähen lassen,die ganz prima passen und nicht einengen oder die Bewegung behindern.

Ich wünsche uns allen gesunde,fröhliche Fohlen,egal,wann sie geboren werden.
Das entscheidet jeder für sich,da wird es auch nie eine Übereinstimmung geben.

Genauso wie bei den Schauen,der eine läßt seine Pferde präsentieren und der andere nicht.
Jedem das SEINE!

In diesem Sinne
Anje
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Astrid Schmid
post Jan 3 2009, 12:53 PM
Post #21


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Wenn, wie schon genannt, optimale Haltungsbedingungen vorhanden sind, sehe ich keine Nachteile für die Frühgeborenen. Aber kleine Vorteile; wie keine Insektenplage, schnelle Trittsicherheit, keinen oder nur wenig Durchfall, weniger Husten und Schnupfen auch nach dem Absetzen, kein warmes Fohlenfell mehr im Sommer und daher weniger schwitzen. Soweit kann ich es aus meiner Erfahrung berichten.

Ich hatte zwar noch keine Dezember Fohlen aber Anfang Februar. Sie kamen mit wesentlich mehr Pelz auf die Welt als die später im Jahr Geborenen. Bei mir waren sie den ganzen Tag und bei jeder Witterung draußen. In unserem Zeltunterstand konnten sie immer trocken liegen und dass taten sie nach kurzer Zeit auch, selbst wenn die Mamas im Schneesturm draußen standen. Somit hatten sie auch genügend Tages- bzw. Sonnenlicht.

Einen riesigen Nachteil gibt's schon - die Fohlenwache bei Minustemperaturen - aber ja nur für mich. wink.gif

Und eventuell erwischt es mich doch noch mal, da ich - seit Arabica "weggezogen" ist - nur noch zwei Pferde am Haus habe, Dalmas und Nessaja. Nessaja hatte bei ihren Pächtern leider noch nie aufgenommen, warum weiß niemand. Daher werde ich die Zwei in der nächsten Rosse zusammenstellen und falls dies wider Erwarten mit der Trächtigkeit klappen sollte, dann gibt's auch für mich Fohlenwache im Dezember, brrrr.... .
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nirwan
post Jan 7 2009, 08:10 PM
Post #22


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Wenn man a) nicht unbedingt Schauen gehen will/muss und cool.gif arbeiten gehen muss/will, um seine Tiere auch füttern zu können und niemanden zu Hause hat, der Mama und Kind nach einer gewissen Zeit wieder in die Box bringt, für den/die sind Winterfohlen wahrscheinlich kaum zu handeln.

Ich hatte meine Fohlen zwischen Ende April und Ende Juli, wobei mir die Zeit im Mai die Liebste war, weil das Wetter meist mitgespielt hat und die Boden-Temperaturen einigermaßen erträglich waren. Die Lufttemperatur erscheint mir nicht das Problem, sondern eher, wie kalt/warm der Erdboden ist, auf den sich das Fohlen legt. In den weich eingestreuten Unterstand legten sich unsere Minis meist nur, wenn Mami auch in der Nähe war.

Nachdem a) zum Glück für mich nicht mehr in Frage kommt und cool.gif eine Tatsache ist, werden meine Fohlis auch künftig zwischen Mai und Juli geboren werden.

Schlussendlich muss jeder Züchter wissen, wie er an die Sache heran geht...wenngleich ich es im Sinne einer einigermaßen gleichberechtigten Beurteilung der Fohlis (die nicht auf Shows gehören) richtiger fände, wären alle vorgestellten Tiere einigermaßen gleich alt....
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Andrea Klein1
post Jan 8 2009, 09:54 AM
Post #23


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Danke für Eurere Meinungen. Ich sehe daraus, dass die meisten ein Frühling/Sommerfohlen vorziehen und es durchaus bei Winterfohlen zu den von mir angesprochenen Schwierigkeiten kommen kann.
Klar wird auch, dass es für die Fohlen keine Vorteile hat!
Selbst wenn die Haltungsform und die Zeit des Züchters gute Möglichkeiten bietet dass Mama und Kind raus kommen, können sie unmöglich solange und so oft draussen sein wie im Sommer.
Ich persönlich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es für ein frisch geborenes Fohlen gut ist bei hohen Minusgraden schlafend auf der Koppel zu liegen. Wenn dann noch eiskalter Wind hinzu kommt, trotz Sonnenschein, brr.......
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Anjuli Bai
post Jan 8 2009, 10:19 AM
Post #24


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Wenn ich so drüber nachdenke, was ich im letzten Jahr mit meiner Stute von 4 Wochen vor der Geburt bis 4 Wochen danach durgemacht habe... sad.gif
Also, das war im lauen Mai schon nervenzerfetzend und anstregend genug, aber im tiefsten Winter bei - 20 °?
Nee, danke.
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Astrid Schmid
post Jan 8 2009, 04:40 PM
Post #25


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QUOTE (Andrea Klein1 @ Jan 8 2009, 11:54 AM)
Danke für Eurere Meinungen. Ich sehe daraus, dass die meisten ein Frühling/Sommerfohlen vorziehen und es durchaus bei Winterfohlen zu den von mir angesprochenen Schwierigkeiten kommen kann.

Zu denen es 1. nicht kommen muss und 2. auch zu anderen Jahreszeiten kommen kann!

Klar wird auch, dass es für die Fohlen keine Vorteile hat!

Warum fragen Sie überhaupt wenn Sie die Antworten sowieso nicht gelten lassen?

Selbst wenn die Haltungsform und die Zeit des Züchters gute Möglichkeiten bietet dass Mama und Kind raus kommen, können sie unmöglich solange und so oft draussen sein wie im Sommer.

Meine waren von ca. 8 Uhr bis ca. 23 Uhr draußen, ich glaube das reicht im Winter durchaus.

Ich persönlich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es für ein frisch geborenes Fohlen gut ist bei hohen Minusgraden schlafend auf der Koppel zu liegen. Wenn dann noch eiskalter Wind hinzu kommt, trotz Sonnenschein, brr.......

Die Fohlen kommen natürlich in der dick eingestreuten Boxe zur Welt. Und dort verbrachten sie die ersten 3 Tage die meiste Zeit, auch um die Mutter-/Kindbindung nicht zu stören. Erst danach ging es mit der Herde raus. Ich glaube nicht, dass irgendjemand so verantwortungslos ist und seine Stute bei Frost und Schnee draußen abfohlen lässt.
*
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Dennis
post Jan 8 2009, 04:51 PM
Post #26


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QUOTE (Andrea Klein1 @ Jan 8 2009, 10:54 AM)
Danke für Eurere Meinungen. Ich sehe daraus, dass die meisten ein Frühling/Sommerfohlen vorziehen und es durchaus bei Winterfohlen zu den von mir angesprochenen Schwierigkeiten kommen kann.
Klar wird auch, dass es für die Fohlen keine Vorteile hat!
Selbst wenn die Haltungsform und die Zeit des Züchters gute Möglichkeiten bietet dass Mama und Kind raus kommen, können sie unmöglich solange und so oft draussen sein wie im Sommer.
Ich persönlich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es für ein frisch geborenes Fohlen gut ist bei hohen Minusgraden schlafend auf der Koppel zu liegen. Wenn dann noch eiskalter Wind hinzu kommt, trotz Sonnenschein, brr.......
*


Nun haben Sie doch wahrlich genug Antworten erhalten und Ihr Schluss ist immer noch die gleiche (vorgefasste) Meinung, die sich auch schon am Anfang hatten. Warum fragen Sie denn überhaupt erst, wenn Sie keinerlei Infos an sich heran lassen...?

Sie sagen:
Klar wird auch, dass es für die Fohlen keine Vorteile hat.

Die Vorteile wurden aufgezählt, es sind u.a. folgende:
- keine Insektenplage für die Neugeborenen
- schnelle Trittsicherheit
- keinen oder nur weng Durchfall
- weniger Husten und Schnupfen, da abgehärtet
- Fohlenfell ist im Sommer weg, die Kleinen schwitzen weniger

Dass Sie sich etwas nicht "vorstellen können", ist eine Sache. Die Argumente derjenigen, die es praktiziert haben, aber komplett auszublenden, ist ja fast schon erschreckend autistisch.
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nirwan
post Jan 8 2009, 07:07 PM
Post #27


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QUOTE (Dennis @ Jan 8 2009, 05:51 PM)
Nun haben Sie doch wahrlich genug Antworten erhalten und Ihr Schluss ist immer noch die gleiche (vorgefasste) Meinung, die sich auch schon am Anfang hatten. Warum fragen Sie denn überhaupt erst, wenn Sie keinerlei Infos an sich heran lassen...?

Sie sagen:
Klar wird auch, dass es für die Fohlen keine Vorteile hat.

Die Vorteile wurden aufgezählt, es sind u.a. folgende:
- keine Insektenplage für die Neugeborenen
- schnelle Trittsicherheit
- keinen oder nur weng Durchfall
- weniger Husten und Schnupfen, da abgehärtet
- Fohlenfell ist im Sommer weg, die Kleinen schwitzen weniger

Dass Sie sich etwas nicht "vorstellen können", ist eine Sache. Die Argumente derjenigen, die es praktiziert haben, aber komplett auszublenden, ist ja fast schon erschreckend autistisch.
*



Zu den "angeblichen" Vorteilen nur ein paar Gegenfragen:

a: keine Insektenplage: das wird wohl stimmen

b: schnelle Trittsicherheit: wieso? warum soll ein winterfohlen eine schnellere Trittsicherheit haben als eines, das im Mai geboren wird? Ich glaube, die Entwicklungsgeschwindigkeit wird annähernd gleich sein. Klar jedoch, dass ein Fohlen mit vier Monaten verglichen mit einem, das z. B. drei Wochen alt ist, seine Beine bereits besser gebrauchen kann...

c:keinen oder wenig Durchfall: und warum? Weswegen soll ein Winterfohlen keinen oder weniger Durchfall bekommen? Durchfall haben wohl alle rund um die Fohlenrosse und die wird eine Stute, die im Winter abfohlt auch bekommen, oder???

d: weniger Husten und Schnupfen, da abgehärtet: zweifle mal daran, da die Gefahr, dass das Fohlen sich wegen des kalten Erdbodens/Windes/Regens/Schnees erkältet, wesentlich größer ist bzw. es, wenn es nur in der Box oder Reithalle sein muss, mit viel mehr Staub konfrontiert ist...

e: das Fohlenfell verabschiedet sich auch bei "Spätgeborenen" relativ schnell, und wo ist das große Problem, wenn die Fohlis ein wenig schwitzen, wenn sie an einem warmen Tag toben? Rechtfertigt ein wenig weniger schwitzen monatelanges in der Kälte frieren ohne einen Grashalm?????

Also ich persönlich kann außer der nicht vorhandenen Insekten keinen wirklichen Vorteil für die Fohlen erkennen.
Für Züchter, die Showerfolge haben wollen, allerdings natürlich schon, weil die Fohlen, wie schon mehrmals bei anderen Antworten erwähnt, fertiger und größer sind als ihre "regulär" geborenen Konkurrenten.

@ Dennis: Ebenso erschreckend autistisch ist es, vermeintliche Vorteile als solche zu verkaufen, auch wenn diese sich bei näherer Betrachtung nicht mehr als solche erweisen....
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Gudrun Irtzing
post Jan 8 2009, 07:58 PM
Post #28


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QUOTE (nirwan @ Jan 8 2009, 08:07 PM)
Zu den "angeblichen" Vorteilen nur ein paar Gegenfragen:

a: keine Insektenplage: das wird wohl stimmen

b: schnelle Trittsicherheit: wieso? warum soll ein winterfohlen eine schnellere Trittsicherheit haben als eines, das im Mai geboren wird? Ich glaube, die Entwicklungsgeschwindigkeit wird annähernd gleich sein. Klar jedoch, dass ein Fohlen mit vier Monaten verglichen mit einem, das z. B. drei Wochen alt ist, seine Beine bereits besser gebrauchen kann...

c:keinen oder wenig Durchfall: und warum? Weswegen soll ein Winterfohlen keinen oder weniger Durchfall bekommen? Durchfall haben wohl alle rund um die Fohlenrosse und die wird eine Stute, die im Winter abfohlt auch bekommen, oder???

d: weniger Husten und Schnupfen, da abgehärtet: zweifle mal daran, da die Gefahr, dass das Fohlen sich wegen des kalten Erdbodens/Windes/Regens/Schnees erkältet, wesentlich größer ist bzw. es, wenn es nur in der Box oder Reithalle sein muss, mit viel mehr Staub konfrontiert ist...

e: das Fohlenfell verabschiedet sich auch bei "Spätgeborenen" relativ schnell, und wo ist das große Problem, wenn die Fohlis ein wenig schwitzen, wenn sie an einem warmen Tag toben? Rechtfertigt ein wenig weniger schwitzen monatelanges in der Kälte frieren ohne einen Grashalm?????

Also ich persönlich kann außer der nicht vorhandenen Insekten keinen wirklichen Vorteil für die Fohlen erkennen.
Für Züchter, die Showerfolge haben wollen, allerdings natürlich schon, weil die Fohlen, wie schon mehrmals bei anderen Antworten erwähnt, fertiger  und größer sind als ihre "regulär" geborenen Konkurrenten.

@ Dennis: Ebenso erschreckend autistisch ist es, vermeintliche Vorteile als solche zu verkaufen, auch wenn diese sich bei näherer Betrachtung nicht mehr als solche erweisen....
*



a. ist so

b. würde ich damit erklären, dass der Boden hart ist und daher leichter ist. Weicher Boden wie die meisten Weiden sind, ist eigentlich Gift für Fohlen (nur mal so am Rande)

c. Durchfall - der Durchfall hat nichts mit der Rosse der Stute zu tun, sondern mit den Wurmlarven die sich im gleichen Zeitraum entwickeln. Eine Entwurmung der Stute kurz vor bzw. kurz nach der Geburt - vorrausgesetzt - kann im Frühjahr den Durchfall einschränken. Im Winter ist die Ansteckungsgefahr geringer, da sich die Wurmlarven nicht so gut ausbreiten.

d. Es war hier nicht die Rede von Halle oder Box. Zum Kälteempfinden des Pferdes hier mal ein Abhandlung von landwirtschaft-bw.info:

Eine Forderung, die das Pferd nicht stellt, ist die nach einem warmen Stall. Von allen Haustieren
besitzt das Pferd die ausgeprägteste Hitze-Kälte-Toleranz, die ebenfalls auf das ursprüngliche
Leben in der Steppe zurückzuführen ist, das von jähen Wetterstürzen und
großen Tag-Nacht-Temperaturdifferenzen geprägt war. Die Fehleinstellung vieler Pferdebesitzer,
die ihr eigenes Wärme-Kälte-Empfinden auf das Tier übertragen, führt oftmals
dazu, dass die Pferdeställe zu warm und darüber hinaus unzureichend belüftet sind.
Angesichts der zahlreichen hustenden Pferde in geschlossenen Ställen kann nicht genug
darauf hingewiesen werden, dass frische Luft unter allen Umständen Vorrang hat vor warmer
Stalltemperatur. Auch Minustemperaturen werden von Pferden schadlos ertragen.


Außerdem kommen die Winterfohlen mit einem sehr dicken Fohlenpelz auf die Welt.

Gudrun
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najiibarabians
post Jan 8 2009, 08:26 PM
Post #29


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@Astrid,Dennis und Gudrun

Klasse,dem ist nichts hinzu zufügen.Alles auf den Punkt gebracht. rolleyes.gif

LG
Anja
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nirwan
post Jan 8 2009, 08:49 PM
Post #30


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QUOTE (Gudrun Irtzing @ Jan 8 2009, 08:58 PM)
a. ist so

b. würde ich damit erklären, dass der Boden hart ist und daher leichter ist. Weicher Boden wie die meisten Weiden sind, ist eigentlich Gift für Fohlen (nur mal so am Rande)

c. Durchfall - der Durchfall hat nichts mit der Rosse der Stute zu tun, sondern mit den Wurmlarven die sich im gleichen Zeitraum entwickeln. Eine Entwurmung der Stute kurz vor bzw. kurz nach der Geburt - vorrausgesetzt - kann im Frühjahr den Durchfall einschränken. Im Winter ist die Ansteckungsgefahr geringer, da sich die Wurmlarven nicht so gut ausbreiten.

d. Es war hier nicht die Rede von Halle oder Box. Zum Kälteempfinden des Pferdes hier mal ein Abhandlung von landwirtschaft-bw.info:

Eine Forderung, die das Pferd nicht stellt, ist die nach einem warmen Stall. Von allen Haustieren
besitzt das Pferd die ausgeprägteste Hitze-Kälte-Toleranz, die ebenfalls auf das ursprüngliche
Leben in der Steppe zurückzuführen ist, das von jähen Wetterstürzen und
großen Tag-Nacht-Temperaturdifferenzen geprägt war. Die Fehleinstellung vieler Pferdebesitzer,
die ihr eigenes Wärme-Kälte-Empfinden auf das Tier übertragen, führt oftmals
dazu, dass die Pferdeställe zu warm und darüber hinaus unzureichend belüftet sind.
Angesichts der zahlreichen hustenden Pferde in geschlossenen Ställen kann nicht genug
darauf hingewiesen werden, dass frische Luft unter allen Umständen Vorrang hat vor warmer
Stalltemperatur. Auch Minustemperaturen werden von Pferden schadlos ertragen.
Außerdem kommen die Winterfohlen mit einem sehr dicken Fohlenpelz auf die Welt.

Gudrun
*



ad b: komischerweise müssten dann alle zur "normalen" Zeit geborenen Fohlen Probleme mit ihren Beinen bekommen. Man sollte die dumme Natur darauf hinweisen, doch von uns Menschen zu lernen! dry.gif

ad c: also ich weiß ja nicht, wie sehr verwurmt Ihre Pferde sind, Frau Irtzing, aber wenn dieser Umstand bei Ihren Fohlen so große Durchfallprobelme hervorruft, sollten Sie ernsthaft die Entwurmungsintervalle verkürzen oder an Ihrem Weide-Entknödelungs-System feilen. Das dürfte bei einer regelmäigen anständigen Entwurmung ja wohl wirklich kein ausreichend starkesArgument sein, Fohlen im Winter zur Welt kommen zu lassen

ad d:stimmt: der beste Pferdestall ist jener, in dem die Pferdeknödel gefrieren. Unbestritten, allerdings bezieht sich Kälte/Wärmetoleranz wohl auf Pferde, die bereits ein gewisses Alter (Wochen/Monate) erreicht haben und ihr Immunsystem einigermaßen entwickeln konnten (die Immunstoffe in der Muttermilch halten auch nicht monatelang vor) und nicht auf Fohlen, die, zugegeben mit dickerem Fohlenfell, aber doch, erst zur Welt gekommen sind.
Und zwar in eine Welt wo sie für Monate nur gefrorenem/matschigem Erdboden oder eine u. U. staubige Box/Halle kennenlernen und die Außentemperaturen nur wenig über Null oder sogar drunter liegen, von frischem Grün, an dem man knabbern könnte, ganz zu schweigen (womöglich ist das jetzt auch gefährlich und sollte dringend unterbunden werden..)
...komischerweise berücksichtigen Wildtiere die - Ihrer Darstellung nach - vernünftige Wintergeburt nicht (außer Moschusochsen oder ähnliche Bewohner von Kälteregionen) sondern gebären ihren Nachwuchs rund um den Mai...

Der Beweis für die richtigere Wahl des Winters als Fohlengeburtszeit wurde m. E. noch nicht wirklich argumentativ klargelegt!
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Lo-Fi Version Time is now: 26th October 2014 - 04:23
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