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Full Version: Leberwerte
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Erna Kornelis
Hallo Forum,

Ich habe ein grosses Screening von Khalids (14, VA-Wallach, Freizeitpferd) Blut machen lassen, nun liegen die Resultate vor mir. Auffallend ist, dass der y-GT Wert 110 U/l beträgt, normal wäre unter 30. Kann mir jemand was darüber sagen?

Weiterhin zu hoch sind die Werte AST (GOT) in der Leber (629.3 U/l), der Kaliumanteil (5.0 mmol/l), Monocytenanteil (8%) und der absolute Monocytenanteil (564 /ul). Das Cholesterin (61 mg/dl) ist wohl zu niedrig.

Typische Probleme bei Khalid sind Allergien (Atemwege, Haut), Infektionsanfälligkeit und auffällig früher Verschleiss an den Gelenken. Rezent nun auch Melanome.

Ich werde heute Abend Rücksprache mit meinem TA halten, möchte mich parallel aber auch hier informieren, da ich glaube, dass auch hier einige kompetente Pferdekenner / Tierärzte mitlesen.

Mal sehen, ob sich dahinter nun ein echtes Krankheitsbild versteckt oder ob "nur" zu- bzw. anders gefüttert werden muss.

Um Aufklärung sehr dankbar,

Erna.
ernakornelis@yahoo.com
Gosh
Hallo Erna,

zu dem Krankheitsbild von Khalid kann ich Dir leider nicht viel sagen. Erhöhte Leberwerte weisen lediglich darauf hin, dass die Leberfunktion gestört sein könnte.

Als Leberwerte bezeichnet man eine Zusammenfassung mehrerer im Labor anhand einer Blutprobe bestimmter Werte, die Schädigungen des Organs Leber anzeigen sollen.

Dazu gehören die Aktivitäten der Leberenzyme AST (früher: GOT), ALT (früher: GPT) und GGT. Hinzu kommt die Konzentration des Stoffwechselproduktes Bilirubin im Blut. Die Aktivität des Enzyms Cholinesterase und der Quickwert geben Hinweis auf die Stoffwechselfunktion der Leber.

Ursache für einen Anstieg der Leberwerte können eine Vielzahl von , Erkrankungen (bakteriell, parasitär, viral), toxische Schädigung (durch Schimmelpilze, andere Drogen, Gifte aller Art) oder eine falsche Ernährung über einen längeren Zeitraum sein.


der Gamma - GT -Wert:
Das ist ein Eiweißstoff, der in Leber gebildet wird und dient als Marker für Leberbelastungen. Gamma-GT ist ein wichtiges Enzym des Eiweißstoffwechsels.
Wenn er zu hoch ist, kann das ein Anzeichen für ,Hepatitis, Leberzirrhose und andere Leber - oder Bauchspeichelerkrankungen sein. Muss aber nicht unbedingt ein Anzeichen für eine Schädigung sein.
Die Gamma-GT (Gamma Glutamyl-Transferase) spielt im Eiweißstoffwechsel eine wichtige Rolle. Bei kleinen Schädigungen der Leber ist es oft der erste Wert, der leicht erhöht ist. Deutlich gesteigerte Werte weisen meist auf eine akute oder chronische Virushepatitis hin.

Asat (auch GOT) und alat (GPT) sind Indikatoren für eine Leberzellschädigung. Asat und alat
Die Enzyme Asat (Aspartat-Aminotransferase, früher auch GOT genannt) und alat (Alanin-Aminotransferase, früher GPT) entstehen durch den natürlichen Abbau von Leberzellen. Deshalb lassen sie sich im Blut in bestimmten Mengen nachweisen.

Erhöhte Werte sind ein Hinweis darauf, dass ungewöhnlich viele Leberzellen zugrunde gehen. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn die Leber entzündet ist (Hepatitis) ist. Auch Lebertumoren und -metastasen können die Ursache sein.


hier sind einige Anhaltspunkte über den Informationsgehalt der einzelnen Parameter, für einzelne Organe oder funktionelle Systeme.

Bei den Laborbefunden ist zu beachten, dass einzelne Parameter eine Beeinflussung durch
*Tageszeit
*Futteraufnahme
*körperliche Belastung
*Errgegung
*oder auch verabreichte Medikamente
besitzen.


Großes Blutbild

Alkalische Phosphatase
Einheit = U/l
Refferenzbereich = bis 333
Organverteilung = Knochenzellen, Leber, Niere, Dickdarm
Diagnostische Bedeutung = Hepatopathien mit Cholestase, systemische Osteopathien, Ca/ P- Mangelzustände

Billirubin
Einheit = mg/dl
Referenzbereich = bis 3,1
Erhöhung = hämolytischer, hepatischer, posthepatischer Ikterus (Gelbsucht), Hungerbilirubinämie

Eisen
Einheit = ug/dl
Referenzbereich = >80
Verringerung = chronischer Blutverlust, Anämie

Gamma - GT
Einheit = U/l
Referenzbereich = bis 45
Organverteilung = Leber, Niere, Gehirn
Diagnostische Bedeutung = Hepatopathien, Cholestasen

GLDH
Einheit = U/l
Referenzbereich = bis 20.8
Organverteilung = Gehirn, Leber
Diagnostische Bedeutung = Hepatopathien mit Leberzellnekrose, Hapatitiden, Stauungsleber

AST / GOT
Einheit = U/l
Referenzbereich = bis 690
Organverteilung = Skelettmuskel, Leber, Herzmuskel
Diagnostische Bedeutung = Myopathien, Hepatopathien

LDH
Einheit = U/l
Referenzbereich = bis 606
Organverteilung = Skelettmuskel, Leber, Erythrozyten
Diagnostische Bedeutung = Myopathien, Hepatopathien, Hämolyse

CK - NAC
Einheit = U/l
Referenzbereich = bis 408
Organverteilung = Skelettmuskel, Gehirn, Herzmuskel
Diagnostische Bedeutung = Myopathien

Blutzucker
Einheit = mg/dl
Referenzbereich = 55-90
Erhöhung = Stresszustände, Glukokortikoidthrapie, ZNS- Krankheit, Diabetes
Verringerung = Hyperlipämie

Harnstoff
Einheit = mg/dl
Referenzbereich = 20-40
Erhöhung = proteinreiches Futter, Schockzustände, Dehydration, Urämie
Verringerung = ungenügende hepathische Synthese

Calcium
Einheit = mmol/l
Referenzbereich = 2,5-3,4
Erhöhung = Nephropathien, Hypervitaminose D
Verringerung = Laktationstetanie, Transporttetanie

Kalium
Einheit = mmol/l
Referenzbereich = 2,8-4,5
Erhöhung = Azidose, Urämie, hyperkaliämische periodische Paralyse, Hämolyse
Verringerung = Alkalose, enterale Verluste (Diarrhoe)

Magnesium
Einheit = mmol/l
Referenzbereich = 0,5-0,9
Erhöhung = Niereninsuffizienz
Verringerung = Tetanien

Natrium
Einheit = mmol/l
Referenzbereich = 125-150
Erhöhung = ungenügende Wasseraufnahme, hypertone Dehydration
Verringerung = Verluste durch Schwitzen, Niereninsuffizienz mit Polyurie

Phosphat anorganisch
Einheit= mmol/l
Referenzbeeich = 0,7-1,45
Erhöhung = sekundärer Hyperparathyreoidismus
Verringerung = P- Mangelzustände


Kleines Blutbild

Leukozyten
Einheit = k/ul
Referenzbereich = 5,0-10,0
Erhöhung = Entzündungen, bakterielle Infektionen
Verringerung = Virusinfektion, Endotoxinwirkung, toxische Schäden und Strahlenschäden

Erythrozyten
Einheit = M/ul
Referenzbereich = 6,5-9,0
Erhöhung = Hämokonzentration, Polyglobulie
Verringerung= Anämie, Hydrämie

Hämoglobin
Einheit = g/dl
Referenzbereich = 11,0-17,0
Erhöhung = s.o.
Verringerung = s.o.

Hämatokrit
Einheit = %
Referenzbereich = 33-45
Erhöhung = s.o.
Verringerung = s.o.

MCV
Einheit = fl
Referenzbereich = 37-55
Erhöhung = Makrozytose
Verringerung = Mikrozytose

MCH
Einheit = pg
Referenzbereich = 13,0-19,0
Verringerung = Hypochromasie

MCHC
Einheit = g/dl
Referenzbereich = 31,0-36,0
Verringerung = Hypochromasie

Thrombozyten
Einheit = k/ul
Referenzbereich = 100-300
Verringerung = Blutungsneigung


Differentialblutbild

Eosinophile Gran. (abs.)
Einheit = /ul
Referenzbereich = 40-350
Erhöhung = Endoparasiten, Ektoparasiten, Allergosen
Verringerung = Glukokortikoid- Hochstand

Stabkernige Gran. (abs.)
Einheit = /ul
Referenzbereich = bis 600
Erhöhung = Linksverschiebung, myeloische Leukose

Segmentkenige Gran. (abs.)
Einheit = /ul
Referenzbereich = 3000-7000
Erhöhung = Entzündungen, besonders bakteriell- eitrige Entzündungen
Verringerung = Virusinfektionen, bakterielle Toxine, aplastische Anämie

Lymphozyten
Einheit = /ul
Referenzbereich = 1500-4000
Erhöhung = chronische Infektionen, Leukose
Verringerung = Stresssyndrom

Monozyten
Einheit = /ul
Referenzbereich = bis 400
Erhöhung = virusbedingte Infektionskrankheiten

Zink
Einheit = umol/l
Referenzbereich = 11 - 15
Erniedrigung = Parakeratose

Selen
Einheit = umol/l
Referenzbereich = 1,3 - 2,5
Erhöhung = Vergidtung, Arzneimittel, Se- Speicherpflanze
Erniedrigung = Weißmuskelerkrankung, ernährungsbedingte Myopathien

Chlorid
Einheit = mmol/l
Referenzbereich = 95 - 105
Erniedrigung = CI- Verluste durch Schwitzen,metabolische Alkalose

Cholesterol
Einheit = mmol/l
Referenzbereich = 2,3 - 4,4
Erhöhung = Hyperlipämie, Cholestase, Hypothyreose
Erniedrigung = ungenügende hepatische Synthese

Kreatinin
Einheit = umol/l
Referenzbereich = 62,0 - 177,0
Erhöhung = wie Harnstoff, aber nicht alimentär beeinflussbar

Lactat
Einheit = mmol/l
Referenzbereich = < 1,0
Erhöhung = Belastung unter Hypoxie, Kreislaufinsuffizienz,Myoglobinurie, Laktazidose nach Kohlenhydratüberfütterung

Protein gesamt
Einheit = g/l
Referenzbereich = 55,0 - 75,0
Erhöhung = chronische Infektionserkrankungen
Erniedrigung = Unterernährung, chronische Darm- oder Lebererkrankungen, Proteinverluste durch Proteinurie, exsudative Dermatitis, Blutverluste

Albumin
Einheit = %
Referenzbereich = 45 - 60
Erhöhung = Dehydration
Erniedrigung = Lerberzirrhose, renale Verluste, Unterernährung

a1-Globulin
Einheit = %
Referenzbereich = 4 - 6
Erhöhung = chronische Entzündungen
Erniedrigung = Hepatopathien

a2-Globulin
Einheit = %
Referenzbereich = 5 - 13
Erhöhung = chronische Entzündungen, Neoplasien
Erniedrigung = chronische Hepatopathien

ß1-Globulin
Einheit = %
Referenzbereich = 12 - 17
Erhöhung = nephrotisches Syndrom
Erniedrigung = Autoimmunerkrankung, hämolytische Anämie

ß2-Globulin
Einheit = %
Referenzbereich = 10 - 20
Erhöhung = akute Entzündungen, Hepatopathien, Systemmykosen

y-Globulin
Einheit = %
Referenzbereich = 8 - 22
Erhöhung = akute Entzündungen, chronische Infektionen, Pyodermie, chronische Hepatopathie
Erniedrigung= Immunsuppression

Triglyceride
Einheit = mmol/l
Referenzbereich = 1,1 - 5,7
Erhöhung = Hyperlipämie

Puh, das wars. Ich hoffe, ich konnte Dir ein bißchen weiter helfen.

Liebe Grüsse Helena
nirwan
Hallo!

Man sollte Weiden und Heu auch mal auf "Wasserkreuzkraut" (Senecio Aquaticus) untersuchen. Ist eine Giftpflanze, deren Alkaloide die Leber dauerhaft schädigen und nicht mehr ausgeschieden werden. Die Pflanze bleibt im getrockneten Zustand giftig, verliert aber die Bitterstoffe und wird darum gefressen. Auf Weiden mit wenig Grün und hohem Weidedruck wird sie auch genommen.
Wenn die Leber zu sehr vergiftet und geschädigt ist, sterben die Pferde.
Ist in unserer Nachbarschaft passiert. Die Besitzer haben die Tiere auf der Uniklinik ganz genau untersuchen lassen.
Leberbiopsie wurde sogar zur Diagnose nach England in ein spezialisiertes Labor gesandt. Die BOKU Wien macht nun eine Studie über diese Pflanze, die in unserer Region oftmals in unglaublich hoher Dichte in den Wiesen auftritt.
Meist sind es Wiesen, die über ein gewisses Maß an Staunässe verfügen und sehr wenig gedüngt werden, also oft Bracheflächen oder Bioflächen, wo kaum oder kein Dünger hinkommt.
Bei näherem Interesse einfach "Wasserkreuzkraut" bei Gooogle eingeben.

Grüße
tofffeee
dem "jacobs-kreuzkraut" dass sich in den letzten jahren pestartig auch auf deutschen weiden verbreitet, sagt mal ebenfalls nach, dass es als erstes die leber schädigt. die giftstoffe reichern sich an und die vergiftung verläuft im anfangsstadium meist schleichend. normalerweise meiden pferde die pflanzen, aber man weiss ja nie.
im heu ist das kraut immer noch giftig, wird aber mitgefressen.
auch zu diesem kraut findet man im netz infos ohne ende.

ich weiss nicht, ob es wirklich an diesem kraut liegt, aber ich habe seit letztem jahr häufiger von pferden mit leberproblemen gehört als je zuvor.
barbara.gregory
Sorry, I don't know any German but are you asking about gamma GT values and is it in people or horses?

if you haven't already had an answer to your question if someone can translate it into English I may be able to answer for you.

Regards

Barbara
Rosi Straub
Es begann mit einer Kolik auf Leben und Tod. In der Klinik wurde durch Zufall bei einer Blutuntersuchung festgestellt, dass: Leberprofil: GGT: 258 U/L (normal 45 U/L) liegt. Seither wird er behandelt und bekommt auch hier zu Hause im Stall Infusionen. Ich möchte ihn nur noch in Watte packen, weil ich so Sorge habe. Nun erhöhte sich dieser Wert noch einmal. Die möglichen Ursachen für so einen hohen Wert wurden uns vom TA erklärt (Giftpflanzen, schlechtes Essen, Viren usw.).
Ich weiß nun gar nicht, was das für ihn bedeutet. Weiß es jemand von Euch? Hatte das jemand auch mal bei seinem Pferd? Ist wieder alles gut geworden?
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