Guest
Apr 15 2004, 11:31 AM
QUOTE
Wegen schwerer anatomischer Krankheiten/Deformationen bereits als Jungpferd unreitbar
Diese und andere ähnliche Aussagen liest und hört man derzeit immer öfter! (Nicht nur im Forum). Ich halte das für sehr bedenklich. Ist das der Preis für die Schönheit und Folge der Zucht vorwiegend nach Pedigrees?
Mich würde interessieren, sind das bestimmte Linien, um welche Defekte handelt es sich hierbei und was kann man tun, um die Zucht und Rasse zukünftig davor zu bewahren? Bitte Betroffene äußert euch, wenn auch anonym.
Dennis
Apr 15 2004, 11:43 AM
Die Frage drängt sich auf, was das mit "Schönheit" zu tun hat. Wer sagt, dass diese anatomisch kranken Tiere "schön" sind? Vielleicht sind sie krottenhässlich?
Ohnehin kann ein Araber nur wirklich schön sein, wenn er dem Zuchtziel entspricht und das ist ein funktionaler UND typvoller Araber.
Carina
Apr 15 2004, 11:50 AM
Guest
Apr 15 2004, 11:54 AM
Weil das arabische Pferd heute überwiegend nach seinem Aussehen bewertet wird, zeigen uns doch deutlich die Araberschauen. Leistungstests sind nach wie vor keine Pflicht. Und noch grazilere und edlere Araber zu züchten, ist für viele vorrangiges Zuchtziel...
Guest
Apr 15 2004, 11:55 AM
Die Überschrift ändert aber nichts an der Tatsache, die im Text steht
Guest
Apr 15 2004, 12:15 PM
@ Dennis
Gibt es überhaupt krottenhässliche Araber?
Wir haben eine junge wunderschöne AV-Stute im Stall, Tochter eines Goldhengstes und einer Klassensiegerin-Mutter aus Eliteeltern-/Großeltern.
Kissing spins. Unreitbar.
Wir versuchen gerade, ob sie evtl. eingeschränkt fahrbar ist.
Weil - bei und wird sie kein Fohlen bekommen.
Oder wir geben Sie weg an jemanden dem es reicht Pferde nur anzusehen.
Davon gibt es leider genug.
Erna Kornelis
Apr 15 2004, 12:37 PM
Ich sag's wirklich ungerne, weil ich eigentlich Werbung fuer den Araber machen moechte, aber mein Vollblutaraber ist zwar reitbar, aber leider mit langen Verletzungspausen. Er hatte schon fast alles, was man so in einem Buch ueber Pferdekrankheiten nachlesen kann. Traurig, aber wahr.
Ob das an falschen Zuchtentscheidungen lag, bezweifle ich. Er ist rein aegyptisch gezogen und asil ("echtes Wuestenblut"? - man verzeihe mir meinen Zynismus), sein Vater ist Al Kidir (HLP also keine Garantie fuer robuste Sportaraber?), seine Mutter Rashaqa (Ibn Amaal x Ramses Nurel Tai). Es gibt viele Al Kidir Kinder, das Blut auf der Mutterseite ist auch nicht gerade selten, trotzdem gibt es viele schoene und gesunde Verwandte.
Ich nehme an, dass der Zuechter danach strebte, eine korrektes, schoenes Pferd zu zuechten - mein Pferd ist bestimmt nett und schoen anzusehen, bei nahender Betrachtung hat er aber grosse Maengel. Er wurde uebrigens von der Kommission mit einer 4 eingetragen.
Schlimmer finde ich allerdings, dass er (nachdem er fuer 3 Monate in Beritt kam) als Deckhengst benutzt wurde und 8 Fohlen brachte. Diese Entscheidung ist an sich noch nachvollziehbar, aber: erst NACH Beendung seiner Karriere als Deckhengst kam er zu mir und wurde von mir im Distanz/Freizeitsport eingesetzt und konnte der Belastung (die seinem Trainingszustand wirklich angemessen war) nicht standhalten. Was haben wir? Ein Weidepferd das trotzdem Nachkommen hat, weil keiner ahnte, dass aus dem Hengst mit dem verheissungsvollen Pedigree ein Hengst wurde, der es gesundheitlich nicht packt, 3 Mal die Woche beschwerdefrei geritten zu werden.
Deshalb fordere ich, dass man Hengste erst decken laesst, nachdem man sie im Sport getestet hat. Wenn dies auch keine Garantie fuer gute Sportpferde ist (Bsp Al Kidir - mein Pferd), man sollte zumindest versuchen, die Gefahr "unreitbare" Pferde zu bringen so einzudaemmen.
Dennis
Apr 15 2004, 12:44 PM
Das ist schlimm und ich wünsche keinem, dass er so viel Pech mit seinem Pferd hat. Aber Garantien gibt es leider keine. Al Kidir hat wirklich eine exzellente HLP hingelegt, er ist kurz, kompakt im Körperbau, drahtig, sehnig auch heute noch im hohen Alter (er steht bei Herrn Ponnath und ist "pumperlgesund" wie man in Bayern sagt). Die Mutter kenne ich nicht, aber vielleicht sollte man bei den Arabern auch endlich erkennen, dass es genauso auf die Stute wie auf den Hengst ankommt?
Erna Kornelis
Apr 15 2004, 01:29 PM
Ich wollte nur noch anmerken, dass ich, trotz der recht vielen Sorgen, natuerlich sehr gluecklich mit meinem Pferd bin; er hat einen Traumcharakter und einen enormen Leistungswillen. Man merkt, wie sehr es ihn mitnimmt, sich nicht wie gewohnt zu bewegen. Momentan geht es aber wieder bergauf.
Eigentlich wollte ich nur sagen, dass diese Erfahrungen mich nicht vom Arabischen Vollblut abgeschreckt haben. Vielmehr lehren sie mich tagtaeglich, wie schwer Pferdezucht doch ist, und dass man unendlich viele Faktoren beachten muss, um die Risiken zu vermindern. Der Rest ist wie immer Glueckssache
HLM
Apr 15 2004, 01:34 PM
Liebe Erna
Es ist wirklich ehrenhaft, dass Sie mit der Wahrheit herauskommen.
Ich bin genau der gleichen Einstellung, schon aus Erfahrungen.
In allen anderen Pferdezuchten werden die Pferde geprueft, bevor man mit ihnen deckt. Daher hat doch die Tb und Qhorsezucht so einen grossen Erfolg.
Die Original Importeure der SE's in Canada and USA haben diese Araber geprueft und ehrlich durchgezuechtet. Das waren aber durchschnittlich Pferdeleute, mit viel Ahnung und Erfahrung.
Denen konnte man nichts vormachen. Deren Nahme war ebenfalls important, sodass sie niemals ein dreibeiniges Pferd als Rennpferd anboten oder sogar davon zuechteten.
Als dann der Goldrush anfing, wurde alles kurz durch den Gemuesegarten gezuechtet, heute noch. Man zuechtet von "catalogue horses" geht nach dramatish hergestellten photos, erkennt keine guten Gaenge und dann steht eben das Gewerbe.
Oft aber sind im Besitzt gute Se's, die man aber "so gut findet" dass man sie nicht unter Sattel bringt und prueft, vor Angst, dass sie eine Schramme bekommen koennten. Das ist so schade.
Have a nice day
Hansi
Serenity Arabian Farms
paelmchen
Apr 15 2004, 03:18 PM
Hi Erna !
Ist ja traurig Deine Geschichte, aber doch etwas tröstlich, dass er charakterlich so toll ist.
Eine Garantie ob man ein reittaugliches und auch auf Dauer belastbares Reitpferd kauft, gibt es bei keiner Rasse.
Aber die Selektionskriterien sind meiner Meinung nach bei den "Anderen" besser.
Bei den englischen Vollblüter kommt kein Hengst ohne entsprechendes GAG in die Zucht.
Wir können nur jedem empfehlen genauer hinzusehen, und auf jeden Fall eine AKU, wenn möglich in einer Pferdeklinik machen zu lassen.
Das ist dann zwar auch noch keine Garantie, aber sicherlich schon sehr aussagekräftig, denkt man gerade an die zum Teil schlechten Fundamente einiger Vollblutaraber.
Last not least darf man aber auf gar keinen Fall ausser Betracht lassen, das Pferd durch ein ausgewogenes Trainingsprogramm schonend auf seine Aufgabe als Reitpferd vorzubereiten.
Dort werden auch sehr viele Fehler gemacht, und dann steht man plötzlich vor dem irreparablen Schaden.
ciao roland palm
Sabine
Apr 15 2004, 03:26 PM
Roland, das was Du da schreibst finde ich sehr wichtig. Leider wurde mein Wallach wirklich von einem sogenannten Ausbilder gesundheitlich vermurkst. Gottseidank nicht irreparabel, aber es hat fast ein Jahr gedauert bis er wieder so weit hergestellt war, das ich ihn problemlos reiten konnte.
Aber es gibt leider auch Pferde, die anatomisch einfach nicht mehr zum reiten gemacht sind.
HLM
Apr 15 2004, 04:52 PM
Lieber Roaland
Da stimmt ganz genau. Hier giebt man schon 3jaehrigen ein volled Gebiss ins Maul und macht den Ruecken fest und kaputt. Solche Pferde wieder richtig hinzukriegen braucht einen Meister, und selbst da geht es selten.
Ich wuenschte jeder wuerde einen Monat zum Herrn Von Neindorf gehen, damit man "das richtige Bild" in den Sinn bekommt und
dann arbeitet um es zu kopieren. Oder zu IHnen zu gehen und mindestens 14 Tage einen richtigen Unterricht nehmen.
Ich wuenschte ich waere drueben und wuerde gerne mithelfen.
Ohne gesunde Ausbildung des Reiters geht es doch einfach nicht. Nur dann kann doch solcher Mensch auch anfangen sein Pferd gesund auszubilden.
Man braucht ja nicht in die hoeheren Dressurstufen zu gehen, schon eine saubere A und die schwierigerer L genuegt doch schon fuer viele stress performances. Wenn das Pferd lernt sich zu biegen, richtig zu wenden, an den Zuegel steht und der Reiter geschmeidig und balanziert im Sattel sitzt ist doch vieles geschaft.
Z.Beispiel. Wir haben hier Gross Tb Gestuete ,manche haben 800 bis 1200 Zuchtstuten. Hunderte von foals werden geboren jedes Jahr.
Sowie diese foals 18 Monate alt sind, gehen sie unter Sattel und dann reiten die ganzen exercise riders- manchmal 3o-40- zusammen aus. Das geht dann durch das Gelaende im Schritt und Trab, und man kommt dann trocken wieder nach Hause. Ich glaube, so macht man es auch in England und Irland. Diese ehrliche und schadenfreie Ausbildung gibt diesen Vollblueter immer einen extra Schritt vorwaerts, wenn sie ins wirklich Renn Training gehen, was usually 3 Monate speater ist. So machen es auch wir, und gaben all unseren Rennpferden -allerdings erst angefangen als 3-Jaehrige-diese Grundausbildung, aber auch mit der Anfangsdressur verbunden. Das Resultat war excellent.
Wenn man nun longdistance reitet, muss das Pferd sogar noch mehr ausgebildet sein und der Reiter mehr wissen und koennen, als sein Pferd.
Have a nice day
Hansi
Serenity Arabian Farms
Angela
Apr 15 2004, 07:53 PM
QUOTE (HLM @ Apr 15 2004, 05:52 PM)
Ich wuenschte jeder wuerde einen Monat zum Herrn Von Neindorf gehen, damit man "das richtige Bild" in den Sinn bekommt und
dann arbeitet um es zu kopieren. Oder zu IHnen zu gehen und mindestens 14 Tage einen richtigen Unterricht nehmen.
Auch wenn's nicht ganz zum Thema passt - ich habe deinen Rat befolgt und habe letztes Wochenende im Reitinstitut von Herrn von Neindorff verbracht

Ich bin wirklich begeistert, und sehe jetzt zu, daß ich weiterhin so oft wie möglich hinfahre (ist aber gar nicht so einfach, da 250km von uns entfernt...). Ich kann es nur bestätigen, wer die Chance hat, sollte es wahrnehmen, solange es noch geht. Jemand wie von Neindorff gibt's kein zweites Mal, das ist mir am Wochenende klar geworden! Wenn ich im Sommer noch etwas Urlaub bekomme, dann fahre ich mal eine Woche am Stück runter... Mit Araber im Gepäck!
Viele Grüße
HLM
Apr 15 2004, 09:58 PM
Dear Angela
I just got goose bumps, reading that you went to von Neindorf.
Wow, now you know what Roland and I are talking about.
I even sent one of my clients from Texas there, AND HER EYES GOT WIDE OPEN, and she continues the learning, lovong it.
It is a priveledge to see it, to take part in it, BECAUSE ONE WILL NEVER EVER FORGET. the Arabian horses will be so greatful if their owners now practize what is over 2500 years old since Xenophone.
iT WILL BE VERY DIFFICULT TO DEFEAT you, with the knowledge you will receive.
Have a great day, you just made mine.
Hansi
Serenity Arabian Farms
Guest
Apr 16 2004, 04:25 AM
Eine gute reiterliche Ausbildung ist schon wichtig anschließende langjährige Erfahrung mit Pferden noch mehr.
Aber als gebranntes Kind würde auch ich
NIE WIEDER !!!
einen Araber ohne große Ankaufsuntersuchung, also mit Röntgenbildern kaufen.
Hufrollenentzündungen bei Pferden, die 3jährig von der Weide kommen, ist für mich eine verfehlte Zuchtpolitik, das darf nicht sein.
Wenn es nach mir ginge, dürften Araber nur nach bestandener großer AKU in die Zucht, um den Tieren und Besitzern Leid und Kosten zu ersparen.
Flo
Apr 16 2004, 05:56 AM
Oder die vielen Ekzemer.
Ich finde es schlimm, wenn gerade Araber im Sommer tagsüber im Stall stehen müssen, weil sie sich sonst blutig scheuern
Verena1
Apr 16 2004, 06:35 AM
Unüberlegtes Vermehren ist einer der grössten Gründe für genetische Defekte.
Mittelmässige bis schlechte Stuten werden mit gleichwertigen Hengsten gedeckt zur reinen Vererbung und diese Leute schimpfen sich dann noch gross "Züchter" mit eigenem Gestüt und "rein sowieso". Absolut bedenklich.
Ueberbiss, Einhoder, Kissing-Spins, Ataxie, Sommerekzem, usw. gehören zum Alltag in vielen Ställen und mit diesen kranken Tieren wird munter weiter gezüchtet!
Ich kenne da verschiedene Beispiele!
Wo soll das hinführen!
Melitta Burger
Apr 16 2004, 06:48 AM
Das fängt schon damit an, dass Hengste trotz offensichtlicher schwerer Fehler "auf Wunsch des Besitzers" eingetragen werden dürfen. Wenn, wie Erna schreibt, ein Hengst mit einer 4 (!!!) zur Zucht zugelassen wird, dann ist das einfach nur bescheiden. Und Ernas Pferd ist keineswegs das einzige mit einer solchen Bewertung, das in der Zucht aktiv ist.
Auf die Stuten wird noch weniger Augenmerk gerichtet, obwohl die mindestens den gleichen Anteil am Fohlen haben (aus meiner Sicht vererbt die Stute oft mehr als der Hengst). Bis vor kurzem konnte man die ohne jede Bewertung eintragen lassen!
Dann entscheiden sich viele Leute aus Geldgründen oft für einen Hengst, der halt noch bezahlbar ist (was jetzt nicht heisst,dass die Teuren immer die Guten sind).
Die wenigsten Züchter haben ein Einsehen, wenn ihr Pferd schlecht bewertet wird. Da ist dann allein die Kommission schuld und die schlechten Noten waren natürlich einzig dem Neid zuzuschreiben.
Man könnte Romane schreiben...
ein Letztes noch: Seit die "hübschen" Hechtköpfchen Mode sind, ist das allein oft das einzige Kriterium und Ziel. Ein Pferd zum Reiten braucht aber ein gutes, kräftiges Fundament, es braucht Muskeln und es braucht offene, weite Luftwege. Je "ätherischer" die Tiere aussehen, desto weniger sind sie für echte Leistung geeignet. Wenn sie aber nicht "ätherisch" aussehen, dann verkaufen sie sich schlecht...
Ach, das ist einfach schwierig... das ewinzig sichere für mich ist: SO ist der Weg falsch. Wie man das aber richtig machen kann, weiss ich auch nicht so wirklich.
Erna: Vor deiner Ehrlichkeit habe ich tiefen Respekt. Das kommt nicht oft vor in unserer "Szene". Hut ab.
GastGuest
Apr 16 2004, 07:56 AM
" Ätherisch " wirkende Araber sind nicht für echte Leistung geeignet? Das ist doch ein dummes Vorurteil. Genau wie das alle Araber kräftige Fundamente haben müssen. Ein zierlicher Araber und ein Röhrbein wir ein 170cm Warmblut. gggrrrrr
babara
Apr 16 2004, 08:13 AM
Hallo GastGuest, es spricht hier keiner von einem Fundament eines Warmbluts!
Ich habe eine solch "ätherische" Stute gesehen. Ausstrahlung, Köpfchen, Bewegungen Wow!!! Die Stute hat mich sehr beeindruckt - aber ich hätte sie nicht geschenkt haben wollen! Wunderschön, aber Röhrbein(chen) von einem Welsh-A-Pony. In meinen Augen von einem Erwachsenen definitiv nicht reitbar ohne das Tierchen kaputt zu machen. Aaaber schön, ja das schon. Ein Pferdchen zum Anschauen eben.
P.s. die Stute war ausgewachsen, ich glaube 7 Jahre alt.
Guest
Apr 16 2004, 08:33 AM
Letzte Hengsteintragung Aachen:
Gemunkele, daß ein sehr guter Hengst nicht zur Schleifenvergabe zugelassen wurde wegen Überbiss. Der Besitzer sagt Dummes Gerede.
Vom Verband gibt es keine Information wegen Datenschutz für Hengste
Muß der unmündige Stutenhalter wohl heimlich dem Hengst ins Maul schauen.
Verband Der Züchter Des Arabischen Pferdes?
oder
Interessengemeinschaft der Hengsthalter?
Dennis
Apr 16 2004, 08:36 AM
Das finde ich wirklich nicht in Ordnung.
Warum werden die Bewertungsbögen denn nicht transoparent, d.h. zugänglich gemacht?
Geht es um Verbesserung der Zucht oder um sogenannten "Datenschutz"; was in diesem Zusammenhang ja wirklich lächerlich ist.
Erna Kornelis
Apr 16 2004, 08:46 AM
Wie, man kann die Bewertungsboegen nicht einsehen?!
Womit wird das denn begruendet?
Dr Daniel Wigger
Apr 16 2004, 08:49 AM
QUOTE (aletheia @ Apr 16 2004, 07:48 AM)
Ein Pferd zum Reiten braucht aber ein gutes, kräftiges Fundament, es braucht Muskeln und es braucht offene, weite Luftwege. Je "ätherischer" die Tiere aussehen, desto weniger sind sie für echte Leistung geeignet. Wenn sie aber nicht "ätherisch" aussehen, dann verkaufen sie sich schlecht...
Hallo Aletheia,
ja, ja - Sie haben ja nicht Unrecht. Aber zweierlei stört mich an Ihren Aussagen:
1. Die anthropozentrische Sicht, daß ein Pferd "zum Reiten" da sei mit den sich daraus ergebenden Anforderungen ans Exterieur.
Ich erlaube mir, einen Araber nur zum Angucken und Zeigen zu halten, weil ich mich am Umgang mit diesem Wesen, an seinem "ätherischen" Aussehen und an seinen schwebenden Bewegungen erfreue. Diese Freude würden wir beide nicht mehr empfinden, wenn ich draufsäße ...
2. Die fälschliche Annahme, "ätherisches" Aussehen mit Leistungsschwächen in Verbindung zu bringen.
Hierfür gibt es schlicht keine Beweise, nur Gerede - übrigens nicht mehr und nicht weniger als bei anderen Rassen auch. Und gerade wegen seiner ätherischen Schönheit wird es in der Araberzucht immer eine große Zahl an Züchtern geben, denen die Reiterei bei diesen Tieren sekundär ist. Finde ich auch nicht schlimm. Wenn aus anthropozentrischer Sicht die Reiterei Zuchtzweck sein darf, dann darf die Zucht von "Vorgartenzwergen" auch Selbstzweck sein. Ulkigerweise ist deren Markt ja sogar besser, als der der Reitaraber.
Irgendwie kann ich mich auch des Eindrucks nicht erwehren, daß auch immer noch der Irrglaube aus unwissenden Reiterkreisen kursiert, ein Hechtkopf oder der Araberknick (der keiner ist) würden die Luftwege einengen und ein feines Exterieur/Fundament würde die Tiere beeinträchtigen. Das Gegenteil ist der Fall, wie ich an anderer Stelle schon ausgeführt habe. Stichwörter: Adaptation Unterkieferäste + Kaumuskulatur an silikatreiche Wüstengräser; Aufwölbung Hirnschädel + Nasenbein zwecks Luftkühlung via Nasen- u. Stirnhöhlen-schleimhäuten; weniger Masse/größere Hitzetoleranz durch hohe Knochendichte + Sehnenfaserdichte; weniger Muskelmasse/höhere Muskelfaserqualität. Kann man übrigens wunderbar bei Klynstra und anderen nachlesen ...
Gerhard.Brucker@
Apr 16 2004, 08:55 AM
Hallo Babara,
du glaubst es. Glauben ist nicht wissen. Ich kenne einige
Araber mit zarten Beinchen die ganz gut halten. Andererseits kenne ich einige Araber mit kräftigem Fundament die ernsthafte Probleme haben. Röhrbeinumfang ist nun mal nicht alles.
Melitta Burger
Apr 16 2004, 09:06 AM
Hallo Dr. Wigger,
aber natürlich gibt es Leute, die einen Araber allein wegen ihrer Schönheit halten und wenn sie das Tier - ohne mit ihm zu arbeiten - mit genügend frischer Luft und Bewegung beglücken, dann ist dagegen doch nichts einzuwenden!! Dann braucht es schlicht und ergreifend auch keine Reiteigenschaften.
Meine Aussagen zu diesem Thema betreffen aber den REITBAREN Araber. Und für mich speziell einen Araber, der WIRKLICH Leistung bringt, einen, mit dem ich auch in schwierigem Gelände sicher gehen kann, einen, der zumindest kleine bis mittlere Sprünge schafft, der problemlos einen Ritt von 80 km schafft. Und für DIESEN Anspruch brauche ich das, was ich vorhin schon erwähnt habe - ein Pferd mit einem guten, kräftigen Fundament, mit guter Muskulatur und offene Luftwegen. Für meine Zwecke hilft mir ein Pferd nicht, das im Galopp schnauft und schnorchelt (hab ich mehrfach erlebt). Und ich bleibe dabei, dies allerdings eben aus der Sicht einer Reiterin: Je "ätherischer" die Tiere aussehen, desto weniger sind sie für echte Leistung geeignet.
Das macht nun die "ätherischen" Pferde nicht schlechter als die anderen. Es macht sie nur für meine Zwecke unbrauchbar. Und deshalb würde ich mit einem solchen Pferd auch nicht züchten, weil es meinen Anforderungen nicht entspricht. Insofern argumentiere ich natürlich (wie auch anders?!) aus MEINER Sicht der Dinge.
Allerdings: ein Pferd, das mit einer 4 gewertet ist, gehört in gar überhaupt keine Zucht. Weder bei den Reitern noch bei denen, die sich an der Schönheit erfreuen wollen. Denn bei einer 4 MUSS es deutliche Makel geben.
Das mit den Bewertungen stimmt. Man darf sie nicht einsehen, es sei denn, der Besitzer gibt das frei. Ansonsten DARF der Verband Benotungen nicht herausgeben. Das ist natürlich extrem schade, aber eine fast zwingende und logische Folge der Eintragungspolitik, die ich - völlig unabhängig von der Frage, welches Zuchtziel ich nun verfolge - schlicht und ergreifend für falsch finde. Nochmal: Ein mit 4 bewertetes Pferd gehört nicht in die Zucht.
Dennis
Apr 16 2004, 09:33 AM
Das Problem ist meiner Meinung nach einfach erklärt, aber schwierig (bis gar nicht) zu lösen.
Ich sehe das so:
Ein wunderschöner Araber mit einem bezaubernden Kopf findet immer Liebhaber - in Reiter- und in Schaukreisen.
Da ein Züchter aber wesentlich mehr Geld von einem "Show"-Menschen erzielen kann, und weil der dafür auch noch umsonst Werbung für das Pferd bzw. für den Züchter macht, wenn Schausiege errungen werden, kriegt der den Zuschlag. Was nicht heißt, dass das "Seepferdchen" nicht auch den Reiter glücklich gemacht hätte.
Und warum soll ein Schausieger zusätzlich noch für viel Geld unter dem Sattel trainiert bzw. vorgestellt werden? Für wen?
Stutenbesitzer ist ein Schausieg doch offensichtlich sowieso mehr wert (haben wir ja schon oft genug gehört).
Araber mit eklatanten Exterieufehlern (+ hübschem oder hässlichem Kopf) haben auf Schauen wenige Chancen; für die wird nun im Bereich der "Freizeitreiter" nach Kunden gefahndet. Und Pferde mit "hässlichen" (Verzeihung) Köpfen haben auf Schauen ebenfalls keine Chance.
Was dazu führt, dass das Vorurteil in Freizeitreiterkreisen Bestätigung findet, dass
entweder alle Araber massive Exterieurfehler hätten
oder die hübschen nicht leistungsfähig wären, sondern nur die "derben"
Besonders,wenn sie sehen, wie "schön" Araber auf Schauen aussehen!
Lösung des Problems?
Gabriele Schweiher
Apr 16 2004, 09:35 AM
ein starkes röhrbein muss nicht gleichzeitig auch ein stabiles röhrbein sein, es kommt auf die Knochendichte an, wobei ein feines Röhrbein mit einer besseren Dichte stabiler sein kann als ein dickes Röhrbein mit weniger Dichte, so hat mir mal ein erfahrener Pferdemann mal erzählt. Bitte um Korrektur, falls ich damit falsch liege.
Gruß
Verena1
Apr 16 2004, 09:41 AM
Schöne Köpfe - unreitbar
"hässliche" Köpfe - tolle Reitpferd
Wieso wird immer alles auf diese Aussagen gemünzt.
Ich kenne verschiedene Schauchampions, die hervorragend unter dem Sattel gehen, auch mit "Hechtköpfchen".
Dies hat sicher nichts mit einer Beeinträchtigung von normaler Leistung zu tun.
Wichtig ist aber, dass gesunde, korrekte Pferde gezüchtet werden, ohne genetische Prädispositionen, wie bereits erwähnt und dies geht ja alleweil, wenn man verantwortungsbewusst züchten will!
almuntaha
Apr 16 2004, 10:06 AM
Hallo Aletheia u.a.,
ich habe in Qatar vor 2 Jahren einen 120km Distanzritt in der Wüste hautnah erlebt und kann nur berichten was ich sah:
Ein Vollblutaraber (2.Platz) mit einem s.g. Hechtköpfchen und Röhrbein von etwa 17!!! Wir begleiteten diesen Reiter streckenweise mit dem Jeep um ihn mit Wasser zu versorgen (38 Grad C. in der Wüste!) und ich habe KEIN Schnaufen oder gar Röcheln gehört, sondern eine gleichmäßige Atmung unter Belastung. Der Sieger dieser Distanz benötigte übrigens ziemlich genau 9 Std. inkl. der Regenerationspausen und der Zweitplatzierte eine gute Viertelstunde länger!
Wie Dr. Wigger schon erwähnte hat der "Dish" NICHTS mit einer Beeinträchtigung der Atmung zu tun; diese Kopfform hat es auch beim klassischen Araber der Beduinen schon gegebenen (natürlich auch gerade Profile).
Ein Röhrbein von 20(!!!)cm, wie es heute immer häufiger vorkommt (siehe Hengstanerkennung!), kann nicht wirklich als Zuchtziel gelten. Man vergleiche Röhrbeinumfänge anderer Rassen (z.B. Warmblut)...
Über diesen Punkt sollte sich mancher einmal mit der Eintragungskommission unterhalten. Auch hier kann ich nur Dr. Wiggers Ausführungen erneut ansprechen: Umfangstarkes Röhrbein = KEINE Garantie für gutes Fundament!!!
In der Beduinenzucht sind solche Maße wohl kaum, oder nur sehr selten vorgekommen. Es gibt viel Literatur dazu von Reisenden, welche diese "Ur"-Araber in den Ursprungsgebieten gesehen und teilweise auch vermessen und bildlich dokumentiert haben! Schauen Sie sich diese Beine an; fein, aber wie bekannt belastbar!!!
Das Hengste mit einer Gesamtnote 4 im VZAP eingetragen werden zur Zucht liegt doch an uns selbst!!?
Würde die Mehrheit der VZAP-Mitglieder sich für eine Wiedereinführung der Körung mit anschließender HLP aussprechen, hätten wir dieses nicht ständig zu diskutieren. Zwar würde auch in diesem Fall ein Hengstbesitzer, welcher NICHT selbst reitet nur seinen Beschäler für die Zeit der Vorbereitung und Absolvierung der HLP reiten lassen, ABER die gewünschten Leistungsnachweise wären (je nach Auge des Betrachters) erbracht.
Lieben Gruß
Christian
Guest
Apr 16 2004, 10:08 AM
QUOTE
aber natürlich gibt es Leute, die einen Araber allein wegen ihrer Schönheit halten und wenn sie das Tier - ohne mit ihm zu arbeiten - mit genügend frischer Luft und Bewegung beglücken, dann ist dagegen doch nichts einzuwenden!! Dann braucht es schlicht und ergreifend auch keine Reiteigenschaften.
Die Leute tun ihren Pferden aber keinen Gefallen damit. Denn gerade der geistig agile Vollblutaraber, der intelligent und wissbegierig ist, will arbeiten, lernen und beschäftigt werden und sucht die Nähe zu seinem Menschen. Daher eignet er sich ja auch so gut als Freizeitpartner. Sie leiden darunter, wenn sie keine Zuwendung ihrer Menschen bekommen und nur notdürftig abgefertigt werden.
Habt ihr mal gesehen, wie sich der Gesichtsausdruck eines Arabers verändert, wenn er geistig und reiterlich gefordert wird. Der strahlt regelrecht, die Augen funkeln, der Körper formt sich entsprechend und sie werden beweglicher. Sie haben eine Aufgabe und sind zufrieden. Sie wollen nicht nur auf der Weide stehen. Noch schlimmer, wenn sie nicht in der Lage sind, aufgrund körperlicher Defekte. Und seien es nur Zirkuslektionen oder Spaziergänge, die man mit ihnen macht, Hauptsache sie sind beschäftigt. Denn sie wollen ja.
SusiGuest
Apr 16 2004, 10:08 AM
Genauso ist es.
TinaGuest
Apr 16 2004, 10:22 AM
Hallo,
Tatsache ist halt leider, daß nicht alle guten Schaupferde nur Schaunachwuchs bringen sondern oft normale Pferde dabei herauskommen. Ebenso die nur "Anschaupferde". Und diese Pferde landen dann oft in der "Freizeitreiterei". Was passiert aber dann, wenn sie solche Probleme haben? Die zukünftigen Besitzer sind gefrustet. Die Pferde leiden darunter. Man darf beim Züchten nie vergessen, daß man für seine Nachzucht verantwortlich ist. Und das Leid der Pferde mit Hufrollen, Ataxien etc. ist vorhanden. Kann man das als Züchter verantworten? Ich meine jetzt nicht die Verantwortungsbewußten Züchter denen sowas mal passiert. Sondern die die "Schönheit" über alles stellen und nur danach selektieren.
Gruß Tina
Verena1
Apr 16 2004, 10:51 AM
Fundament:
Wie bereist schon von vielen erwähnt, hat ein korrektes Fundament nicht nur mit der Stärke des Röhrbeines zu tun, sondern beinhaltet viel wichtigere Aspekte wie Einschienungen, Gelenksausbildung, etc. die die Belastbarkeit ergeben.
Wieso kommt immer wieder die Idee auf, dass die schlechten Pferde in der Schauszene verkehren?
Ich kenne fast nur Problempferde in der sogenannten "Freizeitzucht", wo sich die meisten Leute überhaupt nicht mit "Was heisst züchten" beschäftigen, sondern einfach nur vermehren!
TinaGuest
Apr 16 2004, 11:11 AM
Hallo,
die vielen Problemfälle die ich kenne kommen meist von "Ägypterzüchtern" die selbst nicht reiten aber bildschöne Pferde haben und diese ausschließlich zum Anschauen züchten. Vor vielen Jahren haben sich diese Pferde von selbst verlauft und waren zum reiten "zu schade". Jetzt haben viele dieser Züchter die Ställe voll und den "Freizeitreitermarkt" gefunden. Es geht mir nicht um Schaupferde sondern darum wenn das Zuchtziel die Funktionalität des Körpers nicht mit einschließt eine jegliche Zucht bedenklich ist. Ob Hund oder Pferd. Ein Tier ist kein Kunstobjekt. Und wer sowas möchte soll sich ein anderes Hobby aussuchen. Eine solche Haltung wird ein Tier nicht gerecht.
Wenn sich jamnd ein Pferd nur zum anschauen kaufen möchte, kein Problem wenn die Haltung stimmt. Aber damit Pferde nur zum Anschauen züchten nein!
Gruß Tina
Guest
Apr 16 2004, 11:28 AM
@ Christian
Die Beduinenpferde waren im Schnitt auch fast 10 cm kleiner als die heutigen, prozentual sollte sich der Röhrbeinumfang vergrößert haben.
Wenn wir schon bei den Beduinen sind, haben die ihre Pferde zum reiten oder ansehen und durchfüttern gehalten? Was haben die mit unreitbaren Pferden gemacht????
@ Verena
Viele Pferde der Schauszene werden überhaupt nicht geritten, woher soll man wissen, ob sie jemals geritten werden geschweige denn, daß sie belastbare Nachkommen haben können?
Unter belastbar bestehe ich, daß sie täglich mindestens 1 Stunde geritten werden können, - über Jahre!
Nicht eine HLP und den Sattel dann wieder drauf für Promozwecke.
Reitbar oder belastbar ist ein großer Unterschied.
Pferde, die für die Show nicht taugen landen zwangsläufig beim Freizeitreiter.
Wohin auch sonst, wenn nicht gleich zum Schlachter.
Das bleibt dann dem Freizeitreiter überlassen, dem ein Pferd verkauft wurde, was normalen Anforderungen nicht gewachsen ist.
Tierärzte und Tierkliniken können ein Lied von kranken Arabern singen.
Wenn das so weiter geht, schadet dem Image des Arabers bald viel mehr als das Durchgeknallten-Klischee.
almuntaha
Apr 16 2004, 11:50 AM
@guest:
Wir haben KEINE Zuchtpferde im Stall mit Stockmass 159cm und Röhrbein 19-20cm...
Unsere "Kleinste" ist "nur" 147cm, die "Grösste" 154cm.
Bei der Auswahl der Hengste hat für mich auch die Vererbung der Größe eine Rolle!!!
Doch das nur am Rande...
Lieben Gruß
Christian
Verena1
Apr 16 2004, 12:00 PM
Hallo Guest
bin in vielen Punkten mit dir einverstanden!
Nur begreife ich immer noch nicht das "Rumgereite" nur auf den Schaupferden, Nach wie vor kenne ich die meisten Problemfälle aus mittelmässigen Zuchten, wo auch die Eltern nie einen Blumenstrauss gewonnen hätten. Der grösste Teil der "Schaupferde" haben doch noch eine gewisse Korrektheit, was sonst aber so rumläuft ist meist sehr schlimm!
Bin also nicht ganz einverstanden mit deiner Aussage.
Ueber die Definition von Leistung gehe ich insoweit einig, dass erst nach jahrelangem Gebrauch die wahre Gesundheit ersichtlich ist! Nur kennt man auch Pferde, die von anfang an nicht fähig sind eine minime kurze Leistung zu erbringen und dies ist ja die Katastrophe!
Ich weiss von einer Stute, die für günstiges Geld an eine Freizeitreiterin als Fohlen verkauft wurde.
Günstig war sie schon deshalb, weil ein massiver Ueberbiss vorhanden ist (die Käuferin war sich dessen bewusst!). Nun ist das Pferd bald vierjährig - unreitbar - hochgradige Ataxie - keine Schaupferdezucht, natürlich wunderbarste Reinzucht!
Die Besitzerin schimpft jetzt natürlich über die Araber, wieso? ich weiss es nicht, sie hat ja schon mal nur des Preises wegen ein schlechtes Pferd gekauft!
paelmchen
Apr 16 2004, 12:44 PM
[/QUOTE]Die Leute tun ihren Pferden aber keinen Gefallen damit. Denn gerade der geistig agile Vollblutaraber, der intelligent und wissbegierig ist, will arbeiten, lernen und beschäftigt werden und sucht die Nähe zu seinem Menschen. Daher eignet er sich ja auch so gut als Freizeitpartner. Sie leiden darunter, wenn sie keine Zuwendung ihrer Menschen bekommen und nur notdürftig abgefertigt werden.
Habt ihr mal gesehen, wie sich der Gesichtsausdruck eines Arabers verändert, wenn er geistig und reiterlich gefordert wird. Der strahlt regelrecht, die Augen funkeln, der Körper formt sich entsprechend und sie werden beweglicher. Sie haben eine Aufgabe und sind zufrieden. Sie wollen nicht nur auf der Weide stehen. Noch schlimmer, wenn sie nicht in der Lage sind, aufgrund körperlicher Defekte. Und seien es nur Zirkuslektionen oder Spaziergänge, die man mit ihnen macht, Hauptsache sie sind beschäftigt. Denn sie wollen ja. [QUOTE]
Hi Guest !
Sie treffen den Nagel auf den Kopf !
Wer einmal mit einem Vollblutaraber egal in welcher Form gearbeitet hat, wird dies niemehr vergessen!
Diese Pferde blühen geradezu auf,wenn man sie fördert.
Zur Problematik Seepferdchenkopf, Grösse, Röhrbeinumfang etc.:
Ich habe es schon einmal erwähnt,eine progessive Weiterentwicklung in der Zucht wird und muss es geben, und es bleibt dem einzelnen ja überlassen welchen Typ Pferd er für seine Zwecke bevorzugt.
Dabei muss aber in jedem Fall die Funktionalität erhalten bleiben.
Hier wird in der Vollblutaraberzucht zur Zeit zu wenig und nicht streng genug selektiert, und dies geht dann auf Kosten der armen Kreaturen.
ciao roland palm
Susanne
Apr 16 2004, 01:04 PM
Vor ca 1 1/2 Jahren habe ich mir meinen Traum erfüllt und ein damals 1/2 jähriges Stutfohlen gekauft.
Zur Kaufentscheidung beigetragen hat, daß sowohl Vater und Mutter geritten werden, der damals 1 jährige Vollbruder kerngesund ist und die kleine Prinzessin absolut meinem Bild einer Araberstute entsprach, langbeinig, graziel, feines Köpfchen, absolut feminin einfach liebreizend .
Anfang März mußte sie an beiden Kniegelenken operiert werden, es hatten sich Hohlräume in den Knochen gebildet und dadurch Knochenzysten die entfernt werden mußten.
Woher es kommt können die Tierärzte nicht mit Bestimmtheit sagen, da dieser Defekt aber an beiden Kniegelenken vorlag ist es mit großer Wahrscheinlichkeit ein Gen-Defekt, bis heute hat mir noch kein Tierarzt sagen können, wie ein solcher Gen-Defekt
nachweislich festgestellt werden kann.
Ob ich meine Prinzessin je reiten kann, dazu können mir die Tierärzte aufgrund ihres Alters nichts sagen.
Ich denke es ist einfach nur Pech, denn sowohl die Eltern, Geschwister und Halbgeschwister sind gesund.
Liebe Grüße
Susanne
Dr Daniel Wigger
Apr 16 2004, 01:11 PM
QUOTE (Guest @ Apr 16 2004, 12:28 PM)
Tierärzte und Tierkliniken können ein Lied von kranken Arabern singen.
Unsinn. Das Patientenaufkommen an Arabern in Pferdepraxen und -kliniken entspricht dem Anteil der Rasse an der Gesamtpopulation. Die eigentliche Ursache für die meisten Erkrankungen sind nach meiner sicher nur subjektiven Rückschau auf z.T. grobe Fehler in Fütterung und Haltung (v.a. in der sensiblen Aufzuchtphase) und Fehl- bzw. Überbelastungen durch falsches oder unzureichendes Training mit all ihren Folgen für verschiedene Organsysteme zu sehen. Sicher gibt es einige Krankheitsprädispositionen des Arabers - die jedoch sollten bei Kenntnis über die Besonderheiten der Anatomie und Physiologie der Rasse jedem Züchter bekannt sein, der die einschlägige Literatur gelesen hat. Außer der cerebellären Abiotrophie und der SCID gibt es keine nennenswerten rassetypischen Erbkrankheiten.
Sollten Araber inzwischen wirklich überproportional tierärztlicher Hilfe bedürfen, liegt es entweder an der starken Zunahme des Bestandes (die Zahlen des VZAP weisen eigentlich das Gegenteil aus) oder an der wachsenden Zahl sachunkundiger Halter/Reiter.
Dem Araber - insbesondere den "Ätherischen" - hier einen züchterisch bewirkten Vitalitätsverlust zusprechen zu wollen, paßt zwar manchen möglicherweise ins Konzept, dürfte aber bei so vielen Fehlerquellen aus dem Bereich Aufzucht, Fütterung, Haltung, Training, Belastung etc. pp. selbst für Experten unmöglich nachzuweisen sein.
Ich bin seit 1979 inzwischen auf nicht vielen, aber doch so einigen Schauen gewesen und habe mich jedesmal erschrocken, das die Pferde in den Jährlings- bis Dreijährigenklassen immer ein bischen älter aussehen, als 1-2 Jahre zuvor und als sie es m.M. nach sollten (inzwischen schätzungsweise 1 Jahr gg.über einer vernünftigen, restriktiven Aufzucht). Diese treibende Aufzucht - die durch das Schauwesen ja geradezu gefördert wird - ist m.E. die Hauptursache für spätere Enttäuschungen in Zucht oder Sport. Da reicht dann schon eine vermeintlich normale Belastung, um die Beine eines Dreijährigen beim Einreiten zu ruinieren, wenn er die Körpermasse eines Vierjährigen plus Reiter schleppen muß. Eine Zweijährige sieht dann schon so proper aus wie eine Dreijährige, roßt wie eine Wilde und wird mit 2 gedeckt, um mit 3 zu verfohlen, weil der Geschlechtstrakt noch nicht weit genug entwickelt war. Da stopfen Leute bis zu 5kg Kraftfutter in 2-Jährige hinein, um Sie auf Schauen "optimal entwickelt" zu zeigen. Und das bei vielleicht höchstens 1/2 h Longiertraining am Tag und etwas Hin- und Herstellübungen. 5kg Kraftfutter ist selbst für einen dreijährigen Galopper in vollem Renntraining eine reichliche Ration. Usw. usf.
Guest
Apr 16 2004, 01:21 PM
QUOTE (Verena1 @ Apr 16 2004, 01:00 PM)
Hallo Guest
bin in vielen Punkten mit dir einverstanden!
Nur begreife ich immer noch nicht das "Rumgereite" nur auf den Schaupferden, Nach wie vor kenne ich die meisten Problemfälle aus mittelmässigen Zuchten, wo auch die Eltern nie einen Blumenstrauss gewonnen hätten. Der grösste Teil der "Schaupferde" haben doch noch eine gewisse Korrektheit, was sonst aber so rumläuft ist meist sehr schlimm!
Ich weiss von einer Stute, die für günstiges Geld an eine Freizeitreiterin als Fohlen verkauft wurde.
Günstig war sie schon deshalb, weil ein massiver Ueberbiss vorhanden ist (die Käuferin war sich dessen bewusst!). Nun ist das Pferd bald vierjährig - unreitbar - hochgradige Ataxie - keine Schaupferdezucht, natürlich wunderbarste Reinzucht!
Die Besitzerin schimpft jetzt natürlich über die Araber, wieso? ich weiss es nicht, sie hat ja schon mal nur des Preises wegen ein schlechtes Pferd gekauft!
@ Verena
Ich habe eine unreitbare Stute vom einem Gold-Hengst aus einer ganzen Dynastie von Siegern und Prämien-/Elitestuten. Ich fühle mich um das betrogen, was mir Abstammung und Schau-Erfolge der Ahnen versprochen hat.
Obwohl, zur Schau kann ich mit ihr gehen, nur reiten kann man sie nicht.
Araber mit Karpfengebissen gibt es sehr viele, lt. Aussage unseres Pferdezahnarztes.
Läßt das Maul feiner erscheinen.
Wer sind die Headhunter, die das in Kauf nehmen und damit weiter züchten?
Also nicht NUR die schlechten Freizeitpferde sind Verursacher, sondern AUCH Schausieger.
Warum werden z. B. Jährlinge/Zweijährige beschlagen vorgestellt?
Verena1
Apr 16 2004, 01:26 PM
Hallo Herr Wigger
bin mit der Aufstellung der Problematik der Aufzuchtbedingungen auch einverstanden.
Nur gibt es genetische Prädispositionen (nicht Gen-Fehler!) bei den Arabern, die nicht wegzudiskutieren sind:
Sommerekzem
OECD
Ueberbiss
Einhoder
Bockhuf
Fruchtbarkeit, usw.
Das heisst nicht, dass dies bei anderen Rassen nicht vorkommt, nur ist die Zunahme bei den Arabern zum Teil erschreckend! Nur denke ich, hat dies nicht nur mit den Schaupferden zu tun, sondern eher mit der Abnahme der Qualität in der breiten Masse (mittelmässige Stuten, Wegfall der Körung, reine Farbzucht?)
Dr Daniel Wigger
Apr 16 2004, 01:51 PM
QUOTE (Verena1 @ Apr 16 2004, 02:26 PM)
Nur gibt es genetische Prädispositionen (nicht Gen-Fehler!) bei den Arabern, die nicht wegzudiskutieren sind:
Sommerekzem
OECD
Ueberbiss
Einhoder
Bockhuf
Fruchtbarkeit, usw.
Hallo Verena,
mmh - zumindest Gebißfehler und Hodenanomalien sollten beim VZAP nicht nur aktenkundig sondern auch statistisch erfaßt und überwacht sein, weil sicher erblich. Das war schon zu Körzeiten so und bedeutete damals sowieso Zuchtauschluß.
Alle anderen genannten Probleme sind bis heute nicht sicher als erblich anerkannt.
Zum Überbiß:
Hier vielleicht noch der Hinweis auf eine Dissertation, die in der Araberszene wenig bekannt, aber sehr interessant ist:
Alexander Bolte: Untersuchungen zur Zahnaltersbestimmung beim Arabischen Vollblutpferd. Diss. FU Berlin 1995, Journal-Nr. 1869.
Der Kollege Bolte hatte Anfang der 90er Jahre 1378 deutsche und polnische VA untersucht und nur bei 0,07% der Tiere (sprich: einem) einen Überbiß gefunden.
Verena1
Apr 16 2004, 02:17 PM
Hallo Herr Wigger
sehr interessant diese Studie!
Nur ich kenne mehrere Pferde mit Gebissfehlern, Einhoder und sie werden trotzdem zur Zucht eingesetzt? Krass oder?
Meist wissen die Züchter nicht einmal, wie tragisch es ist!
Sommerekzem: Es gibt eine Studie aus der Berner Fakultät (CH), die die Vererbung von Sommerekzem in gewissen Linien 100% belegt! Ich kenne einen Hengst, der 100% Sommerekzem-Vererber ist!
Hallo Gast:
Begreife deine Frustration! Wo liegt das Problem bei deiner Stute? Würde mich interessieren!
Wollte die Schauszene nicht in Schutz nehmen, denke aber nur wie bereits erwähnt, dass der Wahnsinn in der "mittleren" Sparte noch viel grösser ist, da hier überhaupt keine Zuchtkontrolle besteht!
Wieso züchten soviele "Vermehrer" ohne dass sie eine Ahnung haben?
Vielleicht könnte man mehr Weiterbildung anbieten?
GastGuest
Apr 16 2004, 03:02 PM
Ich kann Herrn Dr. Wigger nur zustimmen.
Die wenigsten genannten Krankheiten sind eindeutig als vererbbar erwiesen. Es mag zwar durchaus sein, dass z.B. ein Hengst die Ekzemneigung vererbt, was aber nicht bedeutet, dass Sommerekzem generell vererbbar ist. Allein schon deshalb weil ich sehe, wie viele unterschiedliche Ursachen ein (Sommer)ekzem auslösen können.
Kissing Spines z.B. liegt sehr oft an der reiterlichen Fähigkeit, an der Ausbildung etc.
Nicht umsonst möchte die dt. Röntgenkommission die Rückenbilder aus der Ankaufsuntersuchung draussen haben, da sonst - überspitzt gesagt - die meisten Pferde rausfliegen würden. Denn werden angebliche "Kissing-Spines-Pferde" ordentlich geritten, tauchen komischerweise keine Probleme mehr auf (gibt natürlich sicher immer Ausnahmen)
Für die (spinale) Ataxie ist in der Regel ein Trauma verantwortlich, welches oftmals im Fohlenalter erfolgte (Überschlagen).
Sicher mag das eine oder andere Gen verantwortlich sein, dass eine Schwäche in einen bestimmten Bereich leichter zum Vorschein kommt, trotzdem sind die meisten der Erkrankungen, die hier mit Erberkrankungen gleichgesetzt werden, die Folge von multipler Faktoren, wie z.B. auch die O.C.d. Hier vermutet man zwar eine genetische Prädisposition bzgl. des schnellen Wachstums mancher Linien, ebenso scheint sie in manchen "Familien" gehäuft vorzukommen, trotzdem kann sie nicht als generell vererbbar angesehen werden.
Dr Daniel Wigger
Apr 16 2004, 05:20 PM
Noch eine interessante Anmerkung zum Thema BOCKHUF in der Ägypterzucht:
Vor vielen Jahren einmal erzählte mir ein Ägypterzüchter, das Nazeer der Schuldige sei. Er soll selber zwar keinen Bockhuf, aber einen sog. Umformungshuf bei sehr kurzer Fesselung gehabt haben. Allerdings soll Nazeer nicht diese Hufform an sich weitervererbt haben, sondern eine Verhaltenseigenart, die letzlich zu einer Umformung des Hufes auf einer Seite führt, aus der dann ein Bockhuf entstehen kann: Nazeer soll beim Fressen/Weiden immer die gleiche Vorderglied- maße nach vorn (Entwicklung eines Flachhufes)und die andere nach hinten (Entwicklung eines Bockhufes) gestellt haben und spagatähnlich bei der Futteraufnahme von A nach B gehoppelt sein, während Pferde sonst beim Weiden normalerweise wechselseitig die Gliedmaßen vor- und zurücksetzen.
Da es ja nun kaum noch Nazeer-freie Ägypter gibt, könnte diese Eigenart in Verbindung mit den in manchen Linien recht kurzen Hälsen zu einer Prädisposition des Ägypters für diese Hufumformung geführt haben. Somit wäre das Verhalten zwar genetisch bedingt - nicht aber die Anomalität selbst.
Rosi Straub
Apr 16 2004, 06:05 PM
1998 waren wir ganz narrisch mit einem 4jährigen asilen Fuchs, der bildschön und korrekt war und bei den Besitzern noch ausgebildet werden sollte. Ankaufsuntersuchung/Ergebnis: Hufrollenerkrankung. Alle Beteiligten waren erschüttert über diese Diagnose und wir konnten uns das damals nicht erklären.
Es ist so traurig, daß alle möglichen „Anomalien“ in unserer Zucht verheimlicht werden.
Auch gerade vor dem Hintergrund der hohen Inzucht, die manche Züchter betreiben, besteht eine erhöhte Gefahr, die man umgehen sollte, um eine hieraus resultierende tiefe Versenkung der Prädispositionen zu vermeiden.
Im Zusammenhang mit der Reinzucht wird die Ursache von Prädispositionen von einigen Menschen gesehen. Ich denke nicht, daß die Reinzucht daran schuld ist, sondern die Inzucht. Der „Preis für die Schönheit“ ist, daß die schöne Stute doch mit ihrem schönen Vollbruder angepaart wird – da ist der Erfolg doch gewiß :-(
Man sollte sich aber verinnerlichen, daß durch die Inzucht nicht nur eine Konsolidierung des guten Erbmaterials vonstatten geht und man sollte sich immer vor Augen führen, daß der Schuß auch nach hinten los gehen kann, denn durch die infolge von Inzucht herbeigeführte Verschlechterung des Erbgutes erfolgt eine körperliche und seelische Degeneration, die Anfälligkeiten gegen Krankheiten und wesensmäßiger Instabilität zeigt.
Ich bitte inständig von dem Glauben Abstand zu nehmen, daß unsere Asilen bin zum Exzeß Inzuchtresistent seien – in einem kleinen gut abgewogenem Maße bestimmt – mehr aber auch nicht.
Viele Krankheiten nehmen aber ihren Lauf – wie schon beschrieben – durch die falsche Aufzucht. Ein „pushen“ von Jungpferden ist ein Garant dafür.
Mehrfach wurde hier die Ataxie genannt. Diesbezüglich würde ich mich sehr freuen wenn jemand an einem Erfahrungsaustausch interessiert wäre.
straub.rosiralf@t-online.de
HLM
Apr 16 2004, 06:55 PM
Liebe Rosi
Ich gebe Ihnen vollkommen recht. Man muss wirklich fuenf Generationen beruecksichtigen, wissen was sire und dam hervorbringen,und dann Entscheidungen treffen. Wenn man sich immer wieder vor Augen haelt" Welches Pferd nehme ich wenn mein Leben daran haengt wegzukommen" kann man bessere Entscheidungen treffen. Letztenendes haben doch dann bis heute die Bedus dieses tun muessen, um eben su ueberleben.
Enge Einzucht kann gut aber auch schlecht sein. Nach wie vor vertrete ich meine Eistellung gegen AI, aus Erfahrungen, studieren
und Vergleich. Das ich damit auf einige Fuesse trete, weiss ich.
Doch sollte man wirklich nicht diese Meinungen einfach ignorieren.
So lagne ich mich entsinnen kann, wurden die Araber als Gebrauchspferde nach Canada und USA import. Ich have viele Filme von shows in the 60ziger,7oziger Jahren, wo alle Halter Araber in einer show gleichzeiting unter Sattel vorgestellt wurden, (natuerlich altersbedingt) und gerade diese Vorfuehrungen brachten viele newcommers zu den Arabern und viele andere stellten sich auf Araber um, genau wie ich. Menschen wollten doch reiten, und nur wenige einen Vorgarenzwerg haben. Die kann ma ja haben, wenn die Pferde zu alt geworden sind und eben nicht mehr unter Sattel gehen koennen.
Solange wir damit mitmachen, nur ein Pferd zum Ansehen oder Halterklassen zu zuechten,kommen wir niemals weiter. Man kan doch die Araber gerne zuhause trainieren und reiten, wie es doch tausende von Eigentuemern auch von anderen Rassen tun. Irgendjemand sieht das doch dann und koennte sich entschliessen, ebenfalls einen Araber zu kaufen.
Weiterhin sehe ich wie hier immer wieder promotion fuer Decktaxen herausgegeben werden. Die tausende von sogenannen Zuechtern leben eben in einer anderen Welt, die Welt des Dollarbills.
So verbreitet man eine Zucht niemals gesund. Man produziert eben nur ein weiteres Lebenswesen, ohne zu berucksichtigen, was mit dem armen Tier geschehen wird. Ich finde das ganz ruecksichtlos, denn von Liebe kann man da doch wirklich nicht reden.
Die vielen e-mails die ich taeglich bekomme sagen mir aber, dass es ueberall wieder viele Menschen gibt, die wirklich an einem guten Araber interessiert sind, den man reiten kann. Warum zuechtet man den Huehner? Zum Anschauen? Oder zum essen oder Eier legen?.
Man sollte nun aber Araber nicht mit Huehner, Ziegen oder Kuehen vergleichen, jedes hat seinen Bestimmungswert. Das Pferd wurde nicht zum eierlegen oder essen created. Und die Grosszuechter ueberall sollten mal anfangen stark darueber nachzudenken.
Remember "Monkey see, Monkey do".
Nur so meine Meinung.
Liebe Gruesse
Hansi