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Full Version: Körung Oder Nicht... Wie Würdet Ihr Entscheiden?
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Angela
Angeregt durch die Diskussionen " Reitpferd Oder Ausstellungstück" sowie "Preis für die Schönheit"...Nehmen wir an, morgen wäre Jahreshauptversammlung des VZAP, und eine Wiedereinführung der Körung/HLP stünde zur Mitgliederabstimmung. Wie würdet ihr abstimmen?

Ich weiß, wir hatten das Thema schon oft genug hier, aber mich würde es wirklich mal interessieren, wohin die Tendenz geht wenn man sich konkret für eine Möglichkeit entscheiden könnte, ohne viel drumherum. Die damalige Abschaffung der Körung war damals wohl auch eine Mitgliederentscheidung - wenn die Mehrzahl der Mitglieder heutzutage wirklich eine Wiedereinführung der Körung für sinnvoll bzw. gar dringend notwendig hielten, dann könnte mit Sicherheit ein solcher Antrag auch auf eine Mitgliederversammlung vorgetragen werden. Das manchmal zitierte Argument, daß die WAHO eine solche Zuchtauswahl verbietet, kann ich nur schwer glauben - in anderen Ländern gibt's auch Körungen mit HLP-Pflicht, und diese werden auch bedingungslos anerkannt.

Die Vorteile einer Wiedereinführung der Körung/HLP liegt ja klar auf der Hand, aber seht ihr auch ernsthaftere Nachteile ( ich meine Nachteile für den Markt und die deutsche Araberzucht, nicht persönliche Nachteile für die Halter minderwertiger Hengste, denen es zur Zeit niemanden verbieten kann, ihre Hengste in die Zucht einzusetzen). Zumindest hat sich die Voraussage "Der Markt regelt sich von selbst" in den letzten 10 Jahren meiner Meinung nach nicht gerade bewiesen, und der Image des Vollblutarabers in der Reiterwelt war auch schon mal besser, die Popularität des AV's als Veredler ebenso.

Zum Thema HLP sollte man natürlich auch bedenken, daß es nicht nur die klassische 70-Tage Variante gibt, sondern daß man innerhalb des Verbandes eine Vielzahl an Möglichkeiten gibt, Hengats Prüfen zu lassen: 3-tägige Feldprüfung in Neustadt-Dosse mit Rittigkeitsprüfung plus Wahlprüfung Geländespringen, 40km-Distanz oder Fahren, Rennleistungsprüfung, Westernleistungsprüfung (eintägig), Distanzleistungsprüfung. Also wirklich für jede Eignung oder Sparte was dabei, welches auch in "Eigenregie" vorbereitet werden kann, wenn man sein Pferd nicht aus der Hand geben will.

Meine Meinung: Die Wiedereinführung der Körung/HLP ist längst überfällig. Zum Glück gibt es nach wie vor Hengsthalter, die ihre Hengsthalter auf freiwillige Basis prüfen lassen, aber leider nur ein Bruchteil. Es geht nicht darum, den Araber als Hochleistungssportpferd vermarkten zu wollen, sondern wirklich nur ein MINDESTMASS an Leistungsfähigkeit zu sichern. Auch ein Freizeitreiter schätzt ein rittiges, charakterfestes, mutiges, gesundes und ausdauerndes Pferd, das gilt es zu prüfen. Auch ein erfolgreiches Schaupferd sollte diesen Beweis antreten - es gibt ja schon genug, die gezeigt haben, daß es kein Problem ist. Die neu eingeführte Rittigkeitsüberprüfung ist zwar minimal besser als nichts, wird aber kaum wirklich was bewegen. Wenn ein Hengst entweder charakterlich oder exterieurbedingt so mangelhaft ist, daß er keine der vielfältigen Möglichkeiten der HLP bewältigen kann, dann ist es auch nicht schade um ihn wenn er von der Zucht ausgeschlossen wird - egal wie hübsch sein Köpfchen oder wie selten seine Blutlinie. Die Anzahl der Züchter, die erfahren genug sind um einen solchen Hengst ohne katastrophale Folgen anzupaaren, dürfte wohl schwindend gering sein. Bei besonders vielversprechenden Hengsten, die wegen Verletzungen/Unfall (Amtsärztliches Attest) nicht teilnehmen könnten, könnte die Körkommission auch nach Ermessen eine Ausnahmegenehmigung erteilen.

Bin mal gespannt auf die votings... wink.gif

Viele Grüße

Angela
Angela
P.S. vielleicht möchte der eine oder andere seine Entscheidung begründen. Für diejenigen, die für eine Körung entscheiden würden, zählen da vor allem die o.g. Gründe, oder ist ein wichtigen Kriterium noch nicht erwähnt worden? Für diejenigen, denen ein Beibehalt des bisherigen Systems lieber ist, welche Nachteile befürchtet ihr bei eine Wiedereinführung der Körpflicht? Ich denke, wir können ruhig beide Seiten sachlich diskutieren, ist ja schließlich ein Thema das uns allen angeht.
bterlaan
Ich finde es unglaublich, dass es immer noch soviele Leute zu geben scheint, die es für gut halten, anderen Ihre Meinung aufzuzwingen. Bei Allem mit "Pflicht" und "Verbot" sollte man doch nicht aus dem Auge verlieren, dass man damit andersdenkenden Leuten Ihre Freiheit nimmt, anders zu denken und auch danach zu handeln. Und hat man die Unzufriedenheit mit der Meinung der HK-Kommission vielleicht schon vergessen? Sogar heute, wo diese Meinung nicht mehr zu Verboten führt, hört man noch viele Stimmen, die nicht einverstanden sind. Lasst doch jedem seine Freiheit!
Ich bin deshalb für Information, aber nicht für Pflicht. Dabei soll man auch nicht vergessen, dass die HK eine reine Exterieurkörung ist, die sehr wenig über die Erbkraft eines Hengstes sagt. So wie es jetzt ist, ist es für mich gut. Meinetwegen kann man für ein "Gold" auch noch eine HLP verlangen, aber keiner sollte gezwungen werden, auf den Hengst seiner Wahl zu verzichten oder einen Hengst zu nehmen, der nicht seine Wahl entspricht. Ich bin für Freiheit.
Knaack-Lindemann
Sollte es nicht aber doch ein Ausschlussverfahren geben, die zumindest solche Hengste, die mit Note 3 (!) oder 4 bewertet wurden, von der Zucht ausschließen ? Auf die Vernunft der Züchter allein ist offenbar kein Verlass, wenn man sich die Auswertung des Hengstverteilungsplanes in der aktuellen AJ ansieht....
Für die Einführung der Pflicht-HLP, welcher auch immer, bin ich auf alle Fälle.
C. Knaack-Lindemann
Flo
Es ist doch ein Teufelskreis.
Ein hübscher Kopf mit mittelmäßigem Rest (der seinerzeit nicht gekört worden wäre) wird Vater eines Stutfohlens, welches später wieder von einem solchen Hengst gedeckt wird. Usw.

Das war "früher" nicht möglich.
Alle Stuten stammten von gekörten Hengsten und konnten auch nur von solchen gedeckt werden. Fazit: Bessere Stuten als heute.

Seit Wegfall der Körung/HLP konnte munter drauf los gezüchtet werden, fast jeder hatte seinen eigenen Hengst im Hinterhof.
Selbst diese Hengste stammen kaum noch von gekörten/leistungsgeprüften Hengsten ab. Hauptsache schwarz, lieb, schön.

Die Quantität der Araber hat nach Wegfall der Körung stark zugenommen, die Qualität hat abgenommen.

Schaut Euch die vielen Inserate im Pferdemarkt o. ä. an, der überwiegende Teil der Araber stammt von Noname-Vätern und inzwischen auch -Großvätern ab.

Sehr typvolle Hengste, mit 5 eingetragen, gehören auch nicht in die Zucht, weil sie zumindest in einem Kriterium sehr schlecht sein müssen und damit ein Rückschritt in der Zucht bedeuten.

Nur typvolle, korrekte und leistungsgeprüfte Hengste in der Zucht, das wäre schön.
Angela
Liebe Bterlaan,

was soll eigentlich der Angriff? Ich hatte eigentlich gehofft, daß diese Diskussion sachlich geführt werden könnte. Ich will (und kann!) niemanden meine Meinung aufzwingen, ich möchte vielmehr die Meinung der breiten Masse erfahren. Habe ich mich so mißverständlich ausgedrückt? Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, warum Sie sich jetzt so auf die Füße getreten fühlen.

Mit "Freiheit" hat man zugleich auch selbst Pflicht und Verantwortung. In keinem anderen Pferdezuchtverband gibt es so viel züchterische Freiheit wie bei den Arabern, aber es scheinen nun mal viele Züchter mit dieser Freiheit/Verantwortung nicht umgehen zu können - oder warum sieht man immer so viele wirklich sehr schlechte Hengste bei der VHS, die trotz schlechtem Urteil genutzt werden, und die andauernden Wehklagen über die momentane Marktsituation. Daß ich nicht die Einzige bin, die eine Veränderung für notwendig hält, sieht man an den endlosen Diskussionen wie z.B. in den genannten Threads (und an der bisherigen Tendenz dieser Abstimmung!). Wie ich schon gesagt habe, ist der Ruf des Vollblutarabers bei anderen Pferdeleuten wirklich nicht der Beste - und das finde ich schlimm. Mir liegt diese Rasse und ihr Ansehen - nicht nur unter AV-Leuten - schon am Herzen.

QUOTE
Sogar heute, wo diese Meinung nicht mehr zu Verboten führt, hört man noch viele Stimmen, die nicht einverstanden sind.

Naja, man hört schon oft Klagen über die Inkompetenz und Politismus der Körkommission - allerdings fast immer von Besitzern der weniger gut bewerteten Hengste. Daß diese Leute Fachleute sind, und daß an einem schlechten Urteil auch was dran sein könnte, will kaum ein Hengstbesitzer hören. Konkrete und sachliche Gründe, warum eine Wiedereinführung der Körung eher schlecht wäre, hört man nur selten. Ich hatte eigentlich gehofft, daß jemand, der eine solche Meinung vertritt, diese hier vortragen würde, damit alle darüber nachdenken könnten.

QUOTE
Dabei soll man auch nicht vergessen, dass die HK eine reine Exterieurkörung ist, die sehr wenig über die Erbkraft eines Hengstes sagt.

So wenig jetzt auch wieder nicht. Es geht ja auch schließlich um Körung UND HLP, bei der ziemlich viele Eigenschaften bewertet werden. Es gibt auch einige Studien über die genetische Korrelationen und Erblichkeitsgrade verschiedener Merkmale. Wenn der Hengst gut ist, ist es zwar keine Garantie, daß er seine guten Eigenschaften alle weitergibt - aber ein schlechter Hengst hat nun mal weniger gute Eigenschaften zum mitgeben!

In jeder anderen einigermnaßen erfolgreichen Pferdezucht ist eine Zuchtselektion durch eine Expertenkommission, sprich Körung und HLP, selbstverständlich. Und bei uns blüht der ewige Optimismus, daß sich alles auf Basis völliger Freiheit schon irgendwie selbst regeln wird. Wenn wirklich jeder Stuten- oder Hengstbesitzer so gut auskennen wurde, daß er die Fehler seiner Pferde nicht nur erkennen sondern auch dessen Erblichkeit einschätzen könnte (und vor allem die Fehler der eigenen Pferde so gut erkennen wie die der Konkurrenz!) dann würde ein solches System auch funktionieren. Aber so leicht ist es eben nicht.

Nochmals zur Betonung - das ist MEINE persönliche Meinung, ich werde Ihnen damit keine Unfreiheiten aufzwingen. Ich bin weder in der Körkommission noch im Verbandsvorsitz. ABER ich bin Mitglied im Zuchtverband, also habe ich genausoviel Recht wie andere Mitglieder auch, meinen Teil dazu beizutragen, und meine Meinung zu Äußern (Oder wofür ist ein Diskussionsforum sonst gedacht?). Wer das so schlimm findet, soll bitte meine weiteren Posts einfach überlesen. wink.gif Ansonsten, freue mich auf weitere, sachliche Diskussion zum Thema!
dezza
Hallo,
Ich würde mich der Stimme enthalten.
Beide Systeme haben Vor- und Nachteile. Der große Nachteil am bestehenden System ist die mangelnde Transparenz !! Sicherlich auch teilweise fehlendes Vertrauen.
So haben wir z.B. einen Hengst, der im Sinne des VZAP nicht gekört worden wäre. Dieser Bursche ist aber bei einem anderen Verband als Veredler sofort anerkannt worden und hat die HLP abgelegt. Seine ersten Fohlen bei diesem Verband sprechen für ihn. (auch die beim VZAP....)
Wem sollte ich nun glauben ? Wer sagt mir wirklich etwas über die Qualität des Hengstes ? Beurteilt der andere Verband den "Arabertyp" trotz Fachpersonen der Rasse zu wenig ? Soll ich meinen ein Warmblutrichter kann keinen Araber richten ?
Oder hat der VZAP keine Ahnung von der Reitpferdebeurteilung ? Oder wie jetzt ? Ich empfinde es als sehr sehr schwer jemanden zu finden, der wirklich gut und kompetent aufklärt ! Und ich bin immer wieder entzückt, wenn ein Warmblutfreak von dem Trab meines Hengstes schwärmt !
Bei einer Pflichtkörung würde sicherlich auch viel Streit aufkommen. Nach welchem Maßstab richten ? Wielviel Gewichtung darf der Typ (welcher immer subjektiv ist !! ) bekommen ? An welchem Maßstab sind die Bewegungen zu messen ? An Weltmeyer vielleicht ? Oder doch die kurzen, flachen und kraftsparenden Tritte des Wüstenpferdes ? ...etc...
Andersherum wird viel Schindluder betrieben... Pflichten und Verbote würde eine schnelle Lösung bringen, doch auf welche Kosten ? Da müssen andere Lösungen gefunden werden, mehr Transparenz über Bewertungen und Leistungen und starke Förderung dessen durch den Verband. (z.B. weniger Gebühren für geprüfte Hengste und Stuten... oder so).
-
Und noch was zur Feldprüfung.... Die habe ich einst machen wollen.... bis ich die Preise gelesen habe !!!! Da zahlt man für drei Tage fast mehr als für 30 Tage Station !!!! Wie geht das denn an ? Da brauch sich niemend über fehlende Teilnehmer wundern !

LG, anita
JuttaGuest
Wenn ein Hengst vom VZAP abgelehnt wird aber von einem anderen Verband gekört wird heißt das noch lange nicht dass die vom VZAP keine Ahnung haben. Jeder Verband und jede Rasse hat andere Zuchtziele. Es gibt bestimmt einige Hengste die zwar sehr gut als Veredler zu anderen rassen passen aber vielleicht nach Meinung der Eintragungskommission einfach nicht genug arabischen Rassetyp haben, oder so. Klar gibt es immer mal Streitpunkte, Richter sind auch nur Menschen und man kann ein Pferd eben nicht nach Schablone messen sondern muß ein persönliches Urteil bilden. Aber irgendwo muß doch eine Selektion anfangen. Es gibt im Araberzuchtverband ja nun extrem viele eingetragene Hengste im Vergleich zur Gesamtzahl der Zuchtpferde. Da kann man doch etwas kritisch sein und die besseren heraussuchen. Ein Pferd was wirklich in allen Kriterien wirklich überdurchschnittlich gut ist und keine gravierenden Mängel hat wird immer eine Zuchtzulassung kriegen. Na klar wird es trotzdem genug Leute geben die gegen eine Körung stimmen würden, nämlich alle die die einen Hengst haben der ohne Schleife nach hause geschickt worden ist. Und davon gibt’s auf der nächsten Hengstschau bestimmt auch wieder genug. Da geht persönliche Freiheit vor Verantwortung.
dezza
Hallo Jutta,
>Wenn ein Hengst vom VZAP abgelehnt wird aber von einem anderen Verband gekört wird heißt das noch lange nicht dass die vom VZAP keine Ahnung haben. Jeder Verband und jede Rasse hat andere Zuchtziele. <
richtig,
-doch ist dazu immer eine Fachperson zur jeweiligen Rasse anwesend (habe ich eigentlich erwähnt)
-ich habe es nicht als Aussage, sondern als Frage in den Raum gestellt ' wer denn nun Ahnung hat...'
Doch ich glaube, nein ich bin mir sicher (!) , kein Verband der Reitpferderassen betreut wird gravierende Mängel "übersehen" !!!! Erst recht nicht, wenn es um die Eintragung von Veredlern geht ! (sonst bräuchten sie diese ja auch nicht ! )
- TYP IST SUBJEKTIV !!! ....Gharib sah auch aus wie ein Reitpferd und war meiner Meinung nach typvoll.... Aber soll man einen AV schon erkennen....
Guest
@ bterlaan
Wenn man einem Zuchtverband angehört, der sich Regeln und Richtlinien gegeben hat, sollte man diese auch befolgen.
Oder akzeptieren, dass man nicht die vollen Papiere einer Zuchtbuches bekommt.

Ich kann keinen Hannoveraner im Ponymaß züchten, nur weil mir die originalen nicht gefallen. Da gibt es auch keine Freiheiten.
Die weltweiten Erfolge dieser durch Reglementierung und Selektion entstandenen Pferde sprechen eine deutliche Sprache.

Bei einer Körung sollten nur völlig unabhängige Richter entscheiden, Araberleute über den Typ, Fachleute aus dem Reiterlager über das notwendige Fundament/Gebäude und über die Gänge.
Was nützt Showtrab wo kein Mensch drauf sitzen kann?.
Angela
@Dezza: danke für den Beitrag, das sind auch mal sachliche Argumente für die "Gegenseite". Ich schließe mich da "Guest" an, ich glaube ein Ausbau der Körkommission würde mehr objektivität bringen. Letztendlich hängt natürlich viel vom Eigengeschmack der Personen ab, da kann man nichts dran machen. Aber es ist schon mal wichtig, daß ein Fachtierarzt (Dr. Ismer) dabei ist, der wohl die Korrektheit des Gebäudes und der Gliedmaßen einwandfrei beurteilen werden kann. Ein Vertreter eines Reitpferdezuchtverbandes sollte Mitglied sein, ich glaube aber, das war in den letzten Jahren öfters mal der Fall, oder? Bin nicht mehr sicher.

Es stimmt, daß die Gänge unter "Showbedingungen" vielleicht nicht optimal beurteilt werden. Daher wird vor allem erst mal der Takt, der Grundstein korrekter Bewegungen, auf hartem Boden beurteilt. Die wirkliche Prüfung der Gänge kommt ja dann bei der nächsten Stufe, der HLP. Wenn ein bis dahin gut bewerteter Hengst takt- und schwungvolle, aber eben keine spektakulären zeigt, wird er sicherlich nicht runtergewertet werden. Zeigt ein Pferd jedoch spektakuläre Bewegungen, kriegt aber dann später unterm Sattel kein Fuß gescheit vor dem anderen, bleibt er spätestens an der HLP hängen. ist ja Sinn der Sache.

P.S. Dezza: Was kostet denn die Feldprüfung? Ist natürlich auch nicht so toll, wenn die so teuer ist, man sollte doch bei sowas die Hengstbesitzer eher anlocken als abschrecken wollen. Da die Prüfung im Rahmen des Turniers beim Nationalen Championat durchgeführt wird, dürfte der Extra-Aufwand ja nicht sooo teuer sein, das einzige was noch dazu käme wäre dann der Papierkram und die Richter.
bterlaan
Angela: Es tut mir Leit, dass Du meine Hintergrunderklärung wieso ich meine Meinung habe, als Angriff empfindest. Das war so nicht gemeint, und schon gar nicht persönlich. Ich liebe meine Freiheit sehr, und bin bereit die von anderen zu respektieren, aber diese Diskussion gibt mir so das Gefühl, dass Letzteres bei manchen ein bischen fehlt. Das ist für mich eine Prinziphaltung, die auf eine höhere Ebene steht als das, was Du sachlichen Argumenten nennst. Natürlich hat man als Züchter seine Hausaufgaben zu machen. Ich werde mich aber hüten, meine Schlussfolgerungen auch für andere Leute gelten zu lassen. Es ist einfach zuviel Geschmackssache dabei. Ich betrachte es als Aufgabe eines Verbandes, die Züchter zu informieren. Ausbilden, nicht zwingen, ist mein Motto in solchen Sachen. Man kann Beurteilungsseminare machen (wird ja auch gemacht, und ich bin, wenn nur einigermassen möglich, dabei), man kann Artikel schreiben (lassen), man kann Studien über Erblichkeit publizieren, oder auch über Blutlinien (könnte aber mit der Privacy-empfindlichkeit etwas problematisch sein), man kann viel machen. Auch gute Hengste machen nicht garantiert gute Fohlen und manchmal macht ein nicht so guter Hengst sehr schöne Fohlen (zB hat ein Hengst der in NL nicht gekört wurde, später in den US viele sehr schöne Fohlen gebracht). Champion x Championess ist nicht gleich Championfohlen. Das kann keiner im voraus wissen.

Diese Behauptungen über schlechtere Araber heute kann ich nicht kontrollieren, und ich habe starke Zweifel ob das nicht einfach pauschale Bemerkungen sind oder ob da wirklich ein seriöses Vergleichsstudium gemacht wurde, wobei man auch geänderte Umstände in Betracht nehmen müsste. Traue nie eine Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast biggrin.gif

Guest: ich schreibe unter meinem eigenen Namen. Und Du? Du vergleichst Äpfel mit BIrnen. Wer Hannoveraner liebt, liebt grosse Pferde, keine Pony's. Dein "Vergleich" ist völlig daneben. Und die Zuchtverbände haben ein Monopol, das einem kaum eine Wahl lässt, bei einem anderen Verein Mitglied zu werden (bei den Arabern international oder EU-weit vielleicht?). In NL kannst Du nur über dem AVS Fohlen registrieren lassen, sonst nicht, soweit ich weiss. Also kann ich mir vorstellen, dass Leute nur deswegen Mitglied werden, ja ich kenne Leute, die sich für die anderen Sachen gar nicht interessieren und am liebsten gar kein Mitglied wären, aber halt müssen. Ohne Verband keine Papiere.
Angela
Bterlaan, es war gar nicht auf deine Meinung und deine Aussagen bezogen, denn diese respektiere ich genauso wie alle anderen Aussagen der Mitschreiber hier. Im Gegenteil, ich wollte ja hier eine Diskussion von beiden Seiten haben, und ich habe bestimmt keine Probleme damit, wenn jemand eine andere Meinung hat wie ich! Mir ging es lediglich um den ersten satz in deinem Post, den ich nun mal als Angriff, und zwar auf mich gerichtet, empfunden habe. Wenn es nicht so sein sollte, dann ist es mir auch recht. wink.gif

Ich schätze die Freiheit ebenso wie Du - aber bei dieser Sache verpflichtet uns diese Freiheit zu verantwortungsvollem Handeln, Verantwortung der Pferderasse gegenüber, da kann ich nicht einfach tun und lassen wozu ich gerade Lust habe. Wenn Züchter diese Verantwortung eben nicht genügend ernst nehmen (Seminare und Fortbildungen sind ja sicherlich ein guter Weg - aber wieviele Züchter nutzen die Gelegenheit tatsächlich?), dann muß man entweder aus Verantwortung der Pferde gegenüber die züchterische Freiheiten einschränken, oder mit den Konsequenzen leben.
Gudrun Irtzing
Mein Vorschlag wäre, es fast so zulassen wie es ist, jedoch mit einer Pflicht-HLP.

Ich denke, so wäre jedem damit geholfen. Vielleicht ist ein 4 Hengst ein super Dressurpferd nur halt im Typ mangelhaft. Dies kann man wenn man will, mit einer auf typ-gezogener Stute besser machen.

Mit dieser Variante müsste dann eigentlich jeder leben können.

Gudrun

Bitte Schreibfehler nicht beachten, Finger kaputt. Schreibe mach dem Adler Suchsystem.
Angela
QUOTE (Gudrun Irtzing @ May 24 2004, 04:18 PM)
Vielleicht ist ein 4 Hengst ein super Dressurpferd nur halt im Typ mangelhaft. Dies kann man wenn man will, mit einer auf typ-gezogener Stute besser machen.

Hm, kann sein, daß ein solcher Kompromiss leichter durchzusetzen wäre, würde sicher niemanden weh tun. Aber wenn ich nur ein gutes Dressurpferd will und mir der Typ nicht ganz so wichtig ist, dann kann ich doch gleich mit einem Warmblut decken. Eigentlich soll ein Deckhengst alle Rasseeigenschaften gut vereinbaren, und soll das Produkt der Stute gegenüber verbessern. Die Stute soll nicht unbedingt die schwerwiegenden Mängel des Hengstes ausgleichen müssen, oder? Ich denke einfach, daß man doch nicht so viele Kompromisse eingehen soll bei der Selektion - irgendwo muß man die Meßlatte anhängen. Und zwar in Schönheit und Leistung. Wenn ein Pferd überdurchschnittliche Leistung bringt, kann man vielleicht verzeihen, wenn er nur einen "befriedigenden" Rassetyp hat. Aber mangelhaft darf er nicht sein. Genauso muß ein extrem typvoller Schausieger nicht gleich eine S-Dressur gehen können, sollte aber ein Mindestmaß an Rittigkeit und Leistungsbereitschaft mitbringen (finde ich). Es gibt einfach genug Hengste, die beides zumindest im befriedigenden Maße vereinbaren, daß man unbedingt mangelhafte Hengste einsetzen muß.
Guest
Ich wäre für eine Sattelkörung im Sinne einer Materialprüfung. Klar, geht nicht für zweieinhalbjährige. Der muß dann noch mal wiederkommen, um seine Goldschleife zu halten. Also so ähnlich, wie jetzt schon gewünscht. Aber in Aachen. Wenn die Hengste auch geritten vorgestellt werden müßen, fällt auch das showmäßige vorführen weg zugunsten einer normalen vorführung. In de Kommission müßen natürlich auch entsprechend versierte Leute sein, die den Schwung des Trabes vom verspannten Paddeln unterscheiden können. Die den schwingenden Rücken vom Betonkreuz differenzieren können. Usw.
Mehrere Hengste geritten in der Halle, da zeigt sich auch gleich mal Charakter, gelassenheit, Temperament und die Rittigkeit!
Und noch mal: Die meisten Araber gehen heute zwangsläufig an Reiter!
Jacqueline
QUOTE (bterlaan @ May 24 2004, 03:47 PM)
Angela: Es tut mir Leit, dass Du meine Hintergrunderklärung wieso ich meine Meinung habe, als Angriff empfindest. Das war so nicht gemeint, und schon gar nicht persönlich. Ich liebe meine Freiheit sehr, und bin bereit die von anderen zu respektieren, aber diese Diskussion gibt mir so das Gefühl, dass Letzteres bei manchen ein bischen fehlt. Das ist für mich eine Prinziphaltung, die auf eine höhere Ebene steht als das, was Du sachlichen Argumenten nennst. Natürlich hat man als Züchter seine Hausaufgaben zu machen. Ich werde mich aber hüten, meine Schlussfolgerungen auch für andere Leute gelten zu lassen. Es ist einfach zuviel Geschmackssache dabei. Ich betrachte es als Aufgabe eines Verbandes, die Züchter zu informieren. Ausbilden, nicht zwingen, ist mein Motto in solchen Sachen. Man kann Beurteilungsseminare machen (wird ja auch gemacht, und ich bin, wenn nur einigermassen möglich, dabei), man kann Artikel schreiben (lassen), man kann Studien über Erblichkeit publizieren, oder auch über Blutlinien (könnte aber mit der Privacy-empfindlichkeit etwas problematisch sein), man kann viel machen. Auch gute Hengste machen nicht garantiert gute Fohlen und manchmal macht ein nicht so guter Hengst sehr schöne Fohlen (zB hat ein Hengst der in NL nicht gekört wurde, später in den US viele sehr schöne Fohlen gebracht). Champion x Championess ist nicht gleich Championfohlen. Das kann keiner im voraus wissen.

Hallo Bianca,

Du hasst aber ein sehr wichtiges problem vergessen: die blindheit von besitzer für ihre eigene pferden.
Ich denke das dies ein sehr grosses , so nicht das grosste problem ist im araber zücht.
Da hilfen keine artikel und studien, wenn man die probleme von eigene pferden nicht sehen kann (will) hilft das nicht.
Ich finde das mann überigens nicht genug, ( fast gar nicht) auf die zücht ergebnisse von die hengsten achtet. Auch das ist ein grosse fehler.
DrSabine
Vielleicht ein schon oft gehörtes Argument, aber dennoch: Es gibt auch noch den Stutenbesitzer, der entscheiden kann, ob ihm eine gute Eintragungsnote, eine Leistungsprüfung und/oder qualitätvolle Nachzucht eines Hengstes wichtig sind. Es macht auch einen Unterschied, ob man ein Fohlen für sich selbst oder für den Markt züchtet und was für einen Verkaufspreis bzw welche Art von zukünftiger Nutzung man für das Fohlen anstrebt.

So betrachtet bleibt es jedem selbst überlassen, ob er zu einem billigen oder schlecht beurteilten Hengst geht oder zu einem, dessen Nachzucht im Mittelmaß hängen bleibt, wenn er bereit ist, das Fohlen günstig zu verkaufen - oer ob er Geld investiert, einen Geheimtip auftut oder einen bewährten Vererber nutzt und damit die Chance steigert, für das Fohlen Geld zu kriegen. NUR DAS EWIGE GEJAMMER ÜBER DIE PREISE KANN ICH NICHT MEHR HÖREN!!! Wenn sich die Fohlen nicht angemessen verkaufen lassen, dann frag ich micht doch - ist meine Stute zu schlecht, zu unbekannt? Ist der Hengst zu schlecht/unbekannt? Ist das Fohlen nicht gut genug für den Markt? Verlange ich zuviel Geld? Ist das Fohlen für den Markt zu jung, zu unausgebildet? Oder gibt es zu viele gleichartige Angebote - mehr als Nachfrage danach ist? Was kauft denn DER MARKT heutzutage?

Für mich gehören Stute und Hengst gleichermaßen zum Fohlen. Also müsste die vierte Antwortmöglichkeit lauten: Bewertung der Stuten (gibt es seit kurzem wieder) und der Hengste. Reine Information, keine Pflicht und keine Verbote. Wer seine Nachzucht notfalls billig verkaufen möchte, der soll es machen. Wer auf der Nachzucht sitzen bleibt, der sollte einfach mal eine Denkpause einlegen (siehe oben). Die möglichen Gründe dafür sind vielfältig. Und wer trotz Absatzproblemen weiterproduziert, der hat nix nicht begriffen.
Guest
Ich oute mich jetzt mal als Besitzer von Goldprämiertem Hengst. Insofern hätte ich ja nichts zu "befürchten".
Allerdings will ich trotzdem meine züchterische Freiheit behalten - und wenn ich es mir einbilde aus welchem Grund auch immer (ich denke mir da dann sicher was dabei) auch mal einen ohne Schleife einsetzen KÖNNEN - wohl gemerkt, würde ich sicherlich nicht oft machen weil ich schon irgendwie an eine Bewertung glaube - aber ich möchte DÜRFEN!

Wie war es denn früher, da gingen dann Hengsthalter mit nicht gekörten Hengsten in ausländische Zuchtverbände, ließen dort Kören (oder die mußten schon damals nicht) und züchteten im Ausland. Dann wären wir wieder soweit: zweierlei Maß für Leute die es sich leisten können und die anderen.
Wollt Ihr das wirklich?
Dann wieder über Schiebung schimpfen usw.?

Mein Denkansatz heißt: laßt doch ab sofort nur noch Leute für das Fohlen Ihrer Stute Papiere kriegen die ein Mindestmaß an züchterischer Weitsicht beweisen, so eine Art Mindestleistungsprüfung für Züchter! Wäre das nichts?
Könnte man sofort einführen, von mir aus alle davon befreien die z.B. schonmal einen gekörten/prämierten Hengst gezogen haben, andere Kriterien könnte man überlegen.

Alle anderen sollten eine Prüfung ablegen in der Sie ein Grundwissen über Gebäude, Genetik, Pedigree etc. beweisen müssen - dann KÖNNTEN sie zumindest in gewisser Hinsicht die Stute und den Hengst selbst einschätzen.
Wer die Prüfung nicht hat von mir aus Züchten nur mit "Oberaufsicht" eines geprüften, der könnte dann Rat geben und einwirken.
Und wenn er sein o.k. nicht gibt dann keine Papiere. Den ein oder anderen würde das vielleicht doch von einer Paarung abhalten.

Sicherlich ist auch das kein non plus ultra aber die Qualität der "Züchter" würde steigen - und die züchterische Freiheit bliebe für alle gewahrt!

Wäre das nichts?

Mal ganz davon abgesehen daß das wahrscheinlich wieder nicht WAHO-konform wäre ...
SteffenGuest
Es geht nicht nur um Absatzprobleme, sondern einfach nur um die unüberlegte Produktion aus mittelmäßigen Elterntieren statt zu verbessern, wie es eigentlich sein soll. Kleines Beispiel:

http://www.wolfgang-eberhardt.de/dc/dcboar...8&topic_id=4075

Da wird der "zukünftige Deckhengst" vorgestellt, ist zwar erst zwei, noch nicht auf Eintragung gewesen, aber wird ganz sicher Deckhengst. Auf der Homepage erklären die Besitzer, daß sie ganz am Anfang der Araberzucht stehen, aber ein eigener Deckhengst muß selbstverständlich sein. Man kann sich schon vorstellen, wie es weitergeht: Hengst wird vielleicht auf hartem Boden verabschiedet, aber natürlich hat dann die Körkommission bloß keine Ahnung und der Hengst muß natürlich decken. Davon sieht man doch jede Menge jedes Jahr in Aachen, und im nächsten Jahr erscheint ein neuer Schwung mit 3 und 4 eingetragene Hengste im HV Plan. Was nützt Information wenn kaum einer sie annehmen will? Jetzt nützen doch keine freundlichen Hinweise oder Empfehlungen mehr, da sich die meisten eh für schlauer als die Kommission halten. Entweder Pflichtkörung mit HLP oder die Araberzucht geht noch weiter den bach runter.
Araberdämmerung
Da dank WAHO jedes noch so krüpplige Tier in die Zucht darf und eine Körung, Leistungsprüfung etc. nie zum Ausschluß führen wird, bleibt ja nur ein Weg übrig. Wenn die Zuchtpferdeprüfung nichts bringt m ü s s e n d i e Z ü c h t e r g e p r ü f t w e r d e n !!! wink.gif
Wer Auto faren will, muß einen Führerschein machen. Wer Medikamente verkaufen will, muß Pharmazie studieren. Wer im Zoogeschäft Tiere verkaufen will, muß eine
§ 11 e - Prüfung machen und entsprechende S a c h k u n d e nachweisen! Dasselbe für Papageienzucht. Und so weiter.

Aber Araber "züchten"? Das können wir alle! Seminare besuchen - wozu, ich weiß doch eh alles besser! Meine Pferde sind einmalig. Die besten, schönsten, leistungsbereitesten. Okay, wenns sein muß, fahre ich den armen Hengst auch nach Aachen. Richtig bewerten kann den da eh keiner, die w o l l e n seine Qualität nicht sehen. Oh, dabei hat er ein so schönes Pedigree!!! Er ist von IBN HOFEINGETRAGEN aus der BINT NIEGERITTEN von ABU IM STALLGEKÖRT. Mit einer hübschen, geschmackvollen homepage und persönlichem engagement werde ich sicherlich ein paar Stuten für meinen EL SÜSSÖHRCHEN bekommen. Ich werde ihn eh auf eh - sagen wir mal 5 Fremdstuten - limitieren.

wink.gif

Also liebe Angela, wenns nach mir ginge, käme in die Abstimmung noch eine Zwangsfortbildung mit Abschlußprüfung für Züchter!
dezza
@ angela,
das war vor 2 (?) Jahren, da lag sie bei 700-800 € mit oder ohne Box etc. weiß ich nich mehr. Falls es sich bis jetzt geändert hat, würde ich es begrüßen davon zu hören wink.gif
Der 30 Tage Stationstest lag ebenfalls in dem Maß. (incl. Futter, Pflege, Beritt, Prüfung)
Is doch komisch, oder ?
ujw
Frei nach Wilhelm BUSCH:

...wenn einer der mit Mühe kaum
verwirklicht sich den Fohlentraum,
schon meint, dass er ein "ZÜCHTER" wär,
so irrt sich der.

biggrin.gif
Guest
Züchterprüfung laugh.gif laugh.gif laugh.gif

Persönlich alle Freiheiten haben wollen (natürlich braucht der eigene Hengst nicht gekört/geprüft werden, und man will gelegentlich einen ohne Schleife einsetzen dürfen) und andere sollen gefälligst geprüft werden.

Versucht es doch andersrum:
Wer einen bis 5er einsetzt, wird 3 Jahre vom Verband ausgeschlossen.
Und grundsätzlich im Papier der Fohlen die Eintragungsnoten der Eltern.

Züchterprüfung *kopfschüttel*
GastGuest
Ich würde für Beibehalt des bisherigen Systems stimmen. Wie hier schon erwähnt wurde ist schließlich keiner gezwungen "minderwertige" Hengste einzusetzen, noch ist einer gezwungen zu züchten. Doch finde ich es wichtig, dass man zumindest die Möglichkeit hat jeden Hengst einsetzen zu können. Im übrigen stimme ich DrSabine zu.

Züchterprüfung einführen *ebenfalls kopfschüttel*. Aber das ist wohl mal wieder typisch deutsch - für jeden F... einen Zettel, ob sinnvoll oder nicht. Allerdings auch über letzten Vorschlag, Züchter, die Hengste bis zu einer 5er Note einsetzen, auszuschließen (dann hoffentlich auch von den Beiträgen wink.gif ) *kopfschüttel*
Pat
Was ist denn schlimm an einer Züchterprüfung?
Damit ich ein von mir trainiertes Pferd auf die Rennbaghn bringen kann, muß ich doch auch mindestenz die Besitzertrainerprüfung abgelegt haben. Wenn ich Tunier reiten will, muß ich ein Reitabzeichen ablegen. Nur züchten darf ich ahnungslos. Daher kommen doch die vielen "Unfälle"! Wenn ich mir im Forum so manche Aussagen durchlese *kopfsuperschüttel*, die Unwissenheit und Unbedarftheit schreit doch zum Himmel!
Julia
ZITAT Dr. Sabine
QUOTE
Vielleicht ein schon oft gehörtes Argument, aber dennoch: Es gibt auch noch den Stutenbesitzer, der entscheiden kann, ob ihm eine gute Eintragungsnote, eine Leistungsprüfung und/oder qualitätvolle Nachzucht eines Hengstes wichtig sind. Es macht auch einen Unterschied, ob man ein Fohlen für sich selbst oder für den Markt züchtet und was für einen Verkaufspreis bzw welche Art von zukünftiger Nutzung man für das Fohlen anstrebt.


Diese Meinung teile ich absolut nicht. Denn das würde ja heißen, dass ganz bewusst züchterische Fehlentscheidungen von Stutenbesitzern getroffen werden.
Ziel muss es immer sein, das allerbeste arabische Pferd zu züchten. Egal, ob ich für mich persönlich oder für andere züchte.
Denn wo liegt der Sinn, wenn ich mich bewusst für einen schlechten Hengst entscheide, weil das Fohlen nur für mich sein soll?
Erstens kann ich nicht wissen, ob ich nicht doch einmal gezwungen sein werde das Fohlen doch zu verkaufen.
Zweitens züchte ich damit sehenden Auges ein minderwertiges Pferd (von "züchten" darf man in diesem Zusammenhang eigentlich gar nicht sprechen).
Wo liegt denn da der Sinn?
Gudrun Irtzing
@Guest

QUOTE
Versucht es doch andersrum:
Wer einen bis 5er einsetzt, wird 3 Jahre vom Verband ausgeschlossen.


erzählen Sie das auch Herrn Nagel und den anderen Züchtern , die Hafid Jamill einsetzen? <_<
wäre ja durchaus schade, wenn der Hengst nicht genutzt werden könnte.

@Angela
so ein Beispiel in der Art meinte ich.

Gudrun
Guest
QUOTE (Gudrun Irtzing @ May 25 2004, 04:58 PM)
erzählen Sie das auch Herrn Nagel und den anderen Züchtern , die Hafid Jamill einsetzen? dry.gif
wäre ja durchaus schade, wenn der Hengst nicht genutzt werden könnte.

Warum wäre das schade? Gibt es nicht genug Hengste die typvoll und korrekt sind? Wenn die Körkommission Hafid Jamil nicht zur Zucht empfohlen dann hatten sie ihre Gründe. Wenn ein Züchter mit so viel Erfahrung wie Herr Nagel einen Hengst mit große Schwächen einsetzt ist das schon riskant aber vertretbar. Aber wenn es ihm lauter unerfahrene Züchter nachmachen nur weil es gerade ein Modehengst ist dann ist es doch sehr gefährlich. Genauso mit dem anderen Hengst der zwar den Asil Cup (oder war es das EEE?) gewann aber auf der letzten Eintragung gleich rausflog. Das hat nichts mit dumme Kommission zu tun sondern mit dem Unterschied zwischen Show und Zucht. Nur weil ein Hengst Schauen gewinnt macht das ihn noch lange nicht zum geeigneten Zuchttier. Ich finde es gibt genug rundum gute Hengste die auch noch Leistung bringen, warum muß man dann solche Hengste nehmen die zwar einen hübschen Kopf uns ein wohlklingendes Pedigree aber dafür große Schwächen anderswo. Genau sowas hat doch den Arabern den Ruf der unreitbaren Showpüppchen eingebracht. Nur weiter so.
AbshaArabians
ZITAT Dr. Sabine
QUOTE
Vielleicht ein schon oft gehörtes Argument, aber dennoch: Es gibt auch noch den Stutenbesitzer, der entscheiden kann, ob ihm eine gute Eintragungsnote, eine Leistungsprüfung und/oder qualitätvolle Nachzucht eines Hengstes wichtig sind. Es macht auch einen Unterschied, ob man ein Fohlen für sich selbst oder für den Markt züchtet und was für einen Verkaufspreis bzw welche Art von zukünftiger Nutzung man für das Fohlen anstrebt

Zitat Julia
QUOTE
Diese Meinung teile ich absolut nicht. Denn das würde ja heißen, dass ganz bewusst züchterische Fehlentscheidungen von Stutenbesitzern getroffen werden.
Ziel muss es immer sein, das allerbeste arabische Pferd zu züchten. Egal, ob ich für mich persönlich oder für andere züchte.
Denn wo liegt der Sinn, wenn ich mich bewusst für einen schlechten Hengst entscheide, weil das Fohlen nur für mich sein soll?
Erstens kann ich nicht wissen, ob ich nicht doch einmal gezwungen sein werde das Fohlen doch zu verkaufen.
Zweitens züchte ich damit sehenden Auges ein minderwertiges Pferd (von "züchten" darf man in diesem Zusammenhang eigentlich gar nicht sprechen).
Wo liegt denn da der Sinn?

wer spricht von züchterischer Fehlentscheidung, oder von schlechtem Hengst wenn man einen Unterschied zieht ob zum verkauf oder für mich selber ??
Für mich selber bin ich gerne bereit auch mal eine Decktaxe anzulegen, die sich bei Verkauf wahrscheinlich niemals rechnen würde, oder aber den noch unbekannteren zu wählen. Zum verkauf würde ich da bestimmt ehr den bekannteren mit großem Namen wählen, und auch die Decktaxe muß da noch bezahlbar sein.
Ich habe dieses Jahr eine meiner Stuten zu einem der begehrtesten Hengste (dessen Nachzucht sehr gut zu verkaufen ist ) in Deutschland gebracht. Decktaxe nicht billig. Nach dortigem Eintreffen und Gespräch mit dem Besitzer wählte ich den genauso teuren Nachwuchshengst, ohne großen Namen...ob Nachzucht auch genausogut verkäuflich..?? sollte dieses Fohlen für den Verkauf sein wäre ich mit Sicherheit bei dem bewährtem Vererberstar geblieben, aber da Fohli für mich kann ich es mir gut und gerne erlauben meinen "Schwarm" zu wählen...
Grüßle
MiriBerger
AbshaArabians
QUOTE (Guest @ May 25 2004, 05:12 PM)
QUOTE (Gudrun Irtzing @ May 25 2004, 04:58 PM)
erzählen Sie das auch Herrn Nagel und den anderen Züchtern , die Hafid Jamill einsetzen? <_<
wäre ja durchaus schade, wenn der Hengst nicht genutzt werden könnte.

Warum wäre das schade? Gibt es nicht genug Hengste die typvoll und korrekt sind? Wenn die Körkommission Hafid Jamil nicht zur Zucht empfohlen dann hatten sie ihre Gründe. Wenn ein Züchter mit so viel Erfahrung wie Herr Nagel einen Hengst mit große Schwächen einsetzt ist das schon riskant aber vertretbar. Aber wenn es ihm lauter unerfahrene Züchter nachmachen nur weil es gerade ein Modehengst ist dann ist es doch sehr gefährlich. Genauso mit dem anderen Hengst der zwar den Asil Cup (oder war es das EEE?) gewann aber auf der letzten Eintragung gleich rausflog. Das hat nichts mit dumme Kommission zu tun sondern mit dem Unterschied zwischen Show und Zucht. Nur weil ein Hengst Schauen gewinnt macht das ihn noch lange nicht zum geeigneten Zuchttier. Ich finde es gibt genug rundum gute Hengste die auch noch Leistung bringen, warum muß man dann solche Hengste nehmen die zwar einen hübschen Kopf uns ein wohlklingendes Pedigree aber dafür große Schwächen anderswo. Genau sowas hat doch den Arabern den Ruf der unreitbaren Showpüppchen eingebracht. Nur weiter so.

..."Wenn die Körkommission Hafid Jamil nicht zur Zucht empfohlen dann hatten sie ihre Gründe. Wenn ein Züchter mit so viel Erfahrung wie Herr Nagel einen Hengst mit große Schwächen einsetzt ist das schon riskant aber vertretbar. Aber wenn es ihm lauter unerfahrene Züchter nachmachen nur weil es gerade ein Modehengst ist dann ist es doch sehr gefährlich"........

@ Gast
da hat ein Herr Dr. Nagel auch noch die Hand drüber was für eine oder welche Stute Hafid Jamil deckt (wenn überhaupt), schwer möglich das ihm das jeder unerfahrene Züchter nachmacht, also Gefahr gebannt.... mal ganz abgesehen davon das nicht jeder so unerfahrene Neuling so tief in die Tasche greifen würde, ich denke da wird doch lieber der "billige" Nachbarshengst genutzt.... wink.gif den ich hier ehr als Gefahr sehe......
Julia
Naja, das Beispiel mit dem jungen Hengst aus Israel der den Asil Cup gewann, halte ich für nicht gerade geeigenet zwischen "Show" und Schau zu unterscheiden.

Gerade er wurde in der Fachpresse (sie AHW) und von den Richtern für sein hervorragendes Fundament gelobt und genau das Fundament bekrittelte die Kommission.

Sagt doch nur: Je mehr Menschen desto mehr Meinungen, oder?
Gudrun Irtzing
Irgenwie habe ich das Gefühl, dass es hier nur schwarz und weiß gibt. Keinerlei Grauzonen wie im wirklichen Leben.
Wenn man sich die Diskussionen durchliest, muß einem der Gedanke kommen, dass 90% der Araber:
-krank sind
-schlechtes Gebäude und Fundament
-nicht reitbar
-Nervenbündel
sind.
99% der Züchter nicht wissen was sie tun, im Prinzig also alles Stümper.

Ein Goldhengst kann sich durchaus als züchterische Niete erweisen und ein schlechterer kann durchaus gute Nachzucht bringen. Somit haben wir hier doch Grauzonen.

Ich habe mir nach der letzten Hengsteintragung die Mühe gemacht, mal die Abstammungen der Hengste bis 6 Jahren zu durchleuchten. 90% der Vatertiere hatte Schleifen bis Elite. Die Züchter halten sich also sehr wohl an die Empfehlung der Kommision. Auch war 2003 ein Hengst zum zweiten Mal vorgestellt worden und hatte diemal eine Schleife bekommen. Auch hier die Grauzone. Von 5 rauf auf 6. Ich möchte nicht wissen, wie es umgekehrt wäre, wenn alle Hengste seid dieser Regelung zum heutigen Stand wieder auf der Eintragung wären.

Eine sinnvolle Diskussion über die Eintragungsarten wäre doch angebracht, es darf auch nicht vergessen werden, dass die Stuten auch einen Teil (50%) mitgeben.

Im Warmblutlager ist das Problem mit dem Züchten genauso. Es wird immer durch Zufall "Spitzenpferde" geben, sonst gäb es mehr Rusty's, Rembrand's, Gigolo's und Ratina-Z's. Auch hier gibt es Vollgeschwister, aber halt keine so erfolgreichen.

Er würde dem Pferd "Araber" mehr bringen, wenn das dumme Hick-Hack aufhören würde. Interessanterweise sind es Gäste ohne Namen, die die anderen Züchter immer die Kompetenz absprechen. Sehr aufschlussreich.
Uli Weckenmann
Oh je!
Ist doch in unserem überregulierten Land mal eine staatlich Auflage entfallen, schon schreien viele wieder nach noch mehr Auflagen:
Körung
Pflicht-HLP
Züchterprüfung
Noch was?

Zur Erinnerung: Die "Körung", ehemals Pflicht nach DEUTSCHEM GESETZ, fiel weg auf Grund einer EU- Neuregelung, da EU-Recht über nationalem Recht steht. Dies wurde erlassen, um mehr Wettbewerb im europäischen Handel mit Zuchttieren ( Schweine, Rinder; Ziegen etc und eben auch Pferden) zu ermöglichen. Nachdem das NATIONALE KÖRGESETZ wegfiel, griff die WAHO-Regelung, nach der alle Vollblutaraber, die in einem WAHO-anerkannten Stutbuch eingetragen sind, zur Zucht zugelassen werden MÜSSEN. Körungen für Vollblutaraber werden von der WAHO nur in Ländern akzeptiert, in denen es nach NATIONALEM RECHT Pflicht ist, das trifft aber auf EU- Länder, wie Deutschland nicht zu.
Also muß man das EU-Recht ändern, wenn man eine Körung, Pflicht-HLP etc. wieder einführen will. Viel Spaß bei der Durchsetzung in Brüssel!
Das sind die Fakten, da kann auch eine Mitgliederversammlung nichts ändern- Gott sei Dank!!!
Ich bin froh, wenigstens in einem kleinen Bereich, meiner Vollblutaraberzucht, ohne Gesetze relativ frei entscheiden zu können. Und ich kann mich nicht erinnern, daß jemals ein Fall für den Tierschutz bei meinem Tun rauskam .
Ein weitere Vorteil dieser Freiheit:
Jeder Stutenbesitzer kann frei seinen Traumhengst aussuchen, er darf frei alle Infos über diesen Hengst einholen.
Jeder Käufer kann frei sein Traumpferd kaufen, Infos über das Pferd und seine Vorfahren gibt es bei Verkäufer, Verband, Tierarzt, Internet, Printmedien etc.
Ist doch gut, oder?

Nur meine bescheidene Meinung.
Anjuli Bai
Ok,
wer sich für das Weitermachen wie bisher entscheidet, sollte sich bitte bitte nicht mehr über all die anderen aufregen, die das ebenfalls praktizieren.

Nicht über Qualität der Pferde der anderen und des Arabischen Pferdes an sich.

ER, der keine Reglements will, ist nämlich dafür mitverantwortlich.
Und nur, um selbst mit einem Hengst zu züchten, der mit mangelhaften Kriterien ausgestattet ist.
Traurig.
Uli Weckenmann
Hallo Anjouli,
Ich glaube nicht, daß aus irgendeinem meiner Postings das Aufregen über DIE schlechten Araber, Die gewissenlosen Züchter oä spricht. Natürlich ist nicht alles nach MEINEM PERSÖNLICHEN Geschmack, was gezüchtet wird. Wenn ich um Rat gefragt werde, gebe ich meine PERSÖNLICHEN Erfahrungen und Meinungen weiter, mehr nicht.
Trotzdem respektiere ich, was andere tun, ich würde niemand dazu zwingen, nach meinen Kriterien zu handeln, ich bin doch nicht Gott- und jede noch so kompetente Komission auch nicht. Wir sind alle nur Menschen und in unserer individuellen Vielfalt einmalig. Wer Recht hat- züchterisch- entscheidet sich sowieso erst in vielen Jahren.
Ich finde das nicht traurig.
Melitta Burger
Mich regt schon die Tatsache auf, dass ich nicht einmal wirklich Bewertungen erfahre, wenn ich die wissen will. Wie soll ich mich allein und ohne jede richtige Hilfe in diesem inzwischen zum undurchschaubaren Dschungel angewachsenen "Berg" von eingetragenen Hengsten zurecht finden, den wir allein in Deutschland haben?

Für mich wäre Körung und HLP ein echter Segen. Dann hätte ich Orientierung.
GastGuest
Ich bin ebenfalls für das jetzige Sytem (hatte ich bereits gesagt).
Wenn ich allein drandenke, welche Möglichkeiten und Hengste wegfallen würden (zwar nicht rückwirkend), doch praktisch alle, die nicht "gold" hätten (und zwar ob super Reitpferd oder Schaucrack). Nicht auszudenken. Bei den Stuten wäre es genauso. Eine fürchterliche Vorstellung <_< ....

Was heißt, man findet sich nicht im "Dschungel" zurecht. Sofern man seine Stute kennt, wird man wohl entscheiden können, ob der ausgesuchte Hengst, den man sich ansieht, zur Stute evt. passt (ob tatsächlich, wird das Fohlen zeigen, denn alles kann man nunmal nicht planen). Dann ist es auch egal, ob der Hengst im Fundament eine 6 oder 7 hat.
Ein seriöser Hengsthalter wird auch Anfänger beraten und Schwächen mitteilen. Unterlässt er dies, verzichtet man entweder auf den Hengst, nimmt jemanden zur Beratung mit oder- bei genügend eigener Kenntnis -wird man ihn trotzdem nehmen.
Oder glaubt ihr, dass nur weil bei einer Körung lauter "Goldhengste" herumlaufen würden, dass dann diese zu allen Stuten passen oder umgekehrt. und man praktisch sorglos wählen kann?? Abgesehen davon gibt das jetzige Schleifensystem ja einen Anhaltspunkt über die Qualität des Hengstes an sich (wie er sich dann vererbt steht auf einen anderen Blatt, aber das wäre auch bei staatlich gekörten Hengsten so). Also, wenn man schon um Orientierung oder Körung "fleht", dann frage ich mich, warum man sich dann nicht nur an die Goldhengste (die nach dem früheren System auch gekört worden wären) hält wink.gif ?? Da hat man doch schon eine sehr gute Orientierung, da es eine ganz schlechte Note praktisch nicht gibt. Und bitte nicht wieder sagen, dass die ganze Bewertung sowieso unkorrekt abläuft ect. Das mag ab und zu so der Fall sein, wäre aber bei der Körung auch nicht anders.

Wie Frau Irtzig schreibt, hat man bei diesen Diskussionen das Gefühl, dass 90% arabische Krüppel herumlaufen, und das ist eben nicht so. Weder bei den Schaupferden, die sowieso nur einen minimalen Teil ausmachen, als auch bei den anderen. Hört endlich auf zu Jammern! Egal was eingeführt wird oder nicht, es wird immer "begnadete" Züchter geben, es wird immer Züchter geben, die ein "gutes Händchen haben" und es wird immer "Verlierer" geben. Abgesehen davon, dass zur erfolgreichen Zucht auch Einsatz (nicht nur finanziell), Marketing, Ausdauer (auch bezgl. Preis halten, Wirtschaftslage etc.) und auch etwas Glück gehört.
FrankGuest
QUOTE
Mich regt schon die Tatsache auf, dass ich nicht einmal wirklich Bewertungen erfahre, wenn ich die wissen will. Wie soll ich mich allein und ohne jede richtige Hilfe in diesem inzwischen zum undurchschaubaren Dschungel angewachsenen "Berg" von eingetragenen Hengsten zurecht finden, den wir allein in Deutschland haben?
Für mich wäre Körung und HLP ein echter Segen. Dann hätte ich Orientierung.


Auch die Körungsnoten sind "geheim" und Sie erfahren die nicht!
ElaGuest
Hallo,
an alle Züchter und werdende Züchter. Ihr wollt gerne eine Beurteilung einer Körkomission haben weil Ihr sonst nicht sicher seid, ob Euch ein Hengst gefällt (gut genug) oder nicht. Gerade der Züchter, der ein neues Lebewesen in die Welt setzen möchte, sollte so viel Fachkenntnis erworben haben, ein Pferd auch zu beurteilen. Über den Typ läßt sich gewiß streiten, die Geschmäcker sind ein Glück verschieden, aber über die Korrektheit eines Pferdes insbesondere Fundament und Gebäude nicht. Es wurden Pferde mit Silber und auch schon Gold versehen, die solche Schwächen insbesondere im Fundament hatten, das man diese von weitem sah. Diese Pferde hätten niemals eine 4 in diesen Kriterien haben dürfen, also auch nicht in die Schleifenvergabe mit einbezogen werden. Das sind leider keine Einzelfälle. Andere die vielleicht nicht den "gerade angesagten" Kopft etc. haben, aber durchaus korrekt waren, wurden sofort nach Hause geschickt und nicht weiter bewertet. Also bei solch einer Kommission kann ich durchaus auf eine Körung verzichten, und bilde mir selber meine Meinung über einen Hengst der für mich in Frage kommen würde. Falls ich dieses aber nicht könnte, lasse ich lieber das züchten und kaufe mir lieber ein Pferd.

MfG
Ela
Melitta Burger
Ja wie?? Werden dann auch Hengste gekört, die eine drei oder vier bekommen haben und dürfen decken? wink.gif Ich war bisher so naiv und dachte, dass nur Tiere, die eine gute Gesamtbewertung bekommen, auch gekört werden können und ich daher bei einem gekörten Hengst schonmal davon ausehen kann, dass er eben KEINEN Dreier oder Vierer hat. Na, da hab ich mich aber dann schwer geirrt.... unsure.gif

Aber jetzt wieder im Ernst: Warum um Himmels Willen sollten denn die Noten überhaupt geheim sein??? Das meinte ich doch mit der Orientierungshilfe. Wenn ich die Bewertung für ein Tier einsehen kann, dann geht das auf alle Fälle leichter mit der Entscheidung, ob ich mir einen Hengst überhaupt ansehen muss oder eben nicht.

Wie war das nochmal mit der Gesamtanzahl der Reinägyter in Deutschland insgesamt und kann es da WIRKLICH sein, dass gleich etliche hundert DECKhengste sind? Mit allen Qualitäten, die ein solcher haben sollte?

Ich bleibe dabei. Ich bin für Körung UND HLP. Und durchaus auch für die Möglichkeit, dass ein ursprünglich nicht gekörter Hengst sich seine Anerkennung im Sport verdienen kann.
dezza
Da kann ich mich Gudrun, Uli und dem letzen Gastguest nur anschließen !
Wenn Körung etc die ultimative Lösung wäre, dann gäbe es ja z.B. in der Warmblutzucht quasi nur Welmeyers, Donnerhalls und Sandro Hits !!! Haha, ich lach mich schlapp !!!
laugh.gif
Das würde heißen:
>Gekörter Hengst x Hauptstutbuch eingetragene und SLP geprüfte Stute = Zuchtfortschritt.....
Denn züchten heißt verbessern und eine Verbesserung ist ein Zuchtfortschritt.<
Das würde bedeuten, daß jeder der nicht jedes Mal eine Verbesserung hat auch kein Züchter ist..... ph34r.gif
Owei, welch Übel !!! Owei, welch dummes Zeug !!!
Der Weg zum mündigen Züchter und zur Verbesserung der allgemeinen Situation der “Seepferdchenkrüppelchen” (wie es wohl fast alle sind, zumindest wird es so schwarz teilweise dargestellt blink.gif ) ist mühsam und steinig. Doch ist es der richtige Weg ! Ermöglicht er doch jedem “seinen” Typ zu züchten. Oder sollten die “weniger typvollen” französischen Renncracks allesamt aus der Zucht ausgeschlossen werden ? Nur weil sie “zuwenig arabisches Flair” haben ? ...obgleich sie korrekt und leistungsfähig sind.... -Jutta, das entspräche deiner Aussage....
Die meiner Meinung nach schwierigsten Fragen zur Pflichtkörung wären (wie bereits erwähnt) :
Nach welchem Maßstab richten ? Wielviel Gewichtung darf der Typ (welcher immer subjektiv ist !! ) bekommen ? An welchem Maßstab sind die Bewegungen zu messen ? An Weltmeyer vielleicht ? Oder doch die kurzen, flachen und kraftsparenden Tritte des Wüstenpferdes ? ...etc... huh.gif
Desweiteren bin ich immernoch der Meinung, daß unserem System
1. -ein Ausbau der Transparenz bezüglich Bewertungen und Prüfungen
2. -eine starke Förderung (z.B. durch Senkung des Beitrags für diese Hengste und
Stuten) von Prüfungen und Leistungsnachweisen, sowie bei sehr guten
Bewertungen bei der Eintragung
mehr bringen wird als weitere Pflichten.
bis dahin, LG, anita
Gudrun Irtzing
QUOTE
Mich regt schon die Tatsache auf, dass ich nicht einmal wirklich Bewertungen erfahre, wenn ich die wissen will. Wie soll ich mich allein und ohne jede richtige Hilfe in diesem inzwischen zum undurchschaubaren Dschungel angewachsenen "Berg" von eingetragenen Hengsten zurecht finden, den wir allein in Deutschland haben?

Für mich wäre Körung und HLP ein echter Segen. Dann hätte ich Orientierung.



Hallo,
ich weiß nicht, wo Dein Problem liegt. Im Hengstverteilungsplan sind alle Hengst mit den entsprechenden Noten aufgeführt.
Auch die Schleifen stehen dort sowie die Punkte der HLP. Auch gibt es noch genügend Hengste die nach dem alten Muster gekört worden sind.
Die Noten sind zwar auf der Eintragung geheim, werden aber jedem Hengstbesitzer ausgehändigt.
Fazit:
Ich nehme den Hengstverteilungsplan, suche mir einen Hengst raus - dort steht die Note, Scheife und die Note der HLP frage beim Hengsthalter an und lasse mir eventuell die Noten zeigen.

Habe ich also einen Hengst meiner Wahl vorab ausgesucht, sollte der Hengst ja noch "life" besichtigt werden, dort kann man sich im allgemeinen sogar noch Nachzucht ansehen. Wie in anderen Beiträgen schon erwähnt, wird der Hengsthalter bestimmt noch erklären, was der Hengst mitgibt.

Die Wahl, welchen Hengst zu welcher Stute, die Entscheidung kann nur vom Stutenbesitzer getroffen werden. Diese Entscheidung kann und sollte auch nicht abgenommen werden.

Also wo ist das Problem?

Gudrun
Rodania
Das Problem ist, wie weiter oben schon angemerkt wurde, daß es eben nicht nur schwarz und weiß gibt und pro und contra, sondern eine große Grauzone. Deshalb habe ich mich aus der Abstimmung herausgehalten, weil ich unter bestimmten Aspekten jede der Antworten ankreuzen könnte - oder auch nicht.

Als es die Körung in der alten Form noch gab, habe ich auch ständig daran herumgemäkelt und wollte sie am liebsten abschaffen, weil es immer wieder zu Entscheidungen kam, die ich absolut nicht nachvollziehen konnte (sowohl bei Körung als auch bei Nicht-Körung). Ich dachte auch, der Markt wird das schon regeln - anderswo klappt das ja auch. England z. B. hatte noch nie eine Körung, trotzdem wurden seit jeder mehr Hengstfohlen gelegt und es gab weniger Deckhengste als bei uns.

Nach über zehn Jahren VHS habe ich diese Hoffnung längst aufgegeben, wenn ich Jahr für Jahr sehe, was da alles als potentieller Vererber angeschleppt wird... Ja versuchen diese Leute nicht einmal, sich mit der Materie vertraut zu machen? Haben die nicht einmal die elemantarsten Kenntnisse über Exterieurbeurteilung? Pardon, aber wer die nicht hat, sollte die Finger vom Züchten lassen. Und so sehr ich hoffe und hoffe, es wird und wird nicht besser. Die Hengste werden nicht weniger, und der Qualitätsdurchschnitt wird nicht höher.

Allerdings liegt das m.E. nicht einmal am System. Das VHS-System bietet ja durchaus eine Orientierung. Die Schleifenvergabe bzw. die Endnote des Hengstes ist um HVP einzusehen, das gibt zumindest einen Anhaltspunkt. Klar, daß sich der Stutenbesitzer den Hengst auch selbst ansehen sollte, bzw. von einem Experten mustern lassen, wenn er das nicht selber kann. Im Idealfall wäre auch die Nachzucht zu begutachten. Und die Noten! Wenn ein Hengstbesitzer sich weigert, die vorzuzeigen, wäre ich erstmal skeptisch.

Das Problem ist, daß viele diese Hinweise gar nicht ernst nehmen. Der VZAP spricht ganz deutlich eine Empfehlung aus, bzw. verweigert diese, durch die Vergabe bzw. Nichtvergabe von Schleifen. Es gibt einige Besitzer, die handeln dementsprechend und nehmen den Hengst nicht in die Zucht. Aber es sind zu wenige. Gerade die schlimmsten Minus-Varianten stehen weiterhin im HVP (einer mit Sehnenstelzfuß!). Viele Besitzer glauben trotz der schlechten Beurteilung felsenfest an ihren Hengst und schimpfen auf die Kommission.

Daß diese manchmal mit zweierlei Maßstab mißt, kommt noch hinzu. Vor vielen Jahren wurde ein großer Schauchampion goldprämiert, der auf der früheren Körung keine Chance gehabt hätte. Einige Jahre später kam ein weiterer Hengst mit identischen Exterieurproblemen, der aber völlig unbekannt war und mit einer 4 abblitzte. Und der Besitzer fragte sich - natürlich! - verständnislos, warum sein Hengst ausgerechnet in dem Bereich, wo er doch "ideal" wäre, so eine schlechte Note bekommen hätte. Was sollte er auch sonst denken?

Weiteres Problem, und größte Grauzone: wie schon jemand sagte, es ist eine reine Exterieurkörung, die weder über Leistungsfähigkeit noch über Vererbung irgendetwas sagt; allenfalls über Potential. Bei jungen Hengsten kommt der Entwicklungsstand dazu, der sich ändern kann - so mancher Hengst ist durchgerasselt und hat beim zweiten Anlauf eine Silberschleife bekommen. Das Urteil auf der VHS ist nicht alles. Einige Beispiele von Hengsten, die in Aachen schleifenlos nach der Hartplatzmusterung verschwanden:
- einer beim ZSAA gekört, leistungsgeprüft, inzwischen vom Trakehner Verband (!!) anerkannt. (Ja, er hat Typ - glaube keiner, daß die Trakis da nicht drauf achten. Sarid wollten sie deswegen nicht.)
- einer erfolgreiches Dressurpferd bis Kl. S, Sport-Europachampion
- zwei beim ZSAA gekört
- einer, mit 4 (!) eingetragen, ist ein super Reitpferd, geht S-Lektionen, und hat sehr gute Nachzucht, die seine Fehler durch die Bank nicht hat.
Ebenso gibt es Goldhengste, die als Vererber nichts taugen. Das sind gerade die Dinge, die mich früher bei der Körung geärgert haben.

Insgesamt meine ich, das augenblickliche System ist eigentlich nicht schlecht - wenn sich nur mehr Besitzer auch danach orientierten. Was hier fehlt, ist die Weiterbildung. Nirgends gibt es so viele selbsternannte Experten in kürzester Zeit wie bei den Vollblutarabern!!

Eine HLP, egal welcher Art, wäre allerdings dringend nötig. Ich denke, die Rittigkeitsprüfung ist ein Schritt in die richtige Richtung - aber nur ein kleiner. So ist es mir ein Rätsel, daß bei einer solchen Prüfung nur vom Boden aus geurteilt wird. Da müßte unbedingt ein Fremdreiter her, der auch seine Meinung dazu sagt!
Am besten wäre es, mehr Hengste würden ihre Leistung im Sport unter Beweis stellen. Es gibt doch so viele Möglichkeiten, und dazu noch einige, die kaum genutzt werden (Vielseitigkeit!).
Gut, da fehlen die Reiter, circulus vitiosus - aber ich wollte eigentlich nur kurz (?) andeuten, wie vielschichtig das Problem ist.

LG, Betty
SusanneGuest
Das Problem sind die Hengstbesitzer.
Bei der ersten telefonischen Kontaktaufnahme sind das grundsätzlich Superhengste, nur zur Eintragung waren alle nicht gut drauf, nicht die Hengste und die Kommission schon gar nicht.
Selbst Besitzer von Gold-Hengsten fühlten sich bei den Einzelnoten schlecht behandelt.

Auf die Frage nach den Einzelnoten kamen Antworten wie:
- leider verloren gegangen, die haben wir nicht mehr
- liegen im Safe
- hat der Vorbesitzer nicht mitgegeben
- "glauben Sie etwa, daß ich Sie anlüge?"
usw.

Unleserliche Protokolle per Fax.
Der Verdacht der nachträglichen Veränderung.
Woher weiß ich, daß die Angaben stimmen?
Wo kann ich diesbezüglich nachfragen?

Welcher Silber-, Weiße Schleife oder noch Schlechterer-Hengst-Besitzer vesendet das Protokoll? Wenn nichts zu verbergen ist, können die doch auch auf den eigenen Internetseiten veröffentlicht werden, statt seitenweise Kopfilder zum Beispiel.

Das mit den Eintragungsnoten der Eltern in Abstammungsnachweisen finde ich gut.
Guest
@ Rodania
Ich möchte mal sehen was passiert, wenn man beim Gestüt Nagel, Ismer, Tauschke, Sax usw. mit einem (richtigen!) Sachverständigen aufläuft um die Hengste zu begutachten
ohmy.gif ohmy.gif ohmy.gif
Erna Kornelis
QUOTE (GastGuest @ May 26 2004, 01:03 PM)
Was heißt, man findet sich nicht im "Dschungel" zurecht. Sofern man seine Stute kennt, wird man wohl entscheiden können, ob der ausgesuchte Hengst, den man sich ansieht, zur Stute evt. passt.

Hallo Gast!
Du kannst es vielleicht, ich hoffe auch, dass ich es noch lernen werde, damit ich spaeter ordentliche Pferde zuechten kann.
Allerdings stimmen mich folgende zwei Beispiele, die ich auch schon in dem anderen Thread gepostet hatte, sehr nachdenklich:

Herr X hat eine Stute (recht extremer Hechtkopf, schlechter Hals, mittelmaessiges Fundament, ebensolche Gaenge) gekauft und moechte ein Fohlen haben. Ausser dem schlechten Hals fallen Herrn X aus Ahnungslosigkeit keine weiteren Maengel auf. Gedeckt wird sie mit einem Hengst (Note 4, wovon Herr X keine Ahnung hat, weil der Besitzer nur mit "gekoert" wirbt) mit Unterhals und sehr schwachem Fundament (faellt ihm auch nicht auf mangels Erfahrung). Das Fohlen: Mamas Kopf und die Fehler mal zwei. Zudem noch Ekzemer, uiuiui. Gottseidank eine Stute, dann kann man's ja nochmal versuchen...

Der gleiche Herr X liest im AJ die Preise, die man fuer einen Rappen bekommt, und kauft sich eine schwarze Angloaraberstute. Er stellte mir allen Ernstes die Frage, wie oft er mit einem AV-Hengst decken muss, bis denn wieder ein AV herauskommt...

Dabei macht er das bestimmt nicht absichtlich, er weiss wohl nicht besser. Schade.

----------------

Wie kann man dem entgegenwirken, ohne die anderen Zuechter in ihrer Freiheit zu sehr einzuschraenken?
Sollte man nicht doch gewisse Pferde (Stuten wie Hengste), die gewisse Mindestkriterien (?) nicht erfuellen, von der Zucht ausschliessen oder wenigstens in einem getrennten Stutbuch fuehren, um ein Exempel zu statuieren?
Copi Gast
QUOTE (SusanneGuest @ May 26 2004, 03:26 PM)
Welcher Silber-, Weiße Schleife oder noch Schlechterer-Hengst-Besitzer vesendet das Protokoll? Wenn nichts zu verbergen ist, können die doch auch auf den eigenen Internetseiten veröffentlicht werden, statt seitenweise Kopfilder zum Beispiel.

Hallo,
ich würde jedem die Noten zeigen, übersenden sogar hier öffentlich reinstellen,. einem mit 5 eingetragenen Hengst, und bitten sich den Hengst selbst anzusehen, aufgrund welcher Note er keine Schleife bekam. Ich meine jeden Hengst und Hengsthalter über einen Kamm zu scheren ist zu einfach.

Viele Grüße
Manuela
Rodania
@Gast: Vielleicht bin ich doch zu idealistisch - aber wenn es sich bei den genannten Herren/Damen um richtige Züchter handelt (und das unterstelle ich bei diesen Namen einfach mal), dann dürften sie Verständnis dafür haben, wenn sich ein Newcomer einen Experten mitbringt!

In diesem Zusammenhang - mir ist persönlich ein Züchter bekannt, der zu Dr. Nagel kam, einen Hengst (Adnan) begutachtete, und (da er Reitpferde züchtet) dann fragte, ob er ihn probereiten dürfte. Ich kann mir nicht vorstellen, daß so etwas häufig passiert!
Übrigens: er durfte.

LG, Betty
paelmchen
Diejenigen unter Euch, die auf der letzten VHS dabei waren , können eigentlich nur zu dem Schluss kommen, dass es dringend fällig ist, Körung und HLP wieder einzuführen.

Es gibt einfach zuviele Betriebsblinde die sich auch die "letzte Gurke" schönreden.

Allerdings ist wie Betty schon richtig erwähnte, die Problematik wesentlich komplexer.

Eine Kompromisslösung könnte meiner Meinung nach darin bestehen, dass die nicht "GOLD" Jungs sich Ihre Goldschleife über Reitleistung erarbeiten können, die "GOLD" Jungs aber ebenso eine HLP egal in welcher Disziplin mit einem Mindestindex ablegen müssen um Ihre Schleife zu verteidigen.

Ähnlich müsste ein System für Zuchtstuten geschaffen werden.

Wer dann immer noch glaubt er müsse unbedingt mit Hengst oder Stute XY züchten, obwohl weder Reitleistung noch Prämierung vorzuweisen ist, der soll dies tun, bekommt aber "Grüne Papiere".

ciao roland palm
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