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"Aura" - eine ganz bestimmte Atmosphäre, der Charakter, die Schwingungen, die einen Körper umgeben. Es gibt Tiere jeder Spezies auf dieser Welt, die uns Menschen dazu bringen andächtig ihre Schönheit zu bewundern. Sie sind einzigartig, ihre Aura hebt sie hervor und macht sie zu etwas ganz Besonderem. Sie suchen ihresgleichen. Asfour, einer der bekanntesten arabischen Hengste unserer Zeit, feiert am 8. August 2004 seinen zwanzigsten Geburtstag. Marion Richmond, Besitzerin des "Simeon Studs" in Australien, bewies mit dem Ankauf dieses Hengstes wahrhaft große Geduld - musste sie doch zehn Jahre auf einen Sohn der Stute Hanan warten. Asfour machte sich als Jährling auf die lange Reise nach Australien. Seine Ankunft verlief ohne die üblichen Fanfaren. Still udn ruhig lebte er sich in seinem neuen Zuhause ein und sah gelassen einer großen Zukunft entgegen.
Photo: Rik van Lent Asfour
als Fohlen auf dem Gestüt von Dr. Nagel
Wenn man sich Asfours nobler Abstammung zuwendet, findet man auf der Vaterseite Malik, den Sohn des geschätzten Hadban Enzahi und der Malikah. Und wenn man den Namen seiner Mutter Hanan erwähnt, ist jeder Züchter auf der ganzen Welt gleich ganz Ohr. Hanan, die Tochter von Alaa El Din und der Mona/Inshass, ist eine Stute, die Züchter regelrecht gefangen nimmt und über Generationen hinweg begeistert. Obwohl ihr Name in den Pedigrees langsam aber sicher immer weiter nach hinten rückt, bleibt ihr Einfluss unverkennbar.. Dass diese wunderbare Stute in die Hände eines Züchters kam, der die Weitsicht und das Können besaß, das Beste aus ihr herauszuholen und ein Zuchtprogramm mit ihr zu kreieren, war ein glücklicher Zufall. "Zur rechten Zeit am richtigen Ort", trifft es wohl am besten. Und noch heute, achtzehn Jahre nach der Geburt ihres letzten Fohlens, ist der Einfluss dieser Matriarchin der Araberzucht in der ganzen Welt spürbar. Als Asfour geboren wurde, hatte Hanan bereits zehn außergewöhnliche Fohlen zur Welt gebracht und Asfour reihte sich würdig in deren Kreis ein. Hank und Lorraine Kauffman, die Besitzer des früheren "Ariba Stud" in Australien, züchteten in den achtziger und neunziger Jahren arabische Pferde russischer, ägyptischer und polnischer Blutlinien. Ihr Beschäler war der importierte Hengst Simeon Shagrir (Plakat x Nadira of Tersk). Sie erinnern sich noch gut daran, als sie Asfour zum ersten Mal sahen. "Wir begegneten ihm zum ersten Mal in England auf dem Gestüt Cranbury in Essex, wo er auf seinem Weg nach Australien Zwischenstation machte. Wir waren von ihm beeindruckt - nicht nur von seiner Schönheit, sondern auch von seinem korrekten Körperbau. Er war der lebende Beweis dafür, dass die Entscheidung seines Züchters Dr. Hans Nagel richtig gewesen war Hanan statt mit Madkour I dieses Mal mit dessen Blutsbruder Malik anzupaaren. Hanan und Madkour I hatten zusammen einige hervorragende Nachkommen gezeugt - darum schien es eine mutige Entscheidung zu sein diese Anpaarung nicht zu wiederholen. Malik besaß nicht das gleiche märchenhafte Aussehen wie Madkour I, doch er verfügte über mehr Präsenz, großes maskulines Gehabe und mehr Substanz und trug doch den unverwechselbaren Stempel seines Vaters Hadban Enzahi. Es schien eine weise Entscheidung zu sein, dass Marion Richmond sich Asfour als zukünftigen Hauptbeschäler ihres Gestüts ausgewählt hatte. Als wir Asfour als Zweijährigen wiedersahen, als er gerade eine Wachstumsphase durchmachte, beeindruckte er uns jedoch nicht sonderlich. Doch als wir ihn dreijährig im Vorführring des Simeon-Gestüts präsentiert bekamen, wo er durch den Sand stolzierte, war er geradezu atemberaubend schön. Doch das Beste sollte erst noch kommen - seine Champion-Kinder, die die kühnsten Erwartungen, die Dr. Nagel und Marion Richmond in ihn gesetzt haben mögen, bei weitem übertrafen."
Photo: Michael Vink Asfour
in Australien
Asfour wird von den meisten seiner Schönheit wegen verehrt. Doch auch das schönste arabische Pferd muss die Ansprüche erfüllen, die wir an ein harmonisches Exterieur, brillante Bewegungen und Präsenz stellen. Und noch mehr - ein Hengst muss in der Lage sein diese Atrribute zu vererben. Asfour tat genau dies! Außerdem sind nahezu alle seine Nachkommen wahre Athleten und arbeiten und denken unter dem Sattel begeistert mit. Kim Baird, der seit über zwölf Jahren ägyptische Pferde züchtet, ist der stolze Besitzer der Stute Abiebi (El Haddiyyah x RA Jehan) und Züchter der Abiebi-Töchter Ashouri und Ahaanah, beide von Simeon Stav. "Schöne, wohlgesetzte Worte können vor dem geistigen Auge das Ideal eines Pferdes entstehen lassen. Doch die schönsten Worte und trefflichsten Beschreibungen sind nichts im Angesicht des 'live' erlebten Asfours. Vom Körperbau und vom Charakter verkörpert Asfour für mich das Ideal eines arabischen Pferdes. Das wahre Wüstenpferd, so, wie es von Lady Anne Blunt in ihren Tagebüchern beschrieben wurde. Ein Araber, auf den man inzüchten kann und dessen Nachkommen seinen herausragenden Typ repräsentieren - mit minimalen Fehlern. Ein Pferd, dessen Typ so einzigartig ist, dass ich mit seinem Blut seit zwölf Jahren in meinem Gestüt experimentiere und züchte. Mit Asfour im Pedigree bewahrt man die Essenz des arabischen Pferdes." Der große Erfolg der vielen Söhne und Töchter von Asfour in aller Welt haben ihren Ruf als exzellente Schau- und Zuchtpferde gefestigt. In Australien haben sie ihre Qualität durch die große Zahl an Championaten bewiesen, die sie errungen haben. Aber auch durch ihre Einsatzfähigkeit in den verschiedensten Disziplinen des Reitsports haben Asfours Kinder und Enkel sich viele treue Liebhaber erworben. In Schauklassen haben sie zweifelsohne immer wieder neue Standards für den Typ gesetzt. Interessant an dieser Stelle zu erwähnen, dass Asfour niemals einen Schauring gesehen hat, geschweige denn überhaupt jemals das Gestüt verließ. Er ist der schlagende Beweis dafür, dass ein Zuchthengst keinen Schausieg benötigt... Klicken Sie hier, um einige von Asfours Nachkommen zu sehen
Simeon
Stav
Die Ägypter Simeon Stav - geboren im September 1987 - (Junioren-Champion auf A-Schauen), Simeon Sukari - geboren im November 1987 - (Australische National-Championesse) und Simeon Saski - ebenfalls im November 1987 zur Welt gekommen - (Championesse auf A-Schauen) stammen aus Asfours erstem kleinen Fohlenjahrgang und nährten die Hoffnung, das aus ihm ein wahrhaft großer Vererber werden würde. Simeon Salome - geboren im Jahr 1988 - (Australische National-Championesse) und Simeon Sadik - geboren im Oktober 1989 - (Ausralischer Junioren-Champion) machten aus der Hoffnung Fakten - und Asfours Ruhm begann sich in der Welt zu verbreiten.
Photo: Kerstin Anders Simeon Sadik ist einer von Asfours bekanntesten Söhnen
Photo:Carola Toischel Simeon Sharav, von Dr. Nasr Marei nach Ägypten exportiert
Photo: Jerry Sparagowski Simeon
Sachi, im Besitz von Anne-Louise
Toner, Asfours Einfluss als Vererber beschränkt sich aber nicht allein auf die erste Generation. Seine Enkel und sogar die ersten Urenkel treten in den Schauringen der Welt erfolgreich vor die Richter und sind Garanten dafür, dass Asfours Linie von Generation zu Generation stärker wird. Ihr unvergleichlicher Typ, ihr dem Menschen zugewandtes, liebevolles Wesen und ihre Einsatzmöglichkeiten im Reitsport machen sie zu idealen Showpferden - aber ganz besonders zu wunderbaren Familienmitgliedern, an denen alle ihre Freude haben.
Photo: Sally Thompson Der
Champion Simeon Sadran stammt von Asfour aus einer Asfour-Tochter 1984 gründeten Dale und Leesa Waldron ihr Gestüt "Cearadale Arabians" und züchten nun einen Cross aus russischen, ägyptischen und englischen Linien. Vor zwanzig Jahren hatte Dale noch nie etwas von Asfour gehört. Das Jahr 2004 bietet für Dale und Leesa einen doppelten Grund zum Feiern: Asfour und Cearadale werden zwanzig Jahre alt! 1992 unternahmen Dale und Leesa den langen, vierzehnstündigen Trip von Queensland anch Sydney, um Asfour zu sehen. Dale erinnert sich: "Ich werde unser erstes Treffen mit Asfour wohl nie vergessen. Den ersten Blick auf ihn warfen wir nicht im Vorführring sondern in seinem Stall. Ich sah über die Stalltür und da stand ein wunderschöner, weißer Hengst, der mich ebenfalls musterte. Er besaß die faszinierendsten Augen und das großartigste Gesicht, das man sich vorstellen kann. Ich fühlte mich unglaublich geehrt, dass ich seinen Stall betreten durfte. Neben seinem auffallendsten Attribut, seiner Schönheit, war es vor allem seine Sanftmut, die mir gefiel. Neugierig und ohne Scheu beschnupperte er mich, ohne Arg und ohne Aggression. Diese Sanftmut ist es, deretwegen sein Blut in unserer Zucht so geschätzt wird. Wir haben einige Töchter des Asfour-Sohnes Simeon Stav, die genau die gleiche Sanftmut ausstrahlen, die Asfour dominant vererbt. Selbst vier Generationen entfernt zeigt sich dieses Charakteristikum. Darin liegt für uns der wahre Wert des Asfour-Blutes."
Simeon
Sehavi
Aus
"Die
Schimäre" von Nathaniel Hawthorne Viele
berühmte Pferde der Historie umgibt eine Aura des Besonderen. Die
Fotos und die Geschichten der Vergangenheit verweben sich zu einem Mythos
und überschatten die Pferde der Gegenwart. Asfour ist eines
der großen Pferde der Gegewart - und wie Pegasus wird er sich als
zeitlos erweisen.
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Photo: Jenny Jerrard "Die Aura von Asfour..." Videos von Asfour und seinen Eltern finden Sie auf unserer VIDEO-Seite
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