Photo: Doris
Melzer
Loubna (Imperial Imdal x Imperial Kalatifa)
im Besitz von Ariela Arabians und
Jackie Ware wurde Senioren-Championesse
und "Best Egyptian of the Year"
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Sie auf die Fotos, um sie zu vergrößern!
Es
ist nicht leicht, die aufregenden Momente des Egyptian Events zu Papier,
pardon, auf den Bildschirm zu bringen. Können Sie sich vorstellen,
dass es z.B. reines Entertainment war das Gesicht von Chen Kedar (der
Gestütsleiterin von Ariela Arabians) zu beobachten, als ihre Stute
Loubna präsentiert wurde? Es ist nicht leicht die Emotionen zu
beschreiben, die sich darin wiederspiegelten als Loubna schließlich
das Championat gewann und im Anschluss daran zum "besten Ägypter
des Jahres" ausgerufen wurde.
Photo: Erwin
Escher
Loubna (Imperial Imdal x Imperial Kalatifa)
Kaum in Worte zu fassen sind die Sekunden als DF Malik Jamil mit geblähten
Nüstern vor den Richtern stand - den Hals gebogen, die Mähne
wie Seide in der Sonne glitzernd. All die kleinen Härchen in meinem
Nacken begannen sich langsam aufzurichten...
Photo: Doris
Melzer
DF Malik Jamil (NK Hafid Jamil x Amouva)
Wie beschreibt man die unglaublichen Bewegungen einer Stute wie Remarqable
KA, für die sie von den Richtern mit perfekten Noten belohnt wurde
(dreimal die "20")? Wie fasst man das Charisma eines jungen
Hengstes wie Pyramid Aalin in Worte, der - wie es sich für einen
wahren Araber gehört - erst in der Bewegung seinen vollen Glanz
entfaltete? Und was soll man sagen angesichts eines alten Recken wie
MA Alishah, der im Ring explodierte und alle anderen (jüngeren)
Hengste in seiner Klasse vom Platz fegte?
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Photo: Erwin
Escher
Der neunzehnjährige MA Alishah (Ruminaja Ali
x AK Shagat)
war der älteste Teilnehmer der Schau
Wie
soll ich erklären was in mir vorging, als der klassisch schöne
und ausstrahlungsstarke (wenngleich in der Oberlinie nicht fehlerfreie)
Hengst Nashem Al Sabhah durch den Ring schwebte? Und zwar mit
geschmeidigen Tritten, die ein Züchterherz genauso schnell schlagen
ließen wie ein Reiterherz. Als die Richter ihn mit den höchsten
Bewegungsnoten aller Hengste der Schau nach Hause schickten, war meine
Welt in Ordnung. (Sie finden übrigens ein Video von ihm auf unserer
Video-Seite.)
Doch es gab auch andere Augenblicke. Der, als mir klar wurde, dass hoch
angesetzte und hoch getragene Schweife bei den jungen
Pferden scheinbar völlig aus der Mode gekommen zu sein scheinen
- von Ausnahmen abgesehen.
Interessante Momente allemal - aber leichter erlebt als beschrieben!
Darum habe ich mir gedacht, dass wenig Text und viele Photos die beste
Lösung des Dilemmas sind. Wie heißt es doch so schön:
"Ein Bild sag mehr als tausend Worte!" In diesem Sinn...
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Photo:
Doris Melzer
Die
Schau
Das historische Ambiente der Rennbahn von Baden-Baden, sicherlich eine
der schönsten Bahnen der Welt, machte Das Egyptian Event Europe
einmal mehr zu einem glanzvollen Ereignis. Dieses Jahr waren allerdings
weniger Teilnehmer als üblich erschienen. Allerdings waren die
Pferde, die dann vor die Richter traten, von ausnehmend guter Qualität
(von einigen Ausnahmen bei den Junghengsten abgesehen). Pferde aus zehn
verschiednen Ländern wurden vorgestellt, darunter auch Pferde aus
Ägypten.
Die Gastgeber (Ferdinand Schwestermann, Horst Preuss, Hansjürgen
Friedmann) hatten im Vorfeld offensichtlich kräftig die Werbetrommel
gerührt, denn die Tribünen waren zumindest ab der Mittagszeit
bis zur Decke gefüllt. Viele der Besucher waren keine "Araberleute",
sondern waren aufgrund der Ankündigungen in der Lokalpresse vorbei
gekommen. Wer weiß, vielleicht infizierten sich einige von ihnen
an diesem sonnigen Wochenende mit dem Arabitis-Virus?
Photo: Doris
Melzer
Das
Rahmenprogramm bestand wieder aus einer Vorführung von Falken und
Adlern - und obwohl man diese Vorführungen mittlerweile kennt,
ist es immer wieder aufregend diese majestätischen Vögel bei
ihren "Beutezügen" zu beobachten. Doch der Clou war eine
Schäferin auf ihrem Pferd, deren Hunde es schafften aus einer Herde
schwarzer und weißer Enten zwei einfarbige Herden zu "formen".
Diese Hunde waren unglaublich - und das Publikum schier sprachlos!
Die "Hengstparade" war ein weite Publikumsmagnet: Neun Hengste
aus fünf verschiedenen Nationen präsentierten sich an der
Hand (leider nicht im Trab). Die Zuschauer durften ganz nah heran, die
Hengste streicheln und bewundern und deren Besitzer "ausfragen".
Es war ein berauschender Anblick die Hengste Nase an Nase stehen zu
sehen und sie beim Imponiergehabe zu beobachten. Die Zuschauer sparten
jedenfalls nicht mit Applaus.
Photo: Erwin
Escher
Maydan-Madheen
bei der Hengstparade
Leider
war nicht ein einziges arabisches Pferd unter dem Sattel zu sehen. Wie,
so muss man sich fragen, konnte das passieren? Im letzten Jahr übernahm
die "Pyramid Society Europe" noch das Patronat für zwei
Distanzritte, dieses Mal hielt man es ganz mit Churchill: "No sports!"
Es wäre schön, wenn es im nächsten Jahr anders wäre!
Die
Richter
Das
Richten
Das Richten war überaus einheitlich. Ich fürchte allerdings,
dass die Richter sich davor drückten wirklich realistische Fundamentsnoten
zu geben. In anderen Worten: Sie scheuten sich davor die Besitzer zu
verärgern! Die niedrigste Fundamentsnote war die "15"
und das war sicher kein realistisches Abbild der Wirklichkeit. Meiner
Meinung nach sollten Richter das bewerten, was sie sehen - und nicht
das Ego von Züchtern und Besitzern befriedigen. Oder hatten die
Organisatoren nur versäumt Schildchen mit den Noten "9"
oder "10" zu besorgen?
Alles auf der Welt ist relativ. Das trifft auch auf das Bewerten von
Pferden zu. der Drittplatzierte kann Ihr Champion sein, der Viertplatzierte
meiner. Der Reserve-Champion mag viel besser zu einer bestimmten Stute
passen als der Champion und dei Stute auf dem dritten Platz wird sich
vielleicht einmal als die bessere Zuchtstute erweisen als die siegreiche
Konkurrentin. Wer weiß schon, wie die Würfel fallen? Das
nur zur Erinnerung an Sie (und mich), dass ein Schausieg eine phantastische
Sache aber eben nicht alles ist...
Klicken Sie hier, um die Champions zu sehen!
Photo: Doris
Melzer
Alle
Photos von Erwin
Escher, Doris
Melzer & Carola
Toischel
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August 2004 by:
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