Middle East Championships 2005 Middle East Championships 2005
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Middle East Championships 2005


Middle East Arabian Horse Championship 2005
Amman, Jordan


von
Majid Alsayegh


Photo: www.ErwinEscher.de

Senioren-Champion
SHAMEKH AL SHAQAB


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Photo: www.ErwinEscher.de

Die Schau fand am letzten Septemberwochenende in den „Royal Stables“ in Amman unter der Federführung der „Royal Jordanian Equestrian Federation“ statt. Die Schirmherrschaft hatte einmal mehr deren Präsidentin, IKH Prinzessin Alia Al Hussein Al Saleh, übernommen. Die Veranstaltung war gut besucht. Nicht nur aus Jordanien, auch aus dem Ausland kamen zahlreiche Zuschauer. Ungefähr 120 Pferde aus Jordanien, Saudi-Arabien, Qatar und den Vereinigten Arabischen Emiraten nahmen teil.
Der Vorführring ist eine schöner grüner Grasplatz, der von Schatten spendenden Bäumen begrenzt wird. Das Wetter zeigte sich perfekt, strahlend stand die Sonne am Himmel. Es war angenehm warm und eine leichte Briese kam immer dann auf, wenn es zu heiß zu werden drohte.
Viele sehr schöne Jung- und Altstuten stellten sich den Richtern. Es waren u.a. Töchter der Hengste Ansata Shalim, Shamekh Al Shaqab, Aja Sangali, Hlayyil Ramadan, El Thay Mansour, Thee Richochet, Ashhal Al Rayyan, Gazal Al Shaqab und Dakar El Jamaal.


Photo: www.ErwinEscher.de

IM KHADIDJA CATHARE

Das Junioren-Championat wurde von Im Khadidja Cathare (Padrons Immage x Kaura) gewonnen und das Reserve-Championat fiel an Magora (Gazal Al Shaqab x Margotka), beide im Besitz von SKH Prinz Khalid bin Sultan aus Saudi-Arabien.


Photo: www.ErwinEscher.de

LUMIAR SYMPHONY

Das Senioren-Championat sicherte sich Lumiar Symphony (Lumiar Amadeus x Last Danse VV), während das Reserve-Championat an Nyagara El Jamaal (Ali El Jamaal x Naharra) ging. Beide Stuten sind ebenfalls im Besitz von Prinz Khalid bin Sultan.

Junghengste und Senioren-Hengste hatten ebenfalls bekannte Väter. Man sah u.a. Söhne von Thee Richochet, Pobetidel, Shamekh Al Shaqab, Jandeh Al Naif, Taqib Al Nasser, Classic Shadwan, FS Bengali und Padrons Psyche.


Photo: www.ErwinEscher.de

INSH ALLAH

Bei den Junioren machte der rein ägyptische Insch Allah (Ashhal Al Rayyan x India) das Rennen, der wiederum im Besitz von Prinz Khalid bin Sultan stand. Das Reserve-Championat ging an Hakim (Shamekh Al Shaqab x Picola) aus dem Gestüt „Royal Jafaar“.


Photo: www.ErwinEscher.de

Prinzessin Alia & SHAMEKH AL SHAQAB

Das Senioren-Championat wurde dem ägyptische Shamekh Al Shaqab (Ansata Sinan x Malaka) verliehen, der in den Königlichen Stallungen von Jordanien zu Hause ist. Den Reserve-Titel erhielt der in Deutschland gezogene Ägypter F Shamaal (Maysoun x Sarameena) des Al Khalidia-Gestüts.

Obwohl viele professionelle Vorführer aus Europa und den USA eingeflogen waren, sah man doch einige junge Jordanier im Ring. Meinen Glückwunsch an Abdul Hamid Al Saleh, Zuhair Shammout, Jaafar Al Saleh, Talal Al Saleh, Bashir Khai und die vielen anderen, die ihre Pferde hervorragend vorführten und sich in den einzelnen Klassen sehr gut behaupten konnten.


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SHAMEKH AL SHAQAB gewinnt das Senioren-Championat

Eines der Highlights der Schau war als Shamekh Al Shaqab das Championat gewann und zahlreiche stolze Jordanier begeistert den Ring stürmten, um für „ihren“ Sieger zu applaudieren. Der saudische Prinz Khalid bin Sultan brachte viele hervorragende Pferde zu dieser Schau, die etliche Klassen gewannen. Nachdem sein Hengst Insch Allah das Junioren-Championat zugesprochen bekam, schenkte er den edlen Sieger dem jordanischen König Abdullah. Eine überaus noble Geste!

Zusätzlich zu den üblichen Schauklassen gab es Liberty-Klassen, den Wettstreit um den „schönsten Kopf“ und Klassen für Stuten mit Fohlen bei Fuß. Den schönsten Kopf bei den Stuten hatte Shaafi’ah (Verinag x Shaymaa) der Royal Stables, den besten männlichen Kopf attestierten die Richter dem Senioren-Champion Shamekh Al Shaqab.

Die Tribünen waren vollgepackt mit Zuschauern, die ihre Favoriten enthusiastisch unterstützten. Die Musik während der Klassen war ein gelungener Mix aus Ost und West – wir ließen uns von der Stimmung mitreißen. Ein herzliches Dankeschön an Mr. Marwan!


Photo: www.ErwinEscher.de

Neben den Schauklassen gab es spezielle Show-Einlagen. Die beeindruckendste wurde von der Al Rashid-Famile dargeboten, die in alten arabischen Kavallerie-Uniformen auftrat und neben ihren Arabern auch einen Andalusier ritt. Sie demonstrierten die Kunst des Schwertkampfes, warfen Speere – und das sogar vom Pferderücken aus! Einer der Reiter war die fünfzehnjährige Yusra Al Rashid, die das Publikum durch ihre waghalsigen Manöver in vollem Galopp zum Staunen brachte.


Photo: www.ErwinEscher.de

Eine Gruppe von Reitern auf Kamelen zeigte wie gewandt sich die Wüstenschiffe unter dem Sattel bewegen und wie hervorragend sie mit ihren Reitern korrespondieren. Ein weiterer Höhepunkt: Ein Sänger, der arabische Lieder zum besten gab und traditionelle ethnische Tänze zeigte. Was Qualität und Spannung betraf, konnte das gesamte Show-Programm sich ohne weiteres mit den Schauklassen messen. Am zweiten Schautag gab es das allseits beliebte arabische Buffet in einem Beduinenzelt – ein wirkliches Festmahl!


Photo: www.ErwinEscher.de

Am Tag nach der Schau luden Majdi Al Saleh und seine Frau IKH Prinzessin Zein in ihr Gestüt „Royal Jafaar Stables“ und präsentierten ihre Pferde. Einige hervorragende Söhne und Töchter des Ägypters Ansata Safeer (von Ansata Hejazi) waren zu sehen. Neben dem „Jungvolk“ bestachen aber besonders die Stuten Maria Callas, Tai Emerald Bay und Noora (AK El Sennari x SN Wasama). Die Zucht basiert auf polnischen, spanischen und ägyptischen Linien und hat schon einige Klasse- Pferde hervorgebracht.

Ich lernte einige interessante Menschen kennen, unter ihnen Lisa Adshead aus Wales. Sie und ihr Ehemann Harri hatten gerade ihren Ritt von Wales quer durch Europa abgeschlossen, der sie durch die Türkei und schließlich Syrien bis nach Jordanien geführt hatte. Alles auf dem Pferderücken! Sie hatten dieses Abenteuer mit drei Vollblutarabern gewagt und benötigten für die gesamte Strecke 15 Monate. Das nenne ich einen Distanzritt!

Am Rande des Schaurings stellten einige Künstler ihre Werke aus. Besonders die Gemälde arabischer Pferde von Fawaz Ayoub, der ursprünglich aus Mossul im Irak stammt, übten eine unglaubliche Faszination auf mich aus. Keine Frage, dass ich einfach zwei seiner Bilder kaufen musste.


Photo: www.ErwinEscher.de

Das Amphitheater von Jerash

Viele der Zuschauer blieben nach der Schau noch ein paar Tage. Wir besichtigten Jerash mit seinen 2000 Jahre alten römischen Ruinen. Das prächtige Amphitheater wird auch heute noch für Festivals und Ausstellungen genutzt. Wir sahen die Stadt Ajloun in den nördlichen Bergen, wo vor 800 Jahren Befestigungsanlagen und Burgen gebaut wurden, um die Kreuzritter abzuwehren.


Photo: Majid Alsayegh

Auf der Straße nach Aqaba

Wir reisten nach Süden durch die Wüste nach Aqaba und sahen das Rote Meer mit seinen wundervollen Korallenriffen. Wir machten einen Zwischenstopp in Petra – auch diese Stadt blickt auf eine Geschichte von mehr als 2000 Jahren zurück. Ein beeindruckendes Monument für die Genialität der Menschen einer versunkenen Epoche.


Photo: Majid Alsayegh

Petra

Jordanien ist ein ganz spezielles Land. Abwechslungsreich und überraschend: Im Norden sieht man grüne Pinien und Olivenbäume, im Süden herrscht die Wüste. Wer in Jordanien reist, sieht die Geschichte des Landes förmlich lebendig vor sich. Man kann gar nicht anders, als sich mit den Menschen verbunden zu fühlen, die hier vor mehreren tausend Jahren gelebt haben. Es ist ein einmaliges Gefühl.

Das Schönste aber waren die jordanischen Menschen, die dem Wort „Gastfreundschaft“ eine völlig neue Bedeutung gaben. Ihre Großzügigkeit und ihr Bemühen, uns, ihren Gästen, einen angenehmen Aufenthalt zu bereiten, kann man kaum in Worte fassen.

Diese Schau war ein Erlebnis. Das geht nicht zuletzt auf das Konto der Schirmherrin IKH Prinzessin Alia und ihrer Mitarbeiter. Jeder, der sich im Schauwesen einigermaßen auskennt, weiß, wie hart hinter den Kulissen gearbeitet werden muss, damit alles reibungslos funktioniert. Hier kam alles zusammen: Hervorragende Pferde, gute Richter, faires Verhalten der Teilnehmer, ein wunderbares Rahmenprogramm, strahlendes Wetter und Herz erwärmende Gastfreundschaft. In einem Wort – es war ein Erfolg! Mögen die nächsten „Middle East“-Championate vom gleichen Glücksstern bestrahlt werden und noch mehr Menschen aus aller Welt zugegen sein, um unser arabisches Pferd dort feiern, wo es herkommt. Insha‘ Allah!

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Alle Photos von
Erwin Escher


This feature was brought to you in November 2005 by:
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