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Von Carmel Rowley
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Fuchsstute betrachtet ihr neugeborenes Fohlen. Sie leckt es trocken
und stößt es ermunternd mit der Schnauze an. Das edle schwarze Stutfohlen
liegt zu ihren Füßen. Es ist so dunkel, daß man es in dieser sternenlosen
Nacht nicht sehen kann. Es blinzelt, es kämpft sich auf die Beine
und wiehert seiner Mutter entgegen...
In den endlosen Weiten Australiens stehen diese Stute und ihr Fohlen
auf einer einsamen Weide. Nur die majestätischen Gummibäume ragen
in den Himmel, groß und schutzbietend. Als der Mond hinter den dichten
Wolken hervortritt, werfen sie ihre silbernen Schatten auf die beiden
dunklen Silhouetten. Nachdem das kleine Wesen seinen ersten Schluck
getrunken hat, beginnt es mit hoch erhobenem Schweif und geblähten
kleinen Nüstern um seine Mutter herumzuspringen - beleuchtet vom magischen
Licht des Mondes.
Doch die Stute und ihr Fohlen sind nicht alleine: Die Dingos heulen
den Mond an und die nächtlichen Besucher aus dem Busch sitzen in den
Wipfeln der Gumminbäume und beobachten die zwei aus sicherer Entfernung.
Opossums mit riesigen leuchtenden Augen starren in die Dunkelheit,
und sogar die Känguruhs und Wallabies betrachten interessiert das
Schauspiel, das ihnen das tanzende Stutfohlen bietet. Es ist würdig
der großen Vorfahren, die sich in seinem Pedigree vereinen. Leicht
wie eine Feder, kaum den Boden berührend, springt es über die Weide
seines Heimatlandes - diesem großen, weit entfernten, sonnenverbrannten
Land!
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*Die Ureinwohner Australiens bezeichnen mit "Traumzeit"
jene Zeit, in der die Erde ihre jetzige Form annahm und der Kreislauf
des Lebens begann.
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