|
|
||||
|
D I E K Ö N I G I N A U S D E R T R A U M Z E I T A U S T R A L I E N S |
||||
|
Safanads nächstes Fohlen war die 1985 geborene Stute Simeon Sasyah von Simeon Sa'ar (El Shaklan x Damirah, Marbach). Sie hat sich zur ausgezeichneten Zuchtstute mit mehreren Champion-Nachkommen entwickelt.
Simeon Solomon, Safanads zweiter Sohn, bei seinem Schauauftritt in Queensland Safanads zweiter Sohn ist der 1986 geborene Simeon Solomon von AK Jabal Ibn Moniet (Ibn Moniet El Nefous x Roufah). Was für eine unglaublich erfolgreiche Schaukarriere dieser Hengst hingelegt hat! Ich weiß noch wie er aussah, als er 1992 die "Arabian Valley Trophy Show" in Queensland gewonnen hat. Die Vitalität und Ausstrahlung, die er an den Tag legte, waren wirklich explosiv! Simeon Solomon macht in jeder Situation eine gute Figur! Seine Nachkommen scheinen sein großartiges Temperament geerbt zu haben und liefern darüber hinaus außergewöhnliche Fohlen. Solomon sammelte Championate wie andere Briefmarken. Aber er ist auch ein fähiges und brauchbares Reitpferd. Egal, ob er Rinder zusammentreiben soll, mit seinem Reiter durch den Busch stürmt oder in langsamen Schritten die Parade in seiner Heimatstadt anführt - Solomon ist in jedem Fall ein verläßlicher Kamerad.
Safanads dritter Sohn ist das Pferd meines Herzens - Simeon Stav, der 1987 geboren wurde und von dem unvergleichlichen Asfour stammt. Stav gehört zu Asfours ersten Fohlen. Wir sahen ihn das erste Mal als Absetzer - und kauften ihn sofort. Er erzielte einige beachtliche Erfolge auf A-Schauen, die eine große Schaukrarriere in Aussicht stellten. Doch es sollte nicht sein. Wir hatten uns entschieden ihn erst wieder als ausgereiftes Pferd in den Schauring zu schicken, doch eine gößere Operation machte uns einen Strich durch die Rechnung. "Ich habe eine unauslöschbare Erinnerung an Stav", sagt Lorraine Kaufmann. "Ich sah ihn als einen Tag altes Fohlen, als er mit seiner Mutter Safanad über die Weide sürmte. Marion Richmond war so aufgeregt, schließlich war er Asfours erster Sohn. Aber er hat wirklich alle Hoffnungen erfüllt. Sein Phänotyp ist eine Mischung aus den Linien seines Vaters und seiner Mutter, die sich als so durchschlagend gezeigt haben."
Von seinem delikat geformten Kopf bis zur Spitze seines hochgetragenen Schweifes vereint er in sich alle Vorzüge seiner Ahnen. Und oft blitzt für den Bruchteil einer Sekunde einer seiner Vorfahren auf: Wenn er sich mit glänzenden Augen und wehender Mähne herumwirft, dann ist er Asfour. Wenn er mit seelenvollen Augen neugierig um die Ecke sieht, dann ist er Safand. Wenn er seinen Kopf zurücknimmt und in die Weite starrt, dann sieht er wie Malik aus.
Stavs Schritte sind extravagant und voller Elan. Mal ist er verspielt, ein anderes Mal außergewöhnlich zärtlich. Sein Leben verläuft ruhig, er wird von "seiner" Familie gehegt und gepflegt. Stavs Nachkommen sind für ihren Vater die beste Werbung, denn sie erweisen sich als qualitätsvolle Zuchttiere. Die meisten haben die Erwartungen ihrer Besitzer bei weitem übertroffen und geben die familientypischen Merkmale an die nächste Generation weiter. Und ein besonders wichtiger Nebeneffekt: Viele Stav-Kinder zeigen die gleiche Klugheit und das "Mitdenken" unter dem Sattel wie ihr Vater.
Simeon Safanad wurde sechsmal mit Asfour angepaart. Das erste Fohlen war Simeon Stav, das zweite die glorreiche braune Stute Simeon Salome. Ihr feingemeißeltes Gesicht weist auf die Ähnlichkeit mit ihrer großen Ahnin Hanan (Alaa El Din x Mona, Inshass) hin. Salome ist ein weiteres Juwel aus Safanads Schatz und hat alles gewonnen, was es in Australien zu gewinnen gibt: Zuerst war sie Australische Reserve-Champion-Stute, um im Jahr darauf zur Champion-Stute gekrönt zu werden. Eine fulminante Vertreterin der arabischen Rasse!
Ich habe von Juwelen, von Champions und von Schönheit gesprochen - doch als ich das erste Mal in das Gesicht von Safanads drittem Asfour-Fohlen sah, da blieb ich minutenlang sprachlos. Es war der phänomenale Simeon Sadik! In diesen Tagen spricht man ständig von "lebenden Kunstwerken", doch die schiere Schönheit dieses Pferdes versetzt eine zurück in jene Zeit, als um den Besitz eines kostbaren Pferdes noch Kriege geführt wurden. "Ein Pferd, ein Pferd - mein Königreich für ein Pferd!" Für mich ist dieses Pferd Simeon Sadik!
Sadik war Safanads erstes schwarzes Fohlen und wurde zu einem der meistdiskutierten Hengste. Er legte eine illustre Schaukarriere hin - unter anderem wurde er Australischer Junioren-Champion - bevor er für eine gewaltige Summe an Shirley und Charly Watts nach England verkauft wurde. Dieser Verkauf - oder sagen wir besser: der Verkaufspreis - machte weltweite Schlagzeilen in der Boulevardpresse. Sadik hinterläßt in Australien ein wunderbares Erbe und hat auch in seiner neuen Heimat schon hervorragende Fohlen gezeugt.
|